Fleischatlas 2014 - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel

Fleischatlas 2014 - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel

Heinrich-Böll-Stiftung
Kostenlos
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2015 (6. Auflage)
Seitenanzahl: 52
Lizenz: CC-BY-NC-ND

Hinweis: Wegen der hohen Nachfrage kann der gedruckte Fleischatlas momentan nicht ausgeliefert werden.

Unser Essen hat eine politische und ethische Dimension und stellt immer wieder aufs Neue Fragen an unsere Verantwortung. Nachdem der Fleischatlas 2013 gezeigt hat, welche Auswirkungen Europas Fleischkonsum auf die Schwellen- und Entwicklungsländer und auf das Klima hat, bringt der Fleischatlas 2014 Licht ins Dunkel des „Big Business“ Fleisch – von Europa, über die USA bis hin zu den aufstrebenden Volkswirtschaften China und Indien.

Wie viele Tiere werden in Deutschland und der Welt jährlich geschlachtet? Wer profitiert vom billigen Fleisch? Welche Hormone landen ungewollt auf unserem Teller, und wie viele Pestizide werden eingesetzt?

Der Fleischatlas 2014 serviert in zwanzig kurzen Essays neue Themen rund um den Fleischkonsum und zeigt, dass jenseits der großindustriellen Produktion von Fleisch Alternativen möglich sind.

 

Grafiken als Download

Alle Grafiken des Fleischatlas 2014 stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz (CC BY-SA 3.0). Sie können sie hier im PDF-Format herunterladen.

 

Inhaltsverzeichnis: 

2 Impressum

6 Vorworte

8 Elf kurze Lektionen

10 Unersättlicher Weltmarkt

12 Konzentration - Die Zukunft der globalisierten Industrie

14 Freihändler wittern Morgenluft

16 Rosarot im Kühlregal

18 In den Schlachthöfen der Welt

20 Deutsches Dumpingschlachten

22 Tiergenetik: Eine Handvoll Arten für die ganze Welt

24 Hormone - Der Kampf um das Nein

26 Tierfutter vergeudet Ackerland

28 Schnitzel, Wüstchen, Glyphosalat

30 Argentinien, das Soja-Reich

32 Hühner- Weltweiter Steigflug in die Fabrik

34 Im Zweifel der Reichen

36 Die neue hungrige Mitte - von Rio bis Shanghai

38 Urbane Tierhaltung

40 Protein aus Gras und Gestrüpp

42 Gute Lebensmittel gesucht

44 Die große Vergeudung

46 Eine sinnvolle EU-Argar-Politik

48 Autoren und Quellen von Texten, Karten und Daten

50 Über uns

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Der Fleischatlas 2013

Mit unserem ersten Fleischatlas möchten wir Sie einladen Einblicke in globale Zusammenhänge geben, die mit unserem Fleischkonsum verbunden sind. Denn nur informierte und kritische Konsumentinnen und Konsumenten können richtige Entscheidungen treffen.

Kommentare

Schade, dass die Diskussion oft so einseitig geführt wird. Wo wird die Rolle der Konsumenten kritisch hinterfragt? Wer kauft und isst denn das produzierte (Billig-) Fleisch? Wer kauft billig, billiger, am billigsten? Wer steht auf Quantität statt Qualität? Die Deutschen (fr)essen je nach Statistik 80-90kg Fleisch pro Jahr. In der Schweiz sind es dagegen "nur" knapp über 50kg; offenbar geht hier Qualität vor Quantität, was sich u.a. auch im Preis niederschlägt.

Der Konsument hätte die Macht, etwas zu ändern, indem er sich selbst ändert. Aber mit dem Finger auf andere zu zeigen ist ja viel einfacher ...

PDF auf dem eReader ist Mist, wann gibt's das ganze als E-Book (ePub / mobi)?

Die ePub / mobi-Version wird in Kürze abrufbar sein. Wir bitten um etwas Geduld, sie ist in Arbeit.

Bei der Diskussion sollten die Begriffe Fleischverbrauch und Fleischverzehr auseinandergehalten werden. Bei den angesprochenen 80-90 Kg Fleisch pro Jahr (fr) essen unsere Heimtiere kräfig mit. Von daher sollte die Basis Fleischverzehr sein; es sei denn wir diskutieren auch den steigenden Anteil für Hunde und Katzen.

Interessantes Thema, was mich privat auch sehr beschäftigt. Ich esse selber sehr selten Fleisch, da mein Schwiegervater Tiermediziner ist und ich daher weiß was Schweinefleisch für eine Antibiotika-Bombe ist.

Hühnchen hilft auch hervorragend als vorbeugenden Maßnahmen gegen Erkältung im Winter.

Pervers finde ich das es in Deutschland Schlachthöfe gibt, wo täglich tausende von Tiere geschlachtet werden und das Fleisch exportiert wird ("Rio bis Shanghai"). Selbst wenn hier weniger Fleisch gegessen wird, sinkt der Preis vielleicht etwas und der Chinese ist dafür etwas mehr.

Wie oben bereits angesprochen, ist in der Schweiz die Qualität deutlich besser, der Preis dafür höher aber der Verzehr auch geringer. Persönlich wünsche ich mir das Modell auch für Deutschland. Auf die Ausbeuter-Schlachthöfe und den Export von billigem Hormon-Fleisch kann ich verzichten!

Ich lebe jetzt seit vielen Jahren ohne Fleisch, weil ich Tiere sehr liebe. Mir kommen die Tränen und ich könnte schreien wenn ich sehe, wie Menschen mit Tieren umgehen.
Wenn die Menschen schon nicht den Tieren zuliebe ihren Fleischverzehr einschränken wollen - dann doch wenigstens der Gesundheit zuliebe.
Unser Zusammenleben würde um einiges friedvoller werden auf unserem Planeten Erde.

Das mit der E-Book-Version dauert jetzt leider doch schon recht lange. :( Dabei ist die Erstellung von ePub / mobi-Versionen eigentlich kein Hexenwerk. Lässt sich denn mittlerweile ein zeitnaher Termin für die Veröffentlichung absehen?

Sorry, aber dass Ihr so lange für die E-Book-Variante des Fleischatlas 2014 braucht, ist echt peinlich! Ich hätte gerne im Bekanntenkreis etwas "Food for thought" verteilt, mit PDFs kann man die E-Book-Reader-Fraktion aber schwerlich hinterm Ofen hervor locken. Schade...

Der Fleischatlas 2014 steht nun auch in seiner aktuellen Fassung als kostenlose eBook-Version zur Verfügung.

@onlineredaktion: "Der Fleischatlas 2014 steht nun auch in seiner aktuellen Fassung als kostenlose eBook-Version zur Verfügung."

Schön und gut, nur scheint sie leider nicht zu funktionieren! Nach der fünften Seite (letzte Seite des Inhaltsverzeichnises) hängt sich das Dokument auf und das Buch wird als "fertig gelesen" angezeigt. Habe es an zwei unterschiedlichen Readern (beide auf aktuellem Stand) ausprobiert, beides Mal der gleiche Fehler. Die vorliegende eBook-Version scheint aber ohnehin ziemlich unausgegoren zu sein, wenn man die zahlreichen Fehlermeldungen nimmt, die bei einer Dokumentüberprüfung bei http://validator.idpf.org heraus kommen...

Ich möchte zunächst mein Lob für diesen äußerst gelungenen Atlas aussprechen. Eine Sache habe ich jedoch gänzlich vermisst: Fisch.

Da wäre besonders im "Atlas"-Format viel möglich: Wo wird illegal gefischt? Wo sind welche Bestände gnadenlos überfischt? Aus welchen Gegenden kann man noch mit reinem Gewissen Fisch beziehen und welche Arten werden noch nachhaltig gefischt (die Antwort wird recht schockierend sein)? Wie sehen die Transportwege und Wanderwege aus? In welchen Ländern wird welcher Fisch am meisten/wenigsten konsumiert? Wie hoch ist die Belastung durch Plastik/Giftmüll/radioaktiven Abfall etc. an welchen Stellen? Wie hoch ist die ökologische Belastung durch Aquafarming-Abfälle (Stichwort: Chile)? usw.

Ich halte das für ein sehr wichtiges Thema. Für viele ist Fisch eine nachhaltige, gesunde Alternative zu Fleisch. Doch bereits nach oberflächlicher Recherche merkt man, dass eher das Gegenteil der Fall ist. Katastrophale Beifang-Quoten; Vom Aussterben bedrohte Fischarten, die dennoch munter weitergefischt werden; Wasserverschmutzung und intensiver Einsatz von Antibiotika im Aquafarming etc.

Ich würde mich freuen, wenn das Thema in Zukunft berücksichtigt würde, da meiner Meinung nach Fisch ebenso zum "Fleisch" gehört. Schließlich handelt es sich hierbei um Tiere.