Landwirtschaft anders - Unsere Grüne Woche 2013

Dossier: Landwirtschaft anders

Landwirtschaft anders - Unsere Grüne Woche

Die Landwirtschaft der Zukunft muss die Quadratur des Kreises schaffen: Mit geringerem Ressourcenverbrauch und weniger Umweltschäden muss sie weltweit immer mehr Menschen ernähren.

Diese Gleichung wird nicht ohne eine grundlegende soziale und ökologische Umgestaltung der landwirtschaftlichen Produktion und der westlichen Ernährungsgewohnheiten aufgehen. So ist der Zusammenhang zwischen jahrzehntelanger intensiver Landwirtschaft, der Zerstörung der biologischen Vielfalt, Hunger und ländlicher Armut längst in vielen Ländern der Welt zu beobachten. Der weltweit gestiegene Fleischkonsum und die Massentierhaltung verschärfen diese Entwicklungen noch.

Dennoch: Durch die drastisch steigende Nachfrage nach Agrarprodukten als Nahrungs- und Futtermittel sowie neuerdings auch als Energieträger, war die intensive Landwirtschaft nie lohnender als heute. Resultat ist, dass die ökologischen Grenzen des Planeten immer weiter in Bedrängnis geraten und viele Kleinbäuerinnen und -bauern im globalen Süden ihre Existenzgrundlage verlieren.

Wir wollen Landwirtschaft anders denken!

Fleischatlas

Publikation

Fleischatlas - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel

- 7. Januar 2013 -

Was hat das Schnitzel auf unserem Teller mit ländlicher Armut in Kamerun zu tun? Wieviele Schweine isst eine Deutsche in ihrem Leben? Fragen wie diese lassen sich nicht allein durch einen Blick auf die Wurstverpackung beantworten. Der neue Fleischatlas gibt mit Texten und Infografiken Einblicke in die globalen Zusammenhänge, die mit dem alltäglichen Fleischkonsum verbunden sind.

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Konferenz

Rede und Präsentation

Strategien für ökologische und faire Investitionen in der Landwirtschaft

- 16. Januar 2013 - Die Preise für landwirtschaftliche Produkte werden weiter steigen, immer mehr Investoren wollen von den wachsenden Renditen profitieren, die Intensivierung der Landwirtschaft nimmt weiter zu. Um einen Wandel in der Landwirtschaft einzuleiten, müssen private wie öffentliche Gelder in sozial verträgliche und ökologisch nachhaltige Bahnen gelenkt werden.  Christine Chemnitz mehr»

Galerie: Agriculture in Transition

Beiträge

Kommentar

Landwirtschaft – Machtlos? Macht los!

- 7. Januar 2013 - In der Nahrungsmittelproduktion erleben wir derzeit eine ungeheure ökonomische Machtkonzentration. Es sind weltweit nur wenige Konzerne, die den Agrarsektor und die Nahrungsmittelindustrie beherrschen. Will die Politik Armut und Hunger nachhaltig bekämpfen, muss sie diesem Unlgeichgewicht entgegenwirken. Barbara Unmüßig mehr»

Kommentar

"Global Forum for Food and Agriculture": Hier wächst zusammen, was nicht zusammen gehört

- 7. Januar 2013 -

Das Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) auf der Grünen Woche ist ein Beispiel dafür, wie unter Schwarz-Gelb die Grenzen zwischen Regierung und Agrarlobby verschwimmen. So bleibt nicht nur die interessierte Öffentlichkeit außen vor, sondern auch NGOs und Vertreter der ökologischen, umwelt- und tiergerechten Landwirtschaft sucht man vergebens.

Friedrich Ostendorff mehr»

Zurück zu den Wurzeln

- 10. Januar 2013 - Das westafrikanische Niger ist von Dürren und Überflutungen gebeutelt. Dennoch erwirtschafteten die Bauern und Bäuerinnen 2011 einen Getreideüberfluss - einer einfachen und alten Technik sei dank. Während des Kolonialismus fast vergessen, sorgt Re-Greening nun für fruchtbare und widerstandsfähige Böden.
Christine K mehr»

Landwirtschaft im Umbruch?

- 7. Januar 2013 - Noch nie wurde so viel Mineraldünger verwendet wie heute. Dabei ist gerade der Mineraldünger wegen seiner negativen Wirkungen auf Boden und Umwelt das Betriebsmittel mit der wohl geringsten Nachhaltigkeit. Die ökologischen und ökonomischen Signale hierfür sind eindeutig - deshalb kommt es auf ein strategisches Umdenken in der Agrarpolitik an.  Johannes Kotschi mehr»

Brasilien: Naturschutz durch Handel mit Zertifikaten?

- 11. Januar 2013 - Im Dezember letzten Jahres ging die Bolsa Verde do Rio de Janeiro (BVRio) offiziell an den Start. Befürworter sehen in der BVRio den Weg, brasilianische Großgrungbesitzer und Konzerne dazu zu bewegen, Umweltgesetzgebungen einzuhalten. Für Kritiker/innen markiert die BVRio eher den Anfang vom Ende einer rechtsverbindlichen Umweltgesetzgebung.  Jutta Kill mehr»

EU-Handelspräferenzen im Agrarsektor und Land Grabbing in Kambodscha

- 7. Januar 2013 - Der zollfreie Export von Zucker aus Kambodscha in die EU erweckte die Hoffnung, zur Armutsbekämpfung beitragen zu können. Doch statt der kambodschanischen Landbevölkerung profitieren ausländische Zuckerkonzerne von der Zollfreiheit, indem sie sich Land zu eigen machten. Ansässige Familien wurden hierbei mit teilweise brutalen Methoden von ihrem Ackerland vertrieben.
Manfred Hornung mehr»
Kuh

Von Fleisch und Fairness – Innovationen für eine ökologische EU-Agrarpolitik

- 15. März 2011 - Der Ansatz der EU-Kommission, die Reform der EU-Agrarpolitik im Dialog mit breiten gesellschaftlichen Gruppen zu entwickeln, ist neu und bietet gute Chancen für grundlegende Veränderungen. Nun muss ess die Aufgabe der Agrarminister aller EU-Länder werden, auch auf nationaler Ebene den Anliegen von Umwelt-, Verbraucher- und Entwicklungsverbänden Gehör zu schenken. Christine Chemnitz und Tobias Reichert mehr»

Video: Agraprofit

Der Kurzfilm dokumentiert eine Guerilla-Aktion auf dem Wochenmarkt einer deutschen Großstadt. Produziert wurde er als Teil der Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr!" von Naturland und dem Weltladen-Dachverband. Mehr zur Kampagne unter http://agraprofit.de.

Weitere Publikationen

E-Paper

Privatizing the Governance of “Green Growth”

- November 26, 2012 -

Big transnational corporations do what they can to stick to and increase their power in the natural resources sector and promote that as “Green Growth”. How can civil society react to that? In their paper Nancy Alexander and Lili Fuhr analyse the state of the development and formulate questions for a debate. 

Nancy Alexander, Lili Fuhr more»

Essay

Haben oder Nichthaben

- 18. Juni 2012 - Die Verteilungskämpfe über die Nutzung der knapper werdenden natürlichen Ressourcen der Erde sind in vollem Gange. Gegen Machtungleichgewichte, Regulierungs- und Demokratiedefizite, blinde Technologiegläubigkeit und Konzernmacht bedarf es einer alternativen, sozial gerechten und ökologisch nachhaltigen Ressourcenpolitik. Christine Chemnitz und Lili Fuhr mehr»

Für eine sozial und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft

- 19. Oktober 2011 - Die Agrarpolitik der EU muss grundsätzlich neu ausgerichtet werden. Neues Leitbild muss eine sozial und ökologisch nachhaltige Landwirtschaft sein. Eine zukunftsgerichtete Agrarpolitik hat nicht nur die Aufgabe, Nahrungsmittel zu produzieren, sie muss auch Kulturlandschaften pflegen, öffentliche Güter bereitstellen, dezentral Energie erzeugen, lebendige ländliche Räume schaffen und für ausreichende Einkommen sorgen. mehr»

Four Years after the World Food Price Crisis: The Governance of World Food Security

- October 14, 2011 - The 2007–2008 world food price crisis caused political and economical instability and social unrest in both poor and developed nations. This was only the latest example for a functioning food system being an indispensable pillar of a stable economy and a society capable of reproducing itself. A new study outlines steps how the intergovernmental Committee on World Food Security could be expanded towards a politically relevant international steering committee. Nora McKeon more»
Cover: How to feed the World´s growing Billions

Publication

Study: How to feed the World´s growing Billions

- May 16, 2011 - This study aims to clarify the methods used and the assumptions made in the FAO world food projections, which forecast the need for a 70 % production increase between 2005/07 and 2050, as well as to discuss the implications of this figure. more»
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