Andreas Reckwitz
Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie

Andreas Reckwitz studierte Soziologie, Politikwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Bonn, Hamburg und Cambridge. Nach der Promotion 1999 und der Habilitation 2005 in Hamburg war er von 2005 bis 2010 Professur für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Universität Konstanz, von 2010 bis 2020 Professor für Kultursoziologie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/ Oder und ist seit 2020 Professor für Allgemeine Soziologie und Kultursoziologie an der Humboldt-Universität Berlin. Er hatte zahlreiche Fellowships und Gastprofessuren, unter anderem in Berkeley, London (LSE), Heidelberg, Freiburg, Wien, Witten/ Herdecke und St. Gallen. 2015 erhielt er die Opus magnum-Förderung der Volkswagenstiftung und 2017 den Bayerischen Buchpreis. 2018 war er für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und wurde als Fellow an das Thomas-Mann-House Los Angeles eingeladen. 2019 wurde er mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet.

  Die Arbeitsschwerpunkte von Andreas Reckwitz liegen im Bereich der Gesellschaftstheorie und Theorie der Moderne, der Sozialtheorie sowie der Kultursoziologie. In seinen vielfach übersetzten Büchern, darunter "Das hybride Subjekt" (Velbrück 2006; überarb. Neuausgabe Suhrkamp 2020), "Die Erfindung der Kreativität" (Suhrkamp 2012), "Die Gesellschaft der Singularitäten" (Suhrkamp 2017) und "Das Ende der Illusionen" (Suhrkamp 2019) untersucht er den sozialen und kulturellen Strukturwandel von der klassischen Moderne zur Spätmoderne in seiner Widersprüchlichkeit. Reckwitz ist Gastautor der Wochenzeitung DIE ZEIT sowie weiterer Tages- und Wochenzeitungen.