Die Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung im Nahen Osten und Nordafrika

Cairo and Alexandria, Egypt at NightNaher Osten und Nordafrika nachts aus dem Weltall. Urheber/in: NASA . Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Heinrich-Böll-Stiftung ist in der Region Nahost und Nordafrika mit insgesamt fünf Büros in Tel Aviv, Ramallah, Beirut, Tunis und Rabat vertreten. Von dort aus fördert sie Partnerprojekte in Israel, Palästina, Jordanien, Libanon, Syrien, Irak, Tunesien, Ägypten und Marokko. Das Iran-Programm der Stiftung wird von Berlin aus gesteuert.

Die Programmarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung basiert auf langfristigen und nachhaltigen Kooperationen mit Partnerorganisationen in der Region. Wir unterstützen zivilgesellschaftliche Akteure und Initiativen vor Ort, die sich in ihren jeweiligen Ländern für ein friedliches, demokratisches, geschlechtergerechtes und ökologisch nachhaltiges gesellschaftliches Zusammenleben einsetzen. Dabei verstehen wir uns als Prozessbegleiter und Impulsgeber unserer Partnerinnen und Partner. Flankiert wird die Programmarbeit in der Region von den Dialog- und Vernetzungsangeboten der Zentrale in Berlin, mit denen die Stiftung den Austausch zwischen Deutschland und den Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas fördert.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Arbeit in der Region sind Demokratie und Menschenrechte, Geschlechtergerechtigkeit, Umweltgerechtigkeit, Konfliktbearbeitung sowie Kultur und Dialog.

Die politischen Umbrüche des Arabischen Frühlings haben die Region nachhaltig verändert, auch wenn sich die Hoffnungen auf eine rasche Demokratisierung größtenteils nicht erfüllt haben. Während Tunesien bislang einen erfolgversprechenden Transitionsprozess durchläuft, erlebt Ägypten eine Wiederkehr autokratischer Herrschaft. In Syrien ist der zunächst friedliche Aufstand gegen Präsident Baschar al-Assad und die regierende Baath-Partei in einen blutigen Bürgerkrieg umgeschlagen, der bereits hunderttausende Todesopfer gefordert und Millionen Syrerinnen und Syrer zu Flüchtlingen gemacht hat.

Besonders betroffen von diesem Konflikt ist der Libanon, der weltweit zum Land mit der höchsten Flüchtlingsdichte geworden ist. Gleichzeitig sind durch den Arabischen Frühling aber auch neue Formen des zivilgesellschaftlichen Engagements entstanden, die ein Momentum für progressive Ideen geschaffen haben. Gemeinsam mit ihren Partnerinnen und Partnern begleitet die Heinrich-Böll-Stiftung die politischen Entwicklungen in den Ländern der Region und tritt für politische, soziale und ökologische Teilhabe ein. Ein besonderer Schwerpunkt der Arbeit ist die Stärkung der Geschlechterdemokratie.

Im Regionalprogramm der Stiftung nehmen Israel und Palästina eine besondere Rolle ein. Ein wichtiger Schwerpunkt des Büros in Tel Aviv ist die Förderung des deutsch-israelischen Verhältnisses vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte und den besonderen Beziehungen der beiden Staaten. Darüber hinaus ist der Nahost-Konflikt eins der zentralen Themenfelder für die Arbeit der Büros in Tel Aviv und Ramallah. Mit Empathie für die Bedürfnisse der Menschen in Israel und Palästina unterstützt die Heinrich-Böll-Stiftung auf beiden Seiten Partnerinnen und Partner, die sich für eine friedliche Lösung des Konflikts einsetzen, die Brücken bauen und zu einer gegenseitigen Verständigung beitragen.

Ein neuer Schwerpunkt in der Region ist der demokratische Umgang mit natürlichen Ressourcen und die Erschließung von regenerativen Energiequellen. Insbesondere in Nordafrika werden diese Themen zunehmend diskutiert und von zivilgesellschaftlichen Gruppen aufgegriffen. Die Stiftungsbüros in Tunis und Rabat beteiligen sich an der Debatte und unterstützen Partnerinnen und Partner, die auf ein nachhaltiges und transparentes Ressourcenmanagement hinarbeiten.

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In unserem Regionalflyer finden Sie Informationen zu den Arbeitsbereichen und Schwerpunktsetzungen unserer fünf Büros sowie zum Iran-Programm der Heinrich-Böll-Stiftung.

 

 

 

 

Büro Nordafrika, Tunis

Büro Israel, Tel Aviv

Büro Arabischer Naher Osten, Ramallah, Palästina

Büro Mittlerer Osten, Beirut, Libanon

Büro Marokko, Rabbat

 

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