Büro Südostasien, Bangkok

Die Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet in Südostasien schwerpunktmäßig in den Bereichen Demokratisierung sowie Ökologie und Nachhaltigkeit.

Die wirtschaftspolitische Vision ASEAN 2020 und der seit 2015/16 bestehende Binnenmarkt für die ASEAN Wirtschaftsgemeinschaft haben drastische Konsequenzen für die sozial-ökonomische Entwicklung und Demokratisierung in den zehn Mitgliedsländern. Das Südostasienprogramm der Heinrich-Böll-Stiftung fokussiert sich dabei auf die Folgen die der Ausverkauf von Gemeinschaftsgütern und öffentlichen Interessen, sowie die fortschreitende Zerstörung der Ökosysteme als Folge einer Politik der unregulierten Märkte auf die lokale Bevölkerung hat. Zudem will das Büro eine Plattform zur Vernetzung für Partner/innen in der Region bieten, die die ASEAN Integration analytisch begleiten und sich für Transparenz und Partizipation in den Entscheidungsprozessen der Gemeinschaft einsetzen.

Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Frage, wie sich Globalisierung und Integration in den ASEAN Staaten auf das Leben der Menschen auswirken. Wir beobachten dabei Trends, wie die mögliche Ausbeutung in Folge von grenzüberschreitender Arbeitsmigration oder die Auswirkungen großer Investitionsströme auf die Lebensumstände von ländlichen und indigenen Bevölkerungsgruppen. Diese Entwicklungen gehen einher mit drastischen Beschränkungen demokratischer und rechtsstaatlicher Prozesse, sowie der Abschaffung fundamentaler Bürgerrechte in einer Vielzahl der Staaten Südostasiens. Das Demokratie-Programm der Heinrich-Böll-Stiftung widmet sich daher verstärkt der Förderung von Menschenrechten, demokratischer Teilhabe und Geschlechtergerechtigkeit. In enger Kooperation mit ihren lokalen und regionalen Partner/innen organisiert unser Büro Debatten und Beratungsprozesse zu diesen Themen und unterstützt regionale Organisationen in der Stärkung von Medien- und Meinungsfreiheit als Garant pluralistischer Gesellschaftsstrukturen.