After the elections: The future of Myanmar - with Khin Zaw Win

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After the elections: The future of Myanmar - with Khin Zaw Win

Myanmar steht am Beginn einer neuen Epoche: Am 1. Februar tritt erstmals das neu gewählte Parlament zusammen, und in den folgenden Wochen wird die neue Regierung gebildet. In den ersten freien Wahlen seit über 25 Jahren stimmte die Bevölkerung Myanmars im November 2015 mit großer Mehrheit für einen demokratischen Wandel und gegen die alte Militärelite. Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi und ihre Nationale Liga für Demokratie (NLD) konnten einen klaren Wahlsieg erringen. Das Land hat nun die historische Chance, Jahrzehnte der Diktatur hinter sich zu lassen.

Doch es sind gewaltige Herausforderungen, die die Gesellschaft in Myanmar und die kommende Regierung zu bewältigen haben: Frieden zwischen der Zentrale und den ethnischen Regionen an der Peripherie zu schaffen, und das Land sozial gerecht und ökologisch vernünftig zu entwickeln stellen sich als Mammutaufgaben dar. Zugleich multiplizieren sich die offenen Fragen um die konkrete Gestaltung des Transformationsprozesses. Denn auch nach den Wahlen kontrollieren Militär und alte Eliten wichtige Positionen in Politik und Wirtschaft, und die Zivilgesellschaft, die die Regierung kontrollieren und gesellschaftliche Reformen mitgestalten kann, ist noch schwach.

Wird es Aung San Suu Kyi und ihrer Partei gelingen notwendige Reformen umzusetzen und demokratische Institutionen zu etablieren? Wie steht es um die innere Verfasstheit der zukünftigen Regierungspartei und um das Demokratieverständnis ihrer Führerin? Welche Möglichkeiten hat die neue Regierung vor dem Hintergrund des nach wie vor beträchtlichen Einflusses der alten Machthaber?

Mit:
Dr. Khin Zaw Win, politischer Analyst, Tampadipa Institute, Myanmar

(Foto: privat, all rights reserved)

Dieser Podcast ist Teil der Serie »Böll.Mitschnitt«
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