Frauenfußball-WM 2011: Bundesweite Kampagne "Gender Kicks 2011" startet

Pressemitteilung

Frauenfußball-WM 2011: Bundesweite Kampagne "Gender Kicks 2011" startet

Logo Gender Kicks 2011

5. Mai 2011
Die bundesweite Kampagne "Gender Kicks 2011" der Heinrich-Böll-Stiftung und ihres Gunda-Werner-Instituts zur Frauenfußball-WM startet heute Abend in Berlin. Die Kampagne wird bundesweit in zwölf WM-Städten auf Tour gehen, ihr Ziel: Das Fußballereignis aus feministischer und  geschlechterdemokratischer Perspektive zu begleiten.

Ankündigung: Gender Kicks 2011 - Tour-Auftakt am 5.5.2011 mit Film, Vernissage & Debatte 

 

Offizieller Anpfiff zur Frauenfußball-WM ist am 26. Juni in Berlin, Gastgeberland ist Deutschland.

"Wir freuen uns auf die Frauenfußball-WM im eigenen Land und wollen sie spielerisch und politisch begleiten", erklärt Barbara Unmüßig, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung. "Bis heute muss der Frauenfußball weltweit um Beachtung kämpfen. Mädchen und Frauen müssen tagtäglich in vielen Ländern dieser Welt Vorurteile und Hindernisse überwinden, um Fußball spielen zu können. Die Unterschiede zum Männerfußball in medialer, gesellschaftlicher, finanzieller und auch kommerzieller Hinsicht sind immens."

Das Thema Frauen und Fußball habe viel mit Gleichstellung zu tun, so Unmüßig, einem Kernthema der Stiftung. "Unsere Kampagne will zeigen, wer unsere Gegnerinnen sind. Aber wir schauen auch über den Stadionrand hinaus: Seit wann dürfen Frauen Fußball spielen und seit wann dürfen sie wählen? Gibt Fußball den Kick für mehr Gleichberechtigung?"

Claudia Roth, Bundesvorsitzende Bündnis 90/Die Grünen und Schirmherrin der Gender-Kicks-Kampagne, ist von der emanzipatorischen Bedeutung des Frauenfußballs überzeugt: "Die Frauen-WM wird Sportgeschichte schreiben, egal wer den Cup am Ende gewinnt. Und ich bin sicher, dass der Frauenfußball mit diesem Turnier dort ankommt, wo er längst hingehört, nämlich in der ersten Liga der Aufmerksamkeit."

Die Kampagne "Gender Kicks 2011" informiert in einem Web-Dossier www.boell.de/genderkicks und auf einer bundesweiten Tour über die Fußballkultur der WM-Teilnehmerländer und bietet "Gegnerinnen-Aufklärung".

Eingeladen sind Gäste aus Nigeria, Brasilien, Mexiko und Deutschland. Sie gehen auf Tour in zwölf WM-Städte und treffen dort auf Menschen, die ihre Leidenschaft für den Frauenfußball teilen. Gemeinsam fragen sie nach den Geschichten hinter den Teams, aber auch nach gesellschaftlichen Hindernissen für Mädchen und Frauen auf dem Weg ins Stadion.

Die Tour "Gegnerinnen-Aufklärung" beginnt am 5. Mai in Berlin und endet am 30. Mai in Augsburg. Sie wird gefördert von der DFB-Kulturstiftung.

Ab Juni öffnet die Heinrich-Böll-Stiftung ihr Stiftungshaus in Berlin-Mitte für die "Böll-Arena": Sie zeigt dort u.a. die Ausstellung "Verlacht Verboten Gefeiert" zur Geschichte des Frauenfußballs (4. bis 28. Juli) und organisiert Diskussionsrunden und zahlreiche Veranstaltungen zur Frauenfußball-WM 2011.

Mehr über die Kampagne "Gender Kicks" und die bundesweite Tour auf: www.boell.de/genderkicks
(Tour-Kalender, Interviews, Berichte zur Fußballkultur aller WM-Teilnehmerländer)

Pressekontakt:
Vera Lorenz, T 030.285 34-217, E lorenz@boell.de

Bundesweite Veranstaltungen zur Frauen-WM, pdf download


 

Pocket-Heft zur Frauenfußball-WM

Bist du bereit für die WM? Unser Pocket-Heft liefert Fakten und Hintergründe zu den WM-Teams im Telegrammstil: Wie ist es um die Gleichberechtigung bestellt? Wer war die erste Gegenerin? Wer ist die Lieblingsspielerin, wer die Axt? U.v.m.

Zur Fußball-WM der Frauen sind wir mit am Ball und erkunden die Fußballkultur der teilnehmenden Länder: Was kosten Eintritt und Stadion-Wurst? Wie viele Fans gibt es in Rio, Abuja und London? Wer hat das Zeug zur Torschützenkönigin? Gleichzeitig schauen wir auch über den Stadionrand hinaus und fragen: Wo birgt der Fußball Potenzial für gesellschaftliche Veränderungen? Wie wird Fußball für Frauen ein Emanzipationskick? Wir gehen auf Tour in die WM-Austragungsorte und laden ein in die Böll-Arena.
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