Geschlechtergerechte Friedens- und Sicherheitspolitik im Spiegel von Bundesregierung und Frauensicherheitsrat

Geschlechtergerechte Friedens- und Sicherheitspolitik im Spiegel von Bundesregierung und Frauensicherheitsrat

Presseeinladung

Geschlechtergerechte Friedens- und Sicherheitspolitik im Spiegel von Bundesregierung und Frauensicherheitsrat

Brauchen wir einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Resolution 1325?

9. Juni 2008
Datum: 18. Juni 2008 (Mi), 19.00 Uhr
Ort: Hertie School of Governance, Schlossplatz 1, Berlin-Mitte

Ablauf:
Einführung: Jill Scherneck, Gunda-Werner-Institut, Frauensicherheitsrat
Vorstellung: Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung der UN-Resolution 1325, Doris Hertrampf, Referatsleiterin für Vereinte Nationen und Globale Fragen im Auswärtigen Amt
Vorstellung: Schattenbericht zum Bericht der Bundesregierung von Frauensicherheitsrat und Gunda-Werner-Institut, Ute Scheub, Frauensicherheitsrat

Diskussion mit
Anke Eymer MdB, CDU/CSU (angefragt)
Monika Knoche, MdB, Die Linke
Ina Lenke, MdB FDP (angefragt)
Kerstin Müller, MdB, Bündnis 90/Die Grünen
Christel Riemann-Hanewinckel, MdB, SPD
Moderation: Petra Bläss, Frauensicherheitsrat

Deutschland braucht keinen Aktionsplan, um die völkerrechtlich bindende UN-Resolution 1325 aus dem Jahr 2000 umzusetzen, Frauen an allen Entscheidung über Krieg und Frieden maßgeblich zu beteiligen und Geschlechterpolitik auch in Nachkriegssituationen und in der zivilen Konfliktprävention aufzunehmen. Dies geht aus dem zweiten Umsetzungs-Report der Bundesregierung zur UN-Resolution 1325 vom November 2007 hervor. Darin stellt sie ihre Aktivitäten zur Einbeziehung von Frauen in konfliktrelevanten Situationen dar und schreibt damit ihren Bericht von 2004 fort. Zwar konstatiert sie, "dass von einer vollständigen Umsetzung der Resolution weltweit noch keine Rede sein kann". Doch für die eigene Arbeit nimmt sie in Anspruch, auf dem richtigen Weg zu sein. Dem widerspricht der deutsche Frauensicherheitsrat (FSR) deutlich, wie aus seinem - ebenfalls 2. Schattenbericht zum Bericht der Bundesregierung hervorgeht. Danach ist Deutschland selbst sieben Jahre nach der Verabschiedung der Resolution 1325 durch die UN noch weit von ihrer Realisierung entfernt. Als Lösung empfiehlt er - nach dem Vorbild von inzwischen sieben europäischen Staaten, wie Großbritannien, Schweden und Schweiz - die Entwicklung eines Aktionsplans mit konkreten Zielvorgaben zur Realisierung der UN-Resolution 1325.

Kooperation:
Frauensicherheitsrat
Gunda-Werner-Institut der Heinrich-Böll-Stiftung
Hertie School of Governance

Weitere Informationen:

Fachkontakt:
Gitti Hentschel, Fon 030-28534-122,
E-Mail gwi@boell.de
www.gwi-boell.de

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