Buchvorstellung: Demografie und Demokratie

7. März 2013
„Die Gesellschaft altert, die Bevölkerung schrumpft, regionale Ungleichgewichte zwischen verlassenen Orten und wachsenden Städten nehmen zu. Die daraus entstehenden Konflikte, Verteilungskämpfe, die Anforderungen an Integration beeinflussen Gestalt, Form und Mentalität des Sozialen. Politische Aushandlungsprozesse werden zum bestimmenden Faktor des Wohlfahrtsstaates. Ist der Wohlfahrtsstaat flexibel genug, den Herausforderungen des demografischen Wandels zu begegnen?“

Danach fragen die drei Autor/innen des Buches "Demografie und Demokratie". Demografie und Demokratie stehen für sie nicht im grundsätzlichen Konflikt zueinander. "Die demografische Entwicklung, verstanden als das Zusammenwirken von Geburtenrückgang, Wanderungsbewegung und Langlebigkeit der Bevölkerung, darf weder dämonisiert noch idealisiert, sondern muss als sozialer Wandel akzeptiert  werden. Diese Entwicklung ist nach unserer Überzeugung demokratisch gestaltbar, ohne die Grundlagen des Wohlfahrtsstaates zu zerstören."

Mit den Überlegungen und Argumenten der Autoren/innen setzte sich unsere Veranstaltung vom 6. März auseinander.

Mit:
Prof. Dr. Jens Kersten
Prof. Dr. Claudia Neu
PD Dr. Berthold Vogel
Moderation:  Jürgen Kaube, FAZ, Ressortleiter Geisteswissenschaften 

Hinweis zum Buch
Demografie und Demokratie. Zur Politisierung des Wohlfahrtstaates
Jens Kersten, Claudia Neu, Berthold Vogel
Verlag Hamburger Edition, 140 Seiten
€ 12,00, ISBN 978-3-86854-253-0



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