Podcast-Episode

netz:regeln - Mercedes Bunz: Für offene Daten aufgeschlossener sein

Weil die Datenberge immer größer und komplexer werden, wird auch auch ihre Visualisierung immer wichtiger, sagt Mercedes Bunz. Sie war bis vor kurzem Technologiejournalistin beim Guardian, derzeit schreibt sie an einem Buch über Digitalisierung und Gesellschaft. Sie meint: bestimmte, nicht alle Themen oder Aspekte lassen sich grafisch besser darstellen als durch Text – etwa die Milliardensummen, die Regierungen in den Haushalten verabschieden, von denen eine abstrakte Zahl aber keine Vorstellung geben kann.

Was die Öffnung solcher Daten für die Bürger angeht, sieht Bunz beim Vergleich zwischen Deutschland und England auch kulturelle Differenzen. Das angelsächsische, utilitaristische Staatsverständnis stehe offenen Daten aufgeschlossener gegenüber; hierzulande würden Politiker eine Plattform wie TheyWorkForYou, die über ihre Einkünfte, Ausgaben und Abstimmungen bis ins Detail informiert, noch eher als Überwachung ansehen. „Locker machen”, fordert Bunz daher und meint damit eine Haltung, die die Ängste vor dem Missbrauch von offenen Daten überwindet, denn wenn man sie wegschließt, sei diese Gefahr noch größer.

Diese Episode ist Teil der Serie:
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Beschreibung

Die Interviews der Heinrich-Böll-Stiftung als Podcast.

Dauer
5:23
Dateigröße
5242819
Lizenz
Medientyp