Feminismus & Gender

Feminismus & Gender

Die Heinrich-Böll-Stiftung engagiert sich für gerechte Verhältnisse zwischen allen Geschlechtern. Sie mischt sich in Debatten ein, klärt Unterschiede und Gemeinsamkeiten in Analyse und Praxis, baut Netzwerke aus und erschließt neue. Dafür haben wir weltweit Programme aufgelegt und das Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie gegründet. Neben aktuellen Artikeln und Veranstaltungen finden Sie hier Einstiege in unsere Themen.

Aktuelles

„Our Voices, our Choices“ ist die internationale, geschlechterpolitische Podcast-Reihe der Heinrich-Böll-Stiftung. Hier werden Geschichten über Frauen- und LGBTI-Menschenrechte erzählt: von Menschen, deren Stimme nicht oft gehört und deren Rechte eingeschränkt werden. >> kostenlos abonnieren!

Intersektionalität

Dossier
Das Gunda-Werner-Institut für Feminismus arbeitet intersektional. Wir haben den Anspruch, Lebenswirklichkeiten in ihrer Vielfalt sichtbar zu machen. Wie wir das tun und was Intersektionalität in der Praxis bedeutet, findet Ihr hier.

Veranstaltungen zu Feminismus & Gender

Feminismus - Definition und Debatten

Feminismus ist vielfältig und variiert je nach Epoche und Gesellschaft. Die Grundannahme ist, dass alle Geschlechter nicht gleich, aber gleichwertig sind und deshalb gleiche Rechte haben sollen. Feminismus analysiert aus verschiedenen Perspektiven die Gründe, warum Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist und benennt Dominanz- und Machtverhältnisse, die das verhindern. Er setzt sich dafür ein, dass jede*r das eigene Leben auf vielfältige Art und Weise selbstbestimmt und gewaltfrei gestalten kann.

Reproduktive Rechte

Reproduktive Rechte beschreiben alle Aspekte reproduktiver Gesundheit und das sexuelle Selbstbestimmungsrecht. Verhütung, Schwangerschaftsabbruch, Reproduktionstechnologien – all diese und noch weitere Themen sammeln sich unter dem Überbegriff „Sexuelle und reproduktive Gesundheit und Rechte“ (abgekürzt mit SRGR). Was zunächst etwas sperrig daherkommt, machen jedoch die diesen Themen zugrundeliegenden Menschenrechte deutlich, die nicht für alle Menschen gleichermaßen möglich und zugänglich sind.

Reproduktive Rechte werden oft verstanden als Recht auf Abtreibung und Verhütung. Schwarze Feminist*innen entwickelten einen breiteren intersektionalen Ansatz der Reproduktiven Gerechtigkeit. Welche Erfahrungen stecken dahinter? Hengameh Yaghoobifarah im Gespräch mit Emilia Roig.

Sexuelle und reproduktive Rechte

Frauenkörper sind immer wieder zentrales Ziel konservativer und fundamentalistischer Ideologie und Praxis. Der Essay bietet Hintergrundinformationen und analytische Zugänge aus einer internationalen Perspektive. Er will zu kritischen und kontroversen Debatten anregen und wirft notwendige Fragen auf.

Feministische Netzpolitik

Die Digitalisierung strukturiert unsere Gesellschaft neu. Doch häufig werden gegebene Herrschafts- und Machtstrukturen durch die neuen Technologien gestärkt oder gar verschärft. Aufgabe feministischer Netzpolitik ist es, die Möglichkeiten der Digitalisierung konstruktiv zu nutzen und gleichzeitig einen progressiven Ordnungsrahmen zu schaffen, der sexistische, rassistische und klassenbezogene Diskriminierung abbaut. Es geht darum, Freiräume zu weiterzuentwickeln.

Antifeminismus

Anti-Feminismus umfasst verschiedene gesellschaftliche Strömungen, die sich gegen Feminismus, Frauenbewegungen, universale Geschlechtergleichheit oder das Konzept "Gender“ richten. Geschlechterforschung wird als unwissenschaftlich bekämpft. Anti-Feminist*innen fordern die Abschaffung der Gleichstellungspolitik und mobilisieren gegen sexuelle Vielfalt und Selbstbestimmung. Sie äußern sich dabei oft beleidigend, verunglimpfend oder verdrehen Tatsachen.

Was ist eigentlich Antifeminismus? Tarik Tesfu hat ein paar Antworten parat.

Demokratie braucht Feminismus

Dossier
Warum feministische Errungenschaften gegen Angriffe verteidigt werden müssen. Ein Online-Schwerpunkt des Gunda-Werner-Instituts.

Geschlechtergerechtigkeit

Gleichberechtigte soziale und politische Teilhabe ist für uns ein zentraler Anspruch. Dazu zählen neben einer geschlechtergerechten sozialen Grundsicherung insbesondere eine gerechte Partizipation an politischen Entscheidungsprozessen, Bildung und Arbeit, inklusive öffentliche Institutionen und Infrastrukturen sowie die geschlechtergerechte Aufteilung und Vereinbarkeit von Erwerbsarbeit, Betreuung, Sorge- und Pflegetätigkeiten.

Alleinerziehende besser unterstützen

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Empirische Untersuchungen zeigen deutlich, dass ausfallender, unregelmäßiger oder nicht in voller Höhe gezahlter Kindesunterhalt ein großes Problem für viele Alleinerziehendenhaushalte darstellt. Eine Reform würde die finanzielle Situation vieler Alleinerziehendenfamilien verbessern.

Geschlechterdemokratie

Wir streiten für gleiche Repräsentation und politische Teilhabe aller Geschlechter in Politik, öffentlichen Institutionen und Wirtschaft. Gleichzeitig geht es um das Empowerment von Frauen, sich in die Gestaltung der öffentlichen Belange einzumischen und Strukturen, die das verhindern, zu verändern. Geschlechterdemokratie und Geschlechtergerechtigkeit bedingen sich gegenseitig, da demokratische Einmischung soziale und politische Voraussetzungen hat und sich mit Machtverhältnissen befassen muss. Wir setzen uns für die Überwindung von Dominanz, Fremdbestimmung und Gewalt zwischen den Geschlechtern ein.

"Wir müssen wollen, dass Frauen kandidieren"

Warum ein Paritätsgesetz allein nicht mehr Frauen in die aktive Politik bringen wird – es sich aber lohnt, dafür zu kämpfen. Ein Gespräch mit der Grünen-Politikerin Ulle Schauws. 

By Heide Oestreich, Ulle Schauws

Politik ist (k)ein Männergeschäft

böll.brief

Politik ist vielfach ein Männergeschäft. Warum das so ist, wird in diesem böll.brief anhand der Kandidatenaufstellungen aller sieben Bundestagsparteien analysiert. Zudem werden konkrete Ansatzmöglichkeiten zur Schließung des gender gap empfohlen.

LGBTI

Menschen sollen sich frei für ihre sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität entscheiden können. Die Unterstützung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans* und Inter*-Menschen (LGBTI) gehört daher zum Selbstverständnis der Heinrich-Böll-Stiftung. In unserer nationalen und internationalen Arbeit fordern wir den Schutz der Menschenrechte von LGBTI-Personen und setzen uns aktiv gegen Diskriminierung und andere Menschenrechtsverletzungen aufgrund von sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität ein.

Weitere Artikel zu Feminismus & Gender

"It became my mission to locate women's voices"

Interview

Urvashi Butalia is one of India’s foremost feminists. On the occasion of her receiving Germany’s Goethe Medal on August 28, 2017 in Weimar, we have talked to her about her work as a publisher, feminism, writing and politics in India.

By Axel Harneit-Sievers

Food discrimination against women in Afghanistan

Afghanistan has been described as the world’s most dangerous country for women. Violence against women (VAW) takes many forms, and has complex and deep roots in the patriarchal culture of the Afghan society. One form of VAW is denying them access to food.

By Weeda Mehran

Weitere Publikationen zu Feminismus & Gender

The Contribution of Civil Society Organizations (CSOs) in Advancing Women’s Political Participation and Effectiveness: A Case of the Mon Women Movement in Myanmar

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The Contribution of Civil Society Organizations (CSOs) in Advancing Women’s Political Participation and Effectiveness:  
Following decades of military dictatorship which denied Myanmar the benefits of an inclusive democracy, the new government continues to fall short: Women remain underrepresented. This paper focusses on the contribution of a growing CSO-led women’s movement to political participation and effectiveness, and highlights opportunities to maximize such efforts.

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