Nigeria: Leben mit Boko Haram

Frauen in NigerLandwirtschaft und Handel sind durch Boko Harams Aktivitäten schwierig geworden. Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung, Nigeria. All rights reserved.

Am 14. April 2014 sind in Chibok, einem Dorf im Bundesland Borno im Nordosten Nigerias, mehr als 200 Mädchen bei einem Angriff der Terrorgruppe Boko Haram aus dem Schlafsaal ihrer Schule entführt worden. Seit einigen Wochen hat der Fall sogar globale Medienaufmerksamkeit bekommen. Auch wenn die Menschen in Borno versuchen, ihr Leben normal weiter zu führen, so ist doch nichts mehr wie früher, denn es gibt schon seit langem keine Normalität mehr im Nordosten des Landes.

Seit 2007 verübt Boko Haram Terroranschläge in der Region und attackiert die Bewohnerinnen und Bewohner. Doch auch die Armee verübt Menschenrechtsverletzungen: Unter dem seit einem Jahr verhängten Ausnahmezustand greift die Armee mit extremer Härte in das Leben der Menschen ein. Amnesty International berichtete Ende 2013 von Gefangenencamps der Armee in Maiduguri mit Namen wie "Guantanamo", wo verhaftete Bürgerinnen und Bürger in Erdlöchern unter der brennenden Sonne vor sich hinsiechen und sterben. All dies geschieht ohne Rechtsgrundlage und Öffentlichkeit.

Angst vor Angriffen von Boko Haram oder dem Militär hat eine Kultur des Schweigens und Versteckens erzeugt. Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung, Nigeria. All rights reserved.
Kein Ende des Terrors in Sicht

Das Militär wird nicht müde, den Bürgerinnen und Bürgern ein baldiges Ende des Terrors zu versprechen. Im April dieses Jahres sollte der Spuk schon vorbei sein. Doch der ehemalige britische Militärattachee in Nigeria, James Hall, erklärte auf BBC Online: "Das Problem der nigerianischen Regierung ist, dass sie einen großen roten Knopf möchte, auf den man drückt und der alle Probleme verschwinden lässt".

Aus Armut sterben – das war in Nigeria schon vor Boko Haram ein Faktum. Die hohe Müttersterblichkeit, die mangelnde Ernährung der Kleinkinder, die empörende Unterqualifizierung von Millionen junger Menschen in einem reichen Land, das an Öl und Gas, an Gold und fruchtbaren Böden mehr als genug hat – dieser Skandal ist in Nigeria zum Normalfall geworden. Die Verärgerung über die Gier, die Ineffizienz und die Gleichgültigkeit weiter Teile der Politik und der Behörden machte sich in größerem Stil in der "Occupy"-Bewegung Anfang 2012 Luft, als sich über Nacht die Preise für den öffentlichen Transport – und damit auch die Preise für Lebensmittel und Verbrauchsgüter – verdoppelten.Die Ausbreitung der Wüste im Nordosten Nigerias führt zu Arbeits- und Perspektivlosigkeit für die Jugend. Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung, Nigeria. All rights reserved.

An Terror zu sterben – gewöhnt man sich daran wie an Hunger zu sterben? Über die vergangenen Jahre sah es fast so aus. Während der gewalttätige Terror sich mehrheitlich auf den Nordosten konzentrierte, ließ man sich in der Hauptstadt Abuja ebenso wie in der Wirtschaftsmetropole Lagos dicke Häute wachsen und wähnte sich in relativer Sicherheit, abgesehen von ein paar Bomben in Abuja, die die Bewohner erschreckten, aber nicht die ganze Nation wachrüttelten. Vor den ersten Bomben erklärten Nigerianer und Nigeria-Kenner einmütig, dass es in diesem Land niemals Selbstmordattentäter geben würde: zu groß sei die Liebe zum Leben in diesem Land mit mehr als 160 Millionen Einwohnern. Wie extrem die Antipathien gegen einen Staat, der sich nicht kümmert, werden können – das verstanden die meisten erst nach den ersten großen Bombenanschlägen, wie z.B. dem Attentat auf das UN-Gebäude in Abuja im August 2011, bei dem der Selbstmordattentäter in einem kleinen roten Honda an dem verdutzten Sicherheitspersonal vorbeiraste, in die Rezeption des Gebäudes einbrach und dort seine tödliche Ladung zur Explosion brachte.

Hunderte Tote jede Woche

Gleichzeitig stieg die Zahl der Toten im Nordosten beständig. Seit Anfang 2014 sind es nicht mehr 10 oder 20 Tote pro Woche, sondern 50 bis 100 Menschen, die den ständigen Angriffen auf Dörfer und ländliche Siedlungen im Nordosten zum Opfer fielen. Aber für viele Nigerianerinnen und Nigerianer brachte die Entführung von mehr als 200 Mädchen das Fass zum Überlaufen. So entstand die neue Variante des "Occupy"-Protestes. Dieser bringt zwar zahlenmäßig weniger Leute auf die Straße, aber durch die Vernetzung in den sozialen Medien schnell eine globale Gemeinschaft von Musikern und anderen Berühmtheiten. Dadurch konnte sogar die internationale Politik mit einbezogen und so Druck auf die Regierung in Abuja ausgeübt werden.

Denn an Kugeln, Macheten oder Messern zu sterben, ist nicht normal. Auch nicht in Nigeria. Die nigerianischen Frauen, die täglich in der Hauptstadt Abuja, aber auch in anderen Städten Nigerias, auf die Straße gehen, wollen sich keine dicke Haut gegen den Terror wachsen lassen. Sie verlangen, dass die Mädchen aus Chibok unversehrt zurückkommen, in ihre Familien, in ihre Häuser und Dörfer. Die aus allen Landesteilen kommenden, ungewöhnlich vielen Solidaritätsbekundungen jenseits alle ethnischen und religiösen Grenzen und Anschauungen, richten sich auch gegen die "Normalität" einer Regierung, die nicht für ihre Bürgerinnen und Bürger da ist, die diese weder beschützt noch ihnen eine faire Chance gibt, an irgendeiner Art wirtschaftlichen Wachstums teilzuhaben. Denn in diesem Punkt sind sich Bevölkerung und Regierung wenigstens einig: dass die Perspektivlosigkeit der nigerianischen Jugend extremen Gruppen viele Anhänger zutreibt. Die Jugend im Nordosten Nigerias findet in der sich ausbreitenden Wüste, bei mehr als 40 Grad im Schatten, ohne Straßen und ohne ausreichend Wasser für Mensch und Tier keine Zukunft.

Die Situation in anderen Landesteilen ist ähnlich, und so wachsen gewalttätige Gruppen wie zum Beispiel die "Vigilantes" im Südosten, die Milizen im Nigerdelta und andere bewaffnete Banden, die besonders im Vorfeld von Wahlen regelmäßig Zulauf gewinnen – so auch momentan im Vorfeld der Wahlen im kommenden Jahr. Boko Haram ist allerdings mit Abstand die gewalttätigste – sie hat in den letzten zwölf Monaten leider sehr viel mehr Jungen und Mädchen entführt, als jetzt in der internationalen Presse vermeldet wird.
Die Ausbreitung der Wüste im Nordosten Nigerias führt zu Arbeits- und Perspektivlosigkeit für die Jugend. Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung, Nigeria. All rights reserved.


Wie leben die Frauen im Nordosten Nigerias mit der andauernden Gewalt von Boko Haram? Welchen Einfluss hat der Terror auf Familien und deren Schicksale?

Die folgenden Stimmen sind von Frauen, die im Bundesland Borno leben, oder von dort vor der Gewalt geflohen sind oder den Einfluss des Terrors auch in anderen Landesteilen erleben müssen. Sie berichten von ihren Söhnen und ihrem Erbe, von ihren Heimatdörfern und ihrer Hoffnung auf Gott. Ihre Identität kann wegen der Gefahr von Angriffen auf sie selbst oder ihre Familien nicht preisgegeben werden.


"Das ganze Leben ist zum Stillstand gekommen"
Mutter eines Sohnes, wohnhaft in Borno, 65 Jahre alt:

"Was Boko Haram uns angetan hat, kann man gar nicht bemessen. Im Stadtzentrum von Maiduguri werden immer wieder Leute getötet; letztendlich fürchtet man sich vor den eigenen Familienmitgliedern. Boko Haram hat so viele Schandtaten begangen, man kann es nur Gott überlassen. Unser ganzer Lebensstil hat sich geändert. Gerade habe ich mit meiner Schwester darüber gesprochen, dass wir einmal wieder in unser Heimatdorf fahren müssten, aber das ist nun unmöglich. Das sind Probleme, von denen wir früher nicht einmal geträumt hätten.
Für meinen einzigen Sohn habe ich als Erbe eine Herde Kühe im Dorf, auf die einige Kuhhirten aufpassen. Die Hirten riefen mich vor ein paar Tagen an, um mir zu sagen, dass sie weg wollen. Sie können mit den Kühen nicht mehr grasen gehen, wegen der schlechten Sicherheitslage und den Checkpoints überall. Sie wollten, dass ich die Kühe abhole, oder sie wollen die Kühe für mich verkaufen. Wenn die Hirten weggehen, was wird aus meinem Erbe? Die Probleme, die Boko Haram uns gebracht hat, sind unzählig, ich bräuchte die ganze Nacht, um sie aufzuzählen. Alles ist so teuer geworden. Zum Beispiel: früher brauchte man mit einem funktionierenden Auto 30 Minuten, maximal eine Stunde von Maiduguri bis in mein Dorf. Aber heute dauert die Reise bis zu 10 Stunden! Um die gefährlichsten Straßen zu vermeiden, muss man im Zickzack fahren und ist in ständiger Sorge, ob man überhaupt ankommt.
Alles ist zum Erliegen gekommen: der Handel, die Landwirtschaft, die Schulen. Wie soll es hier weitergehen, wenn wir keine strukturierte Bildung mehr haben? Sogar die Privatschulen haben zugemacht, sie haben Angst, zum Ziel zu werden. Die Mädchen aus Chibok waren nicht die einzigen, die entführt worden sind. In Konduga, Gwoza und in anderen Dörfern sind ebenfalls Mädchen entführt worden. Das ganze Leben ist zum Stillstand gekommen. Jeder wartet, alle haben Angst vor nächtlichen Angriffen. Selbst tagsüber kann man getötet werden, im eigenen Haus. Wir beten nur noch. Wenn Gott es so bestimmt hat, dass diese Leute mich töten sollen, dann lass mich in dem Wissen sterben, dass mein Glaube intakt ist."


"Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen dem Terror von Boko Haram und dem der Soldaten"
Frau, 22 Jahre alt, aus Borno, inzwischen wohnhaft in Abuja

"Einmal wurde ich von Soldaten gejagt, die zum Militäreinsatz gegen Boko Haram gehörten. Sie versuchten, mein Auto zu stoppen, aber ich hatte sie nicht gesehen und verstand nicht, was sie von mir wollten. Sie überholten mich und zwangen mich, aus meinem Auto auszusteigen. Sie fuchtelten mit ihren Gewehren vor meinem Gesicht rum und riefen: "Was fällt Dir ein! Was fällt Dir ein! Was glaubst Du, wer Du bist?" Sie zerstörten alle Scheiben und die Scheinwerfer an meinem Auto – ich war wirklich erschüttert. Zum Glück saß ich am Steuer. Wäre ich ein Mann gewesen, hätten sie mich sicher erschossen. Eine Freundin von mir hat ihr Kind an einem Checkpoint durch einen Querschläger verloren. Für mich gibt es keinen Unterschied zwischen dem Terror von Boko Haram und dem der Soldaten. Eine Verwandte wartete einmal in ihrem Auto, als Soldaten vorbeikamen. Sie hielten an und fingen an, sie zu beschimpfen, dass sie ein leichtes Leben in dieser Stadt hätte - ganz im Gegensatz zu ihnen, den Soldaten. Sie meinten, sie könnten das Spiel auch umdrehen und dann würden sie genießen und wir würden leiden - dass wir uns in Acht nehmen sollten, sie würden es uns schon zeigen. Als wären sie wütend auf uns, weil sie in den Nordosten versetzt worden waren."


"Die Soldaten hörten nicht auf zu schießen, bis sie den Ort verlassen hatten"
Frau, 23 Jahre, aus Borno, inzwischen wohnhaft in Kaduna

"Ich kann diesen Tag nie vergessen, als Boko Haram eine Bombe in Maiduguri haben detonieren lassen und in der ganzen Stadt Chaos herrschte. Ich war auf dem Nachhauseweg von der Bank - und auf einmal waren überall Soldaten. Einige überholten uns, um dann mit ihren Gewehren auf unser Auto einzuschlagen. Anscheinend hätten wir anhalten sollen, sobald wir sie hörten, aber das wussten wir nicht. Ich sagte dem Fahrer, er solle stoppen, und da standen sie schon vor uns und schossen auf unser Auto. Jeder in der Straße ließ sich sofort flach auf den Boden fallen; wir hatten uns im Auto geduckt, aber vor lauter Angst öffnete ich die Tür und fing an zu rennen. Sofort riefen alle: "Hinlegen!  Leg Dich hin!", so dass ich mich auf die Straße schmiss. Die Soldaten hörten nicht auf zu schießen, bis sie den Ort verlassen hatten. Selbst wenn die Ausgangssperre in Maiduguri aufgehoben werden würde, könnte niemand ohne Angst nach draußen gehen. Das Haus der Familie meines Mannes in seinem Heimatdorf (bei Maiduguri) ging bei einem Boko-Haram-Angriff in Flammen auf. Meine Verwandten waren noch drinnen, als das ganze Haus zusammenbrach. Zum Glück haben Mutter und Kind überlebt, abgesehen von ein paar Verbrennungen."
Wüste im Nordosten Nigerias. Urheber/in: Heinrich-Böll-Stiftung, Nigeria. All rights reserved.
"Meine Religion steht für Frieden und Menschenliebe"
Frau, 23 Jahre, wohnhaft in Port Harcourt

"Ich lebe als Muslima in Port Harcourt im Süden Nigerias. Aber selbst hier (800 Kilometer von Maiduguri entfernt) hat Boko Haram mein Alltagsleben definitiv beeinflusst. Die Christen, die hier in der Mehrheit leben, haben weniger Kontakt zu Muslimen, und die Berichterstattung der Medien über die religiös angeheizte Gewalt im Norden hat dazu geführt, dass viele denken, Boko Haram verkörpere die wahren Lehren des Islam. In den Medien wird laut und oft wiederholt, dass es eine Verbindung zwischen "Islamisten" und Terrorismus gibt. Wo die Medien ihre Aufmerksamkeit auf Boko Haram lenken, werden nigerianische Muslime besonders zur Zielscheibe. Der Islam wird im Süden Nigerias mit Intoleranz und Radikalität in Verbindung gebracht. Wenn ich für meine Religion spreche und erkläre, dass der Islam eine Religion des Friedens und der Liebe für die Menschheit ist, bekomme ich oft Antworten wie "Du bist wohl eine liberale Muslima". Obwohl meine Familie und ich weit entfernt von Boko Harams Terror leben, bin ich doch sehr persönlich betroffen, weil die Wahrheit meiner Religion und des Qur’an angegriffen werden."


"Mein Herz findet keinen Frieden"
Frau, 25 Jahre, aus Borno, inzwischen wohnhaft in Abuja, keine Kinder

"Ich komme aus Borno und kann sagen, dass Boko Haram sich auf unzählig viele Arten auf mich ausgewirkt hat. Seit dem Beginn der Boko-Haram-Krise hat mein Herz nie Frieden gefunden, und meine Heimat kann auch keinen Frieden wiederherstellen. Wir wissen nicht mehr, wo man noch hinfahren kann, weil keiner weiß, wo die nächste Attacke stattfinden wird. Mein Heimatort ist Gwoza, und ich habe immer Angst um meine Verwandten dort. Wenn ein Angriff stattfindet, komme ich den ganzen Tag nicht zur Ruhe. Als muslimische Frau finde ich es schlimm für meine Religion, dass Boko Haram so viele Dinge gegen diese Religion in ihrem Namen getan hat – so wie diese Mädchen zu entführen, Zwangsheiraten für Mädchen, Menschen zur Konvertierung zum Islam zu zwingen, Angriffe gegen Andersgläubige, die kaltblütige Ermordung von Christen und Muslims in gleichem Maße – alles im Namen von Allah!"


"Gebete sind unser einziger Halt"
Frau, 27 Jahre, verheiratet, wohnhaft in Kaduna

"Boko Haram hat mir meine Familie genommen. Vor Boko Haram war es eine Freude, nach Maiduguri zu fahren – etwas, auf das ich mich immer wirklich freute! Aber die heutige Situation hat mir so viele Kindheitserinnerungen geraubt. Ich habe Maiduguri immer als eine Stadt des Friedens, der Gastfreundschaft, des Respektes der Kulturen und der Zusammengehörigkeit gesehen. Aber alle diese Werte und guten Vorsätze haben uns in eine Situation gebracht, von der wir nie geträumt hätten. Gebete sind nun unser einziger Halt."


"Faszination Boko Haram"
Mutter von 10 Kindern, wohnhaft im Bundesstaat Borno

"Am meisten hat Boko Haram mir in ihrer Anfangszeit zugesetzt. Wir mussten beobachten, wie mein Sohn Kommentare über Boko Haram machte, die von einer gewissen Faszination zeugten. Er sprach von den Zielen, für die Boko Haram kämpfen würde und über die Wahrheit ihrer Ideale. Das war in der Zeit, als Muhammad Yusuf Anführer von Boko Haram war. Mein Sohn ist sehr belesen, aber er war beeindruckt vom Wissen von Muhammad Yusuf. In jeder Situation konnte Yusuf einen Vers aus dem Koran zitieren und ihn mit zusätzlichen Quellen belegen. Als wir die Faszination meines Sohnes bemerkten, hörte er schon nicht mehr auf uns, und so beschlossen wir sofort, dass er sich mit anderen belesenen Gelehrten treffen und die aqeedah (Doktrinen) mit ihnen diskutieren sollte. Daraufhin beruhigte er sich ein bisschen und nahm nicht mehr an den Boko-Haram-Treffen teil, zumal er auch wusste, dass wir es nicht gutheißen. Es sollte aber noch einige Jahre dauern, bis mein Sohn begann, die Aktionen von Boko Haram kritisch zu beleuchten. Ich weiß nicht wirklich, was den Umschwung brachte, aber als seine Familie waren wir sehr froh. Aber der Ruf des Boko-Haram-Anhängers blieb an ihm kleben. Und als die Polizei unsere Nachbarschaft durchsuchte, wurde mein Sohn vernommen, da jeder wusste, dass er Muhammad Yusuf ein paar Mal als Gast aufgenommen hatte. Aber zum Glück passierte nichts und er wurde wieder frei gelassen. Trotzdem haben wir ihn dann weggeschickt, zu seiner eigenen Sicherheit. Er ging für eine Weile zu Verwandten, um die Situation zu beruhigen. Ich schaudere, wenn ich daran denke, dass wir ihn fast zum Studieren nach Ägypten geschickt hätten. Das war nämlich genau zu der Zeit, als Muhammad Yusuf in Ägypten war, und wer weiß, welchen Einfluss er noch auf meinen Sohn ausgeübt hätte und was dann geschehen wäre. Gelobt sei Gott."

Neuen Kommentar schreiben