Hannah-Arendt-Preis

Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken

Hannah-Arendt, Briefmarke der Deutschen Post zum 100. Geburtstag.

Der Hannah-Arendt-Preis wird getragen von dem Verein Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V.  Über die Vergabe des Preises, der mit 10.000 Euro dotiert ist, entscheidet eine unabhängige, internationale Jury. Das Preisgeld wird von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Senat der Freien Hansestadt Bremen gestiftet.

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken wurde 1994 ins Leben gerufen. Mit der jährlichen Vergabe des Preises soll nicht nur Hannah Arendts gedacht werden, sondern auch ihre Bedeutung für die Erneuerung des politischen Denkens weiterleben. Wie kaum sonst jemand hat Hannah Arendt sich den Herausforderungen ihrer Zeit und den Schattenseiten der politischen Moderne gestellt. Ohne ihre Fähigkeit, das Unerhörte und Unbekannte der Schrecken des 20. Jahrhunderts an sich heranzulassen, wäre ihr einzigartiger und radikaler Zugang zum Totalitarismus nicht denkbar gewesen.

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ist kein akademischer, sondern ein öffentlicher Preis.

Es werden Personen geehrt, deren Wirken und Werke in der Tradition Hannah Arendts zu öffentlichem politischen Denken und Handeln beitragen. Er richtet sich an Personen, die das "Wagnis Öffentlichkeit" angenommen haben und das Neuartige in einer scheinbar sich linear fortschreibenden Welt erkennen und mitteilen.

Hannah-Arendt-Preis 2017

Hannah-Arendt-Preis 2016

Christian Teichmann ist Hannah-Arendt-Preisträger 2016

Presseinformation

Christian Teichmann hat den Preis für seine herausragenden Forschungen über die Geschichte und Strukturen der sowjetischen Herrschaft in Mittelasien unter Stalin erhalten. Der Preis wird am 2. Dezember 2016 um 18.00 Uhr im Bremer Rathaus überreicht.

Hannah-Arendt-Preis 2014

Über Wahrheit und Lüge in der Politik

Die Rede von Ralf Fücks zur Verleihung des Hannah-Arendt-Preises 2014 an die Pussy-Riot-Aktivistinnen Nadeshda Tolokonnikowa und Maria Aljochina sowie an den ukrainischen Schriftsteller Juri Andruchowitsch.

Von Ralf Fücks

„Hagel“, „Tornado“, „Hurrikan“: Der chimärische Krieg

Am 5. Dezember 2014 ist der ukrainische Schriftsteller Juri Andruchowytsch in Bremen mit dem Hannah-Arendt-Preis ausgezeichnet worden. In seiner Dankesrede charakterisiert er die „Krise in der Ukraine“ als Krieg gegen alles Demokratische und die Suche nach einer Antwort als gesamteuropäische Aufgabe.

Von Jurij Andruchowytsch

Hannah-Arendt-Preis 2014

Am 5. Dezember 2014 überreichen die Bremer Bürgermeisterin Karoline Linnert und Ralf Fücks im Bremer Rathaus den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken 2014 an Juri Andruchowytsch, sowie in Abwesenheit an Nadeshda Tolokonnikowa und Marija Aljochina.

Frühere Preisträger/innen

Hannah-Arendt-Preis 2012: Yfaat Weiss

Zusammen mit der Stadt Bremen verliehen wir am 7. Dezember 2012 den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken an die Historikerin Yfaat Weiss. Diese, so urteilte die Jury, schärfe den Blick für den ungewöhnlichen Verlauf der israelischen Geschichte und für das zivilgesellschaftliche Potential, das in ihrem Land vorhanden sei.

Hannah-Arendt-Preis 2011: Navid Kermani

Zusammen mit der Stadt Bremen verleihen wir den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken an Personen, die in ihren Interventionen das „Wagnis Öffentlichkeit“ angenommen haben. In diesem Jahr geht er an den Orientalisten und Schriftsteller Navid Kermani für seine lagerüberwindenden religionswissenschaftlichen und politischen Analysen. Am 2. Dezember wurde der Preis in Bremen überreicht.

Hannah-Arendt-Preis 2009: Kurt Flasch

Der Hannah-Arendt-Preis geht in diesem Jahr an den deutschen Philosophiehistoriker Kurt Flasch. Der von der Stadt Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung gestiftete und mit 7.500 Euro dotierte Preis wurde Kurt Flasch am 11. Dezember 2009 um 18 Uhr in Bremer im Rahmen einer Festveranstaltung überreicht.

Das Massaker von Katyn neu betrachtet

Als historisch ausgerichteter Soziologe habe ich mir drei Ziele gesetzt: erstens, die historischen Einzelheiten vorzustellen; zweitens, Interpretation dieses Ereignisses in einen weitaus größeren Zusammenhang totalitärer Strategien und Methoden zu stellen; und schließlich, zu erklären, wie eine derart massive Verfälschung über ein halbes Jahrhundert als „offizielle Version“ der Geschichte Bestand haben konnte. Festrede des Preisträgers Victor Zaslavsky.

Hannah-Arendt-Preis 2008: Victor Zaslavsky

Der Hannah-Arendt-Preis 2008 geht an den russischen Soziologen Victor Zaslavsky. Er wird für sein Werk „Klassensäuberung – Das Massaker von Katyn“ ausgezeichnet. Zu den Porträts und Würdigungen.

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