Kommunale Strategien für die Energieunabhängigkeit

Integrierte Klimaschutzkonzepte als Handlungsgrundlage für politische Entscheidungsträger

27. Oktober 2008
Von Martin Betzold
Von Martin Betzold

Steigende Energiepreise, die zunehmende Abhängigkeit von fossilen Ressourcen und der Umstand des anthropogenen Klimawandels zwingen uns vom Umdenken zum Handeln. Auf EU-, Bundes-, Landes- und Landkreisebene wurden Klimaschutzziele definiert und stehen nun zur Umsetzung an.

Insbesondere im Bereich Energie stehen Kommunen und Landkreise vor einer großen Gestaltungsaufgabe. Neben der kontinuierlichen Senkung des Energieverbrauchs durch Energiesparen und der Steigerung der Energieeffizienz steht der Ausbau der erneuerbaren Energien durch die Nutzung regionaler Potentiale im Vordergrund. Unser Angebot beruht auf dem 3E Prinzip.

Green City Energy bietet Kommunen in Partnerschaft mit Identität & Image und im Rahmen eines integrierten Klimaschutzkonzeptes gemäß den Förderrichtlinien der nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit die Erstellung eines Energienutzungsplanes als kommunales Planungsinstrument an. Das Dienstleistungsangebot besteht aus einer Serie von Bausteinen die je nach Bedarf individuell zusammengestellt werden können. Alle Bausteine ergeben zusammen ein umfassendes, integriertes Klimaschutzkonzept und beschreiben einen ökologisch sinnvollen und wirtschaftlich gangbaren Weg in die Energieunabhängigkeit.

Integrierte Klimaschutzkonzepte - Zukunftswege für Kommunen
Bislang wurden auf kommunaler Ebene bereits eine Vielzahl von Anstrengungen für den Klimaschutz unternommen, selten jedoch wurden diese Anstrengungen gebündelt und strategisch optimiert umgesetzt.

Verknüpfung von Klimaschutzmaßnahmen
Doch genau diese Verknüpfung unterschiedlichster Klimaschutzaßnahmen wie beispielsweise zur Verkehrsreduktion, zur Wärmedämmung kommunaler Liegenschaften oder Informationsveranstaltungen zur Mobilisierung der Bürger müssen aufeinander abgestimmt sein. Nur dann können Kommunen und Bürger gemeinsam den Weg in die Energieunabhängigkeit beschreiten.
Ferner ist es von zentraler Bedeutung, die Maßnahmenpakete über viele Jahre zeitlich zu planen um die richtige Schrittfolge einzuhalten. Die meisten der Maßnahmen sind nicht kurzfristig umsetzbar und bedürfen einer langen Vorbereitungsphase.

Handlungsorientierter & pragmatischer Ansatz
Integrierte Klimaschutzkonzepte sind keine wissenschaftlichen Studien die man sich als politischer Entscheidungsträger ins Regal stellt, ohne eines der Ergebnisse umzusetzen. Integrierte Klimaschutzkonzepte sind vielmehr Handbücher für politische Entscheidungsträger. Ander gesagt: Sie sind der Fahrplan in die Energieunabhängigkeit.

Die Vorteile integrierter Klimaschutzkonzepte auf einen Blick:

  • Komplett-Lösung aus einer Hand
  • Zuschnitt auf die Förderrichtlinien BMU
  • Förderung der Konzeption und der Umsetzung in Höhe von bis zu 80% der Kosten
  • Langfristige Stärkung der Kommune durch Energieunabhängigkeit und Energiesicherheit
  • Schaffung von Bewusstsein und Identifikation mit der eigenen Kommune durch partizipativen Ansatz
  • Wegbereiter & Pionier-Sein schafft Öffentlichkeit
  • Verbindung von High-Tech & High-Quality
  • Schaffung von regionalen Wertschöpfungskreisläufen
  • Langfristige Steigerung der Lebensqualität und regionalen Zukunftsperspektiven
  • Professionelle, unabhängige und handlungsorientzierte Unterstützung
  • Extrem umsetzungsorientiertes Arbeiten führt zu raschen Ergebnissen
  • Durch hohe Förderung sehr kostengünstig bei hoher Hebelwirkung des Investments
  • Orientierung, Road Map, Fahrplan

Die Botschaft, die von Kommunen ausgeht, die integrierte Klimaschutzkonzepte anwenden, ist unmissverständlich: Wir packen es an! Wir wollen eine klimafreundliche, zukunftssichere und preisstabile Energieversorgung aus heimischen Quellen!

Wer und Was wird gefördert?
Gegenstand der Förderung ist zum einen die Erstellung von Klimaschutzkonzepten sowie die Beratung und Begleitung bei der Umsetzung dieser Konzepte.
Gefördert werden:

  • die Erstellung von umfassenden Klimaschutzkonzepten, die Potenziale, Ziele und Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasen in den verschiedenen Handlungsfeldern darstellen. Förderfähig sind auch Teilkonzepte, die sich auf wichtige Schwerpunktbereiche beziehen (zum Beispiel integrierte Wärmenutzungskonzepte, Konzepte zur Motivation klimaschonenden Verbrauchs- und Nutzungsverhaltens) und mittelfristig als Baustein für ein umfassendes Klimaschutzkonzept dienen;
  • die beratende Begleitung der Umsetzung von Klimaschutzkonzepten oder Teilkonzepten durch unabhängige Dritte während des Förderzeitraums.

Die Förderprojekte sollen sich auf größere Einheiten beziehen, um Klimaschutzpotenziale breit und möglichst effizient zu erschließen. Anhaltspunkte für eine geeignete Projektgröße sind die Gemeindegröße (in der Regel mehr als 10.000 Einwohner), die Anzahl der betrachteten Liegenschaften (mindestens 10 Liegenschaften oder 10.000 m2) oder die angestrebten einzusparenden Tonnen CO2-Äqivalent. Förderfähig sind auch Projekte mehrerer Träger, die sich zu Klimaschutzzentren zusammenschließen und relevante Vorhaben gemeinsam durchführen.

Besondere Fördervoraussetzungen:
Klimaschutzkonzepte oder Teilkonzepte müssen Energie- und CO2-Bilanzen, Potenzialabschätzungen sowie Maßnahmenkataloge und Zeitpläne zur Minderung von Treibhausgasen umfassen. Die Konzepte sollen ein signifikantes Einsparpotential aufzeigen und unter Beteiligung der relevanten Akteure erstellt worden sein.

Umfang und Art der Förderung:
Der maximale Förderzeitraum beträgt drei Jahre. Bemessungsgrundlage für die im Wege der Projektförderung vorgesehene Zuwendung sind die im Einzelfall als zuwendungsfähig anzuerkennenden projektbezogenen Ausgaben bzw. Kosten. Im Regelfall können nicht rückzahlbare Zuschüsse in Höhe von bis zu 80 % der zuwendungsfähigen Ausgaben bzw. Kosten gewährt werden. Zuwendungsfähig sind Sach- und Personalkosten externer Dienstleister oder von Personal, das im Rahmen des Projektes zusätzlich eingestellt wird.

Die komplexen Angebotsstrukturen der energiewirtschaftlichen Seite integrierter Klimaschutzkonzepte werden im Folgenden aufgeschlüsselt und erklärt.

Energiezuwendungsplan "Energiewendeplus"
Kommunale Entscheidungsträger benötigen ein also Planungsinstrument für die Ent-wicklung von Handlungsstrategien auf dem Weg in die Energieunabhängigkeit. Der Energienutzungsplan „EnergiewendePlus“ von Green City Energy liefert eine umfas-sende energetische Analyse von Nutzungsräumen unter Einbeziehung aller notwendigen Parameter.  Der Energienutzungsplan untergliedert sich in drei Kernbereiche:

Baustein A І Energieatlas: Detailanalyse des Ist-Energieverbrauchs und des zukünftigen Energiebedarfs

  • Die Ermittlung des Energiebedarfs von Kommunen und Landkreisen ist als Basis für ein Energiewendekonzept von grundlegender Bedeutung. Nur wenn über den aktuellen und zukünftigen Bedarf von Energie detaillierte Daten vorliegen, können Effizienzmaßnahmen geplant und Einsparpotentiale realisiert werden. Zu unserem Angebot zählt neben der Erstellung eines Wärmekatasters und ei-ner Stromverbrauchsmatrix auch die Erstellung einer Gesamtenergiebilanz.

Baustein B І Energiepotenzialanalyse: Regionale Ausbaupotenziale für Erneuerbarer Energien ermitteln

  • Kern der Energiepotenzialanalyse ist die Ermittlung des verfügbaren Energie-potenzials aus erneuerbaren Quellen. Dabei geht es vor allem um die Feststel-lung nutzbarer kommunaler und privater Potenziale. Die Umsetzung der Poten-ziale in Energieanlagen setzt die Identifikation und Einbindung der lokalen Ak-teure voraus und ist Teil der Energiepotenzialanalyse.

Baustein C І Energiekonzept: Handlungsstrategien für die Energieunabhängigkeit entwickeln

  • Das Energiekonzept überführt die beiden vorangegangenen Bausteine in ein Handlungskonzept unter Berücksichtigung der lokalen Rahmenbedingungen. Gemeinsam mit dem Projektpartner werden konkrete Lösungswege für eine durchgängige Energieversorgung auf Basis erneuerbarer Energien erarbeitet und können dann in einer anschließenden Umsetzungsphase im Rahmen des integrierten Klimaschutzkonzeptes realisiert werden.

 

Grundsätzlich fungiert Green City Energy als beratendes Unternehmen, kann sich aber in der Projektrealisierung als Projektentwickler und Projektfinanzierer mit seinen Kernkompetenzen einbringen. Green City Energy steht für den Umbau der Energieversorgung auf 100% erneuerbare Energien. Über Form und Rolle der Beteiligung ist gesondert mit den Projektpartnern zu beraten.

Martin Betzold

ist Geschäftsführer der Green City Energy GmbH