Bericht: Frauen noch 75 Jahre unterbezahlt

WissenschaftlerinWissenschaftlerin im Labor. Urheber/in: IntelFreePress. Creative Commons License LogoDieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Entwicklungsorganisation untersucht Geschlechtergerechtigkeit in G20-Ländern

Verstärkte Anstrengungen für weltweite Geschlechtergerechtigkeit fordern die Entwicklungsorganisation Oxfam und die Heinrich-Böll-Stiftung von den Regierungen der G20-Länder. Beim derzeitigen Tempo der Angleichungen würden Frauen noch weitere 75 Jahre lang weniger verdienen als Männer, so die Aussage im heute veröffentlichten Bericht „The G20 and Gender Equality. How the G20 can advance women’s rights in employment, social protection and fiscal policies.”

Einkommensdiskriminierung von Frauen ist ein weltweites Problem

In allen G20-Ländern ist das Einkommensgefälle zwischen Frauen und Männern eklatant. In Deutschland verdienen Frauen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes insgesamt im Durchschnitt 22 Prozent weniger als Männer und selbst bei gleicher Qualifikation beträgt der Unterschied noch sieben Prozent.

Der Bericht zeigt, dass Frauen in den G20-Ländern unbezahlte Arbeit im Gegenwert von 20 bis 60 Prozent des Bruttosozialprodukts leisten, etwa durch Kinderbetreuung und Haushaltsmanagement.

Auch Industrieländer würden von einer Gleichstellung profitieren: Wäre die Erwerbsrate von Frauen genauso hoch wie die von Männern, so würde laut Oxfam-Bericht das Bruttosozialprodukt zum Beispiel  in der Eurozone um 13 Prozent steigen.

Das Thema Ungleichheit muss auf die Agenda der G20 und G 7

Derzeit wird im UN-Rahmen an einem Zielkatalog für nachhaltige Entwicklung und die Bekämpfung der Armut für die Zeit nach 2015 gearbeitet.

Zu den erforderlichen Maßnahmen zählt die Entwicklung von Beschäftigungsstrategien, die gute Arbeitsbedingungen für Frauen schaffen und das bestehende Einkommensgefälle zwischen den Geschlechtern beenden. Des Weiteren gilt, weltweit soziale Sicherungssysteme und familienfreundliche Arbeitsstrukturen zu stärken, die Elternzeit sowie öffentliche Kinder- und Seniorenbetreuung vorsehen.



Den kompletten Bericht in englischer Sprache können Sie auf unserer englischen Seite herunterladen.

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Kommentare

Warum bekommt man bei solchen

Warum bekommt man bei solchen Artikeln immer ein Lachkrampf? Weil bei destatis schon längst bekannt ist, dass hochgradig katholische Länder einen sehr niedrigen GPG haben? https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesamtwirtschaftUmwelt/Verdienst...

Slowenien hatte 2009 sogar -0,9%. Polen, Italien, ca. 6%.

Der GPG wird solange das Normalste auf der Welt bleiben, solange der Vater der Mutter die Herdprämie Unterhalt bezahlen muss.

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