Argentinien: Ungewissheit über nukleare Zukunft


Das argeninische Kernkraftwerk Atucha,  Provinz Buenos Aires, besteht aus zwei Reaktorblöcken. Block 1 ging am 19. März 1974 in Betrieb. Mit dem Bau beschäftigt war großteils die deutsche Kraftwerk Union AG. Im Jahr 2000 gewährte Deutschland eine Hermes-Bürgschaft für Reparaturarbeiten im Reaktorblock 1. Foto: Watsonpatricio. Creative-Commons-Lizenz BY-SA 3.0 . Original: Wikimedia Commons

24. April 2011
Von MIchael Álvarez Kalverkamp

Argentinien war eines der ersten Länder weltweit, die seit den 1950er Jahren darangingen, eine nukleare Infrastruktur aufzubauen - in den Anfangsjahren mit Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung und verschiedene Anwendungen außerhalb des Energiesektors. Bis zum Fukushima-Störfall in Japan am 11. März 2011 standen die Nuklearaktivitäten Argentiniens jedoch nicht eigentlich im Zentrum öffentlicher Debatten. Sie werden aber – hauptsächlich von der politischen Elite und einigen Medien – als wertvolle Brückentechnologie zu anderen High-Tech-Anwendungen und als wesentlicher Teil des wissenschaftlich-technischen Fortschritts angesehen, obwohl sie weder für die Wirtschaft von tiefgreifender Bedeutung sind, noch eine militärische Nutzung oder Weiterverbreitung von Kernwaffen jemals wirklich intendiert waren. Nur ca. 7 Prozent der gesamtnationalen Energieerzeugung stammen aus der Produktion der drei argentinischen Kernkraftwerke. Nach Fukushima und im Kontext möglicher finanzieller Restriktionen in den kommenden Jahren scheint es nunmehr weniger wahrscheinlich, dass die anspruchsvolle Kernkraftwachstumsplanung von mindestens zwei weiteren 700plus-Megawatt-Reaktoren, die die Regierung 2010 angekündigt hat, wirklich in die Tat umgesetzt wird.

Lesen Sie den vollständigen Artikel des Leiters des Cono-Sur-Büros der Heinrich-Böll-Stiftung, Michael Álvarez Kalverkamp auf Englisch