World Nuclear Industry Status Report vorgestellt: Kosten für Atomkraft gehen durch die Decke












11. Juli 2013



Heute wurde im Europäischen Parlament in Brüssel der "World Nuclear Industry Status Report 2013“ (WNISR) vorgestellt. Der Bericht gibt einen umfassenden empirischen Überblick über die internationalen Entwicklungen im Bereich der Atomenergie. Darüber hinaus vermittelt er aktuelle Informationen über die nach wie vor bedrohliche Sicherheitslage im havarierten Atomkomplex Fukushima.

Auf der Pressekonferenz in Brüssel erklärte Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung: "Die Mär von einer globalen Renaissance der Atomenergie hält den Tatsachen nicht stand. Während die erneuerbaren Energien weltweit einen Aufschwung erleben, sinkt die Stromproduktion aus Atomkraftwerken.

Im letzten Jahr wurde in Deutschland, China, Japan und Indien zum ersten Mal mehr Strom aus regenerativen Energiequellen als Atomstrom erzeugt. Der Anteil der Atomkraft am Primärenergieverbrauch sinkt kontinuierlich, während zugleich die Kosten für neue Atomkraftwerke durch die Decke gehen. Atomenergie ist weder sicher noch wirtschaftlich. Das zeigt sich auch am Absturz der Aktienwerte der französischen Atomriesen EDF und Areva, die seit 2008 um mehr als 80 Prozent gesunken sind.

Deshalb ist der Ausstieg aus der Atomkraft eine richtige Entscheidung. Er schafft Planungssicherheit für den weiteren Ausbau der Erneuerbaren Energien. Diesen gehört die Zukunft."

Der World Nuclear Industry Status Report 2013 wurde von der Heinrich-Böll-Stiftung finanziell unterstützt.

 

Pressekontakt
Ramona Simon
Pressesprecherin Heinrich-Böll-Stiftung
E simon@boell.de
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