Begegnungsreisen der Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung

Mindestens einmal jährlich organisiert die Heinrich-Böll-Stiftung eine politische Begegnungsreise ins Ausland, die in der Regel zu Auslandsbüros der Stiftung führt. Dabei besteht die Gelegenheit, sich über die Arbeitsfelder und Aktivitäten zu informieren, mit Projektpartnerinnen und -partnern der Stiftung ins Gespräch zu kommen, das Büro und Projekte vor Ort zu besichtigen. Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen und aktuelle politische Debatten werden in Gesprächen aufgegriffen und diskutiert. Die Reise richtet sich an die Freundinnen und Freunde sowie an Ehrenamtliche der Heinrich-Böll-Stiftung.

Unsere bisherige Reisen gingen in die Ukraine, nach Israel und Palästina, Irland, in den südlichen Kaukasus, in die Türkei, nach Südafrika, Brasilien, Nordamerika und Russland sowie nach Brüssel, Polen, Prag, Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien. 2012 waren wir in Thailand und Kambodscha, 2013 in Tunesien, 2014 in der Türkei. Die Reise 2015 führte im März nach Mexiko. Im Frühsommer 2016 besuchten wir das Regionalbüro Mittelosteuropa. Die Reise führte von Prag über Brünn und Bratislava bis nach Budapest.

In 2018 haben wir pausiert, um das Konzept der Reisen zu überarbeiten und in 2019 mit einer "Neuen Internationalen Begegnungsreise" wieder zu starten. Diese führte die Freundinnen und Freunde in Kooperation mit einem Reiseanbieter vom 20. bis 27. Oktober 2019 nach Thessaloniki, Griechenland.


Begegnungsreise nach Marokko vom 14. bis 25. März 2017

Wie in den letzten Jahren gab es auch für die Begegnungsreise 2017 mehr Anmeldungen als Plätze, so dass erneut das Los entschied, wer mit den Freundinnen und Freunden nach Marokko reisen konnte. Die Reise fand vom 14. bis 25. März statt und führte von Rabat über Casablanca und Marrakesch bis in den Süden, nach Tata und Fam el Hisn. Die Gruppe befasste sich auf der exzellent organisierten Reise mit den Schwerpunktthemen Menschenrechte, Flucht und Migration sowie im Süden Marokkos zusätzlich mit Umwelt und Klima.

Makabererweise thematisch passend wurde die Gruppe während des Hinflugs Zeugin einer „Rückführung“ einer Gruppe von jungen Marokkanern. Durchgängig an allen Besuchsorten beschäftigte sich die Gruppe mit frauenpolitischen Fragen, was zu lebhaften Debatten der Teilnehmenden zu frauenpolitischen Fragen auch im Stiftungskontext führte.


Begegnungsreise der Freundinnen und Freunde 2016 ins Büro Mittelosteuropa: Prag | Brünn | Bratislava | Budapest vom 30. Mai bis 8. Juni 2016

Die Begegnungsreise der Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung führte uns in diesem Jahr in unser Regionalbüro Mittelosteuropa mit Sitz in Prag. Das Büro betreut die Länder Tschechien, Slowakei und Ungarn. Wir trafen uns dort vor Ort, verbrachten die ersten Tage in Prag und reisten dann weiter über Brünn und Bratislava bis nach Budapest. Wir hatten Gelegenheit, die Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung vor Ort zu erleben, Partnerinnen und Partner in Politik und Gesellschaft kennen zu lernen, Kunst und Kultur zu erleben und in die jeweilige Landes- und Stadtgeschichte einzutauchen. Ein inhaltlicher Schwerpunkt der Reise waren die Themen Flucht-, Asyl- und Migrationspolitik sowie Minderheitenrechte und Strategien gegen Rechtsextremismus. Zudem konnte viel Kultur erlebt werden, vielfach in Zusammenhang mit den inhaltlichen Schwerpunktthemen. Besonders beindruckt hat die Gruppe – neben vielem anderen – die von der Böll-Stiftung unterstützte Ausstellung „The Fear of the Unknown“ in der Kunsthalle Bratislava, die sich mit der aktuellen Flüchtlingsthematik und den damit verbundenen Ängsten kritisch und kreativ auseinandersetzt. Teile der Ausstellung waren im Oktober, initiiert durch die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg, auch in Berlin zu sehen, unter dem Titel Der Spiegel der Anderen / Mirror of Alterity.


Begegnungsreise nach Mexiko vom 14. März bis 28. März 2015

Die jährliche politische Begegnungsreise führte die Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung 2015 nach Mexiko. Durch das Büro in Mexiko-Stadt hervorragend vorbereitet und begleitet, besuchte die Gruppe neben der Hauptstadt die Kolonialstädte Oaxaca und Puebla sowie die Sierra del Norte im Bundesstaat Puebla.

Dabei gab es zahlreiche Begegnungen und Gespräche mit Aktivist/inn/en und Partnerinnen und Partnern der Stiftung vor Ort, mit Schwerpunkt auf den Themen Menschenrechte und Ressourcen. Die enorme Straflosigkeit von über 90 Prozent in Mexiko, die prekäre Sicherheitslage in einzelnen Gebieten und die auch weltweit beachtete Verschleppung (und höchstwahrscheinliche Ermordung) der 43 Studierenden aus Ayotzinapa haben dabei die meisten Gespräche (mit)bestimmt. 

Verstörend-interessant gerade aus grüner Perspektive waren auch Begegnungen mit Aktivist/inn/en aus dem Widerstand gegen Windenergieprojekte und die Besichtigung des neu entstehenden Audi-Werkes in Puebla. Hierzu ist in der Gruppe ein eigenes Tagebuchblatt entstanden. Dieses und die Langfassung des Reiseberichts können Sie hier lesen:


Begegnungsreise in die Türkei vom 22. Mai bis 1. Juni 2014

Nachdem die Freundinnen und Freunde im vergangenen Jahr in Tunis ein ganz junges Büro der Stiftung besucht haben, führte die Begegnungsreise dieses Mal zu einem sehr etablierten Büro, das seine Anfänge auf das Jahr 1994 datiert, mit einer Büroleiterin, die bereits seit mehr als 10 Jahre die Arbeit vor Ort steuert. So ergänzt die Reise jedes Jahr ein weiteres Puzzleteil zum Gesamtbild der Auslandsarbeit der Stiftung, so vielfältig diese auch ist. Die Gruppe hatte Gelegenheit, Istanbul zu besuchen und von dort weiterzureisen in die kurdischen Gebiete, nach Diyarbakir und von dort über Mardin nach Van zu fahren. Die Freundinnen und Freunde konnten an der Konferenz des Böll-Büros vor Ort zu „Ein Jahr GEZI-Park-Proteste“ teilnehmen und politische Akteure und Vertreter/innen der Zivilgesellschaft sowie Partnerinnen und Partner der hbs in der Türkei treffen. Inhaltlich beschäftigte sich die Reise mit der aktuellen politischen Lage nach den Kommunalwahlen und der Stellung der verschiedenen Minderheiten wie Kurden, Christen und Armeniern sowie mit türkischer Flüchtlingspolitik am Beispiel der iranischen Flüchtlinge in Van.

Besonders der tiefe Riss, der die türkische Gesellschaft in Erdogan-Anhänger und –gegner teilt, hat die Gruppe beeindruckt bis bedrückt. Hoffnungsvoller dagegen war der zweite Teil der Reise in die kurdischen Gebiete – hier herrscht bei aller berechtigten Skepsis Aufbruchstimmung nach Ende des Krieges und Hoffnung auf weitere Verbesserungen. Der Abschlusstag in einer kurdischen Kooperative bei Van, deren Bewohnerinnen und Bewohner seit 2004 langsam aus dem Exil wieder in ihre zuvor zwangsgeräumten Dörfer zurückkehren, setzte einen optimistischen Schlusspunkt.


Begegnungsreise nach Tunesien vom 20. bis 30. Oktober 2013

Die Begegnungsreise 2013 führte die Freundinnen und Freunde nach Tunesien, wo die Heinrich-Böll-Stiftung zu diesem Zeitpunkt erst ganz frisch mit einem eigenen Büro vertreten war: Das Büro in Tunis unter der Leitung von Joachim Paul feierte erst am 27. Mai 2013 feierlich seine Eröffnung. Die Gruppe konnte also Pionierarbeit erleben und dazu beitragen, Partnerinnen und Partner des Büros näher kennenzulernen und stärker an die Heinrich-Böll-Stiftung zu binden. In Zeiten turbulenter politischer Entwicklungen vor Ort (2. Jahrestag der Wahlen, Beginn des Nationalen Dialogs) war die Reise sehr beeindruckend. Die Gruppe hatte Gelegenheit, vielfältige Einblicke in den fragilen Transitionsprozess zu erhalten. Aufgrund aktueller Ereignisse und der unsicheren Lage in Teilen des Landes musste das Programm permanent den Gegebenheiten vor Ort angepasst werden, was dank der guten Zusammenarbeit mit dem Büro in Tunis hervorragend gelungen ist. Überschattet wurde der Besuch von zwei Selbstmordattentaten am Tag der Abreise, den ersten seit den Anschlägen von Djerba im Jahr 2003. Zum Glück wurde außer den Attentätern niemand verletzt.


Begegnungsreise nach Thailand und Kambodscha vom 3. bis 18.11.2012

Die Begegnungsreise 2012 führte die Freundinnen und Freunde bis nach Asien, wo die Gruppe durch das Regionalbüro Südostasien und das Länderbüro Kambodscha in ihre Arbeit eingeführt wurde. In vier äußerst intensiven Tagen in Bangkok und zehn in Kambodscha traf die Gruppe mit Aktivist/innen, Politiker/innen, Botschaftern und Botschaftsangehörigen, Partner/innen der Heinrich-Böll-Stiftung und ihren Mitarbeiter/innen zusammen, die vielfältige Einblicke in die komplexen Strukturen Thailands, Myanmars und Kambodschas und in aktuelle Probleme der Region ermöglicht haben: von Umweltschutz und Verteilungsfragen in der Mekong-Region angefangen, bis hin zu den hochaktuellen und bestürzenden Problemen mit Landgrabbing in Kambodscha. Neben der thailändischen Hauptstadt besuchte die Gruppe Phnom Penh, bereiste den Nordosten Kambodschas mit Stationen in der Provinz Mondulkiri und Kratie sowie zum Abschluss Siem Reap mit den Tempelanlagen von Angkor.


Begegnungsreise nach Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien vom 28.9. bis 8.10.2011

Die Begegnungsreise 2011 führte die Freundinnen und Freunde in drei Länder des ehemaligen Jugoslawien. Betreut wurde die Gruppe jeweils ganz exzellent von den Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Sarajevo, Belgrad und Zagreb. Neben den drei Hauptstädten führte die Reise die Gruppe nach Srebrenica, Novi Sad und Vukovar und erlaubte berührende, bestürzende und hoffnungsvolle Ein- und Ausblicke in die drei Nachfolgestaaten, die sich auf ganz unterschiedlichen Positionen auf dem Weg in die EU befinden. Die Aussichten auf eine Mitgliedschaft in der EU und die nötigen (Reform-)Voraussetzungen dafür waren  - neben der Aufarbeitung der Kriegsfolgen - ein Schwerpunkt in den Gesprächen mit Menschenrechtlerinnen, LGBTI-Aktivist_innen, Politikern und anderen Partnern der Böll-Stiftung vor Ort.


Politische Begegnungsreise nach Kiew, 2.-7. September 2010

In der ersten Septemberwoche 2010 fuhren die Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung nach Kiew, um die Details der Stiftungsarbeit vor Ort kennen zu lernen, die innen- und außenpolitische Lage der Ukraine besser zu verstehen und Einblicke in Demokratisierungsprozesse, Menschenrechtsdiskurse und Klima- und Energiepolitik zu erhalten.

Den gesamten Reisebericht können Sie hier lesen. Im Rahmen der Begegnungsreise entstanden auch zwei Radiobeiträge von Christoph Richter:


Begegnungsreise nach Israel und Palästina vom 13. bis 23. März 2010

Wegen der großen Nachfrage in 2009 wurde die Reise wiederholt und stieß wieder auf sehr starke Resonanz. In den internen Diskussionen gab es Kritik an der rabiaten Machtpolitik der Israelis. Aber es gab auch Verständnis für diese Machtpolitik: Keine Macht der Welt wird auf die Durchsetzung eigener Interessen mit Hilfe seiner Macht verzichten, wenn er für den Verzicht der Machtpolitik keine Gegenleistung erhält. Wieweit ist Deutschland verpflichtet, sich als Land der Täter gegenüber den Opfern zurück zu halten oder hat es gerade die Verantwortung, eine solche Machtpolitik zu kritisieren? Die Auffassungen auch dazu waren in der Gruppe sehr different. Reiseimpressionen und Reflexionen von den Mitreisenden Sybille Volkholz und Uwe Günther.


Begegnungsreise nach Israel und Palästina vom 5. bis 15. März 2009

Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung (Gremienmitglieder, Vertrauensdozentinnen sowie andere überwiegend in Politik, Verwaltung und Wissenschaft Tätige) fuhren nach Israel und Palästina, um die Stiftungsarbeit vor Ort kennen zu lernen und in Gesprächen, Diskussionen und Besichtigungen ein tieferes Verständnis der aktuellen politischen Entwicklungen zu erlangen. Die Reise fiel sieben Wochen nach dem Gaza-Krieg und drei Wochen nach den Knesset-Wahlen in die Zeit der israelischen Regierungsbildung und der Verhandlungen der Hamas und der Fatah über eine Einheitsregierung. Der Nahost-Konflikt und die weitere politische Entwicklung standen somit im Zentrum der Gespräche mit israelischen und palästinensischen PartnerInnen der Stiftung, PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen und JournalistInnen. In deren Verlauf vermittelten sich immer mehr Facetten des Konflikts und der verschiedenen Perspektiven darauf und die Bedingungen und Hindernisse für eine Zwei-Staaten-Lösung oder einen multinationalen Staat wurden deutlich.


Begegnungsreise nach Irland vom 28. April bis 5. Mai 2008

Die Reise vom 28.4.-5.5.2008 führte nach Irland und stellte als literarisch-politische Begegnung mit Irland und Heinrich Böll eine Besonderheit dar. Anlass war das 50. Jubiläum des Irischen Tagebuches von Heinrich Böll. Die Reise führte zu von Heinrich Böll literarisch beschriebenen Orten, integrierte das Weekend Event auf Achill Island und vermittelte Impressionen von Landschaften. 


Begegnungsreise nach Georgien und Aserbaidschan vom 6. bis 14.Oktober 2007

Stationen der Reise waren Tbilisi und Baku. Die Reise in den südlichen Kaukasus führte in eine Region mit großen Demokratisierungsproblemen und mit drei offenen ethnopolitischen Konflikten, aber auch in eine Region, die in den letzten Jahren im Zuge des weltweiten geopolitischen Wettstreits um Energieressourcen und -transportwege einen hohen Bedeutungszuwachs erfuhr. Auf dem Programm standen der Besuch des Stiftungsbüros in Tbilisi und Begegnungen mit ProjektpartnerInnen. Es wurden Gespräche über die aktuelle Entwicklung, insbesondere über Themen wie Stand der Demokratisierung, Abchasien-Konflikt, Europäische Nachbarschaftspolitik, Öl und Menschenrechte und der Karabach-Konflikt mit Vertretern von NGOs geführt, u.a. Green Alternative, Women’s Political Resource Centre, Assoziation zum Schutz der Frauenrechte, Aserbaidschanisches Menschenrechtszentrum und Society for the Defence of Women´s Rights.


Begegnungsreise in die Türkei vom 30. September bis zum 8. Oktober 2006

Stationen der Reise waren Istanbul, Ankara und Diyarbakir. Das Programm beinhaltete den Besuch des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Istanbul, Begegnungen mit ProjektpartnerInnen, Gespräche mit MitarbeiterInnen von Think Tanks, mit JournalistInnen und mit VertreterInnen der Regierung, der Europäischen Kommission und der Parteien. Zu den Themenschwerpunkten gehörten der EU-Beitrittsprozess und die europäische Nachbarschaftspolitik, die Lage der Menschenrechte und von Minderheiten, Islam und Politik. Großen Eindruck bei der Reisegruppe hinterließ die von den meisten Gesprächspartnern geäußerte Hoffnung auf einen zügigen Verhandlungsprozess mit der EU bzw. auf einen EU-Beitritt.


Begegnungsreise nach Südafrika vom 2.bis 14. Oktober 2005

Ziel der Reise war es, die Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung in der Region kennen zu lernen. Im Vordergrund standen die Themen Energie- und Frauen-/Genderpolitik; dabei insbesondere das Problemfeld Gewalt gegen Frauen, das in Südafrika eng mit dem Thema Aids verknüpft ist. Zum Programm gehörten Besuche bei ProjektpartnerInnen, Gespräche und Diskussionen mit PolitikerInnen über die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation sowie Exkursionen zu einem Atomkraftwerk, in ein Weinanbaugebiet und in einen Nationalpark. Stationen der Reise waren Johannesburg, Pretoria und Kapstadt.


Begegnungsreise nach Brüssel vom 29. Mai bis 01. Juni 2005

In den Gesprächen mit wichtigen Akteuren in Brüssel, mit den grünen EU-Parlamentariern Dany Cohn-Bendit, Gisela Kallenbach, Heide Rühle, Sepp Kussttascher und Milan Horacek, mit VertreterInnen der EU-Kommission und von Nichtregierungsorganisationen bekamen die Reisenden innerhalb von drei Tagen einen guten Überblick über die wichtigsten Themen. Ebenso gelang es ihnen, ein wenig hinter die Kulissen der großen politischen Bühne zu schauen. Der Besuch der grünen EU-Fraktion während ihrer aktuellen politischen Debatte über die Ablehnung der EU-Verfassung in Frankreich am Tag zuvor war ein Höhepunkt der Reise. Der Besuch des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung und ein historisch-politischer Stadtrundgang durch Brüssel waren weitere Programmpunkte.


Begegnungsreise nach Polen vom 18. bis 25. Juli 2004

Reiseziele waren Warschau, Krakau und Breslau sowie das Konzentrationslager Auschwitz. Hauptthema bei allen Begegnungen, Gesprächen und Diskussionen mit ProjektpartnerInnen der Heinrich-Böll-Stiftung, mit JournalistInnen, PolitikerInnen und WissenschaftlerInnen von Think Tanks war die Sorge um die Verschlechterung des deutsch-polnischen Verhältnisses. Neben dem geplanten Zentrum gegen Vertreibungen und den Aktivitäten der Preußischen Treuhand sorgten die Äußerungen und die Berliner Veranstaltung von Erika Steinbach rund um den 60. Jahrestag des Warschauer Aufstandes in Polen für enorme Irritationen. Selbst bei unseren polnischen GesprächspartnerInnen, die sich jahrelang für eine Aussöhnung mit Deutschland eingesetzt haben, wurde damit die Befürchtung geweckt, die historische Verantwortung Deutschlands für den zweiten Weltkrieg soll wieder umgeschrieben werden. Sie alle hatten die Bitte und Hoffnung, dass von deutscher Seite die polnische Reaktion verstanden und alle Entschädigungs- und Rückgabeforderungen eindeutig unterbunden werden.


Begegnungsreise nach Brasilien vom 3. bis 16. Oktober 2003

Stationen der Reise waren Rio de Janeiro, Belém und Brasilia, viele Gespräche mit PartnerInnen der Stiftung, mit VertreterInnen von NGOs, von Parteien und der Regierung Lula. Die Teilnehmer/innen besichtigten das Atomkraftwerk und besuchten ein Camp der Landlosenbewegung und kleinere Gemeinden in der Amazonasregion. Sie gewannen einen Einblick in die Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung und deren Wirkung. Sie informierten sich über die Menschenrechtslage und diskutierten über Fragen Nachhaltiger Entwicklung und über die Chancen der neuen Regierung für einen Politikwechsel in der Sozial-, Wirtschafts- und Umweltpolitik.


Politische Bildungsreise Washington & New York vom 16. bis 23. Juni 2002

Auf dem Programm in Washington standen Gespräche bei der Deutschen Botschaft, dem State Department, der Weltbank, dem Internationalen Währungsfonds und mit weltbankkritischen Nichtregierungsorganisationen. In  New York besuchte die Gruppe die UN-Frauenorganisation und führte Gespräche mit der deutschen UN-Mission, Human Rights Watch, mit dem global policy forum und dem American Jewish Committee. Die Teilnehmer/innen konnten sich auf dieser Reise ein Bild über die Veränderungen der amerikanischen Gesellschaft nach dem 11. September machen und sich mit Fragen der Innen- und Sicherheitspolitik der USA, der transatlantischen Beziehungen und der Globalisierung beschäftigen. Neben den vielen interessanten Begegnungen, die das Büro in Washington organisiert hat, blieb auch Zeit für gemeinsame Besichtigungen, der Mall in Washington, dem Hafen von Baltimore, dem east village in New York und Harlem.


Begegnungsreise nach Prag vom 5. bis 8. September 2002

Nicht zuletzt als einen Akt der Solidarität mit den PragerInnen fuhr die Reisegruppe (mit einem Kleinbus, da die Zugverbindung unterbrochen war) trotz der Einschränkungen wegen der Flutkatastrophe nach Prag. In zahlreichen Gesprächen mit Kooperations- und ProjektpartnerInnen der Stiftung hatten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, die Situation des EU-Beitrittslandes Tschechien zu beleuchten und zu reflektieren sowie sich über den ökologischen Landbau zu informieren.