Bedingungsloses Grundeinkommen oder bedarfsorientierte Grundsicherung

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Bedingungsloses Grundeinkommen oder bedarfsorientierte Grundsicherung

Grafik: [i:]campus

Dossier

Soziale Sicherung neu denken

Die Debatte um bedingungsloses Grundeinkommen und bedarfsorientierte Grundsicherung aus feministischer Sicht

Seit einigen Jahren wird die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens wieder verstärkt zusammen mit der Frage der bedarfsorientierten Grundsicherung in der gesellschaftlichen Debatte aufgenommen. Die konstant hohen Arbeitslosenzahlen, die Erkenntnis, dass die Strukturen von Erwerbsarbeit sich grundlegend ändern und Vollbeschäftigung eventuell Illusion wird, besonders aber die umfassende Kritik an den jüngsten Sozialreformen – bekannt als Hartz IV – haben der Debatte, wie eine menschenwürdige, existenzsichernde soziale Grundsicherung aussehen könnte, neuen Schwung verliehen.

Empowerment und Emanzipation oder „Herdprämie” für Frauen – was bedeutet das Bedingungslose Grundeinkommen für die Geschlechterdemokratie? Wie müssen Grundsicherung/Grundeinkommen ausgestaltet werden, um Geschlechtergerechtigkeit zu fördern? Wo mangelt es den konkreten Modellen an Ideen oder an Gender-Bewusstsein; an welchen Stellen könnten sich Grundsicherung oder Grundeinkommen nachteilig für die Geschlechterdemokratie auswirken?

Das Dossier stellt die aktuelle Grundeinkommensdiskussion inner- und außerhalb grüner politischer Zusammenhänge vor, benennt wesentliche Punkte der wissenschaftlichen Debatte und analysiert auf übergreifender Ebene, was aus frauen- und geschlechterpolitischer Sichtweise Chancen, Risiken und „Mindeststandards“ Sozialer Sicherungssysteme sein könnten.

Ein Dossier von Susann Worschech,
im Auftrag des Gunda-Werner-Instituts für Feminismus und Geschlechterdemokratie 
Ansprechpartnerin: Gitti Hentschel

II. Feministische Kritik an "Hartz IV"

Lessons to learn: Feministische Kritik an "Hartz IV"

- 1. April 2008 - Jede Überlegung, wie ein System der Grundsicherung geschlechtergerecht ausgestaltet werden könnte, kommt um eine klare Bestandsaufnahme der letzten Sozialreformen und der daraus resultierenden Situation für Frauen nicht umhin. Dabei zeigt sich, dass insbesondere Frauen unter Hartz IV schlechter gestellt wurden, und die Benachteiligungen an einigen Kernprinzipien der Reform festzumachen sind. mehr»

I. Modelle & Begriffe

Modelle & Begriffe

- 1. April 2008 - Weniger strittig als die notwendige Höhe sozialstaatlicher Transferleistungen sind prinzipielle Fragen wie: Welche Auswirkungen könnten die zwei sich gegenüberstehenden Modelle "bedarfsorientierte Grundsicherung" und "bedingungsloses Grundeinkommen" auf gesellschaftliche Aufteilung und Wertschätzung unterschiedlicher Arbeitsformen haben? Unter den Aspekten – grobe Konzeption, Finanzierung, Auswirkungen auf Wirtschaft & Gesellschaft sowie geschlechtsspezifische Perspektive – werden die Modelle im Überblick vorgestellt. mehr»

IV. Grundeinkommen

Chancen und Risiken des Grundeinkommens aus feministischer Sicht

- 1. April 2008 - Jede mögliche Konsequenz des Grundeinkommens birgt sowohl Gender-Chancen als auch Gender-Risiken in sich! Die gender-relevanten Aspekte eines Grundeinkommens lassen sich einteilen in kurz- und mittelfristige Effekte auf die spezifische Lebenssituation von Frauen sowie in längerfristige Konsequenzen gesellschaftlicher Arrangements. Zudem ist anzunehmen, dass bestimmte Effekte generalisierbar sind, wenn man eine Typologie weiblicher Erwerbstätigkeit berücksichtigt. Eine Kritik der Debatte zeigt, wie notwendig ihre Fortsetzung und Intensivierung ist. mehr»

III. Spielt Gender eine Rolle?

Feministische Perspektive: Spielt Gender eine Rolle?

- 1. April 2008 - Die Frage nach geschlechtsspezifischen Auswirkungen und Voraussetzungen von Grundeinkommen bzw. Grundsicherung wird oft nur am Rande behandelt. Männer und Frauen sind als soziale und gesellschaftliche Gruppen von Sozialpolitik jedoch unterschiedlich betroffen. Die folgenden Seiten informieren darüber, wie das bedingungslose Grundeinkommen innerhalb der grünen Partei diskutiert wird, inwiefern Geschlechtergerechtigkeit ein Bestandteil sozialpolitischer Konzept- und Theorieentwicklung ist bzw. sein könnte, und welche Erfahrungen und Meinungen zum Grundeinkommen es im internationalen Rahmen gibt. mehr»

VI. Kriterien

Kriterien für Grundeinkommen und Grundsicherung aus feministischer Perspektive

- 19. Mai 2008 - Die Ansprüche und Vorschläge, die aus der Kritik an den gender-armen Modellen und -diskussionen resultieren, lassen sich als Kriterien und Rahmenbedingungen zusammenfassen. Kriterien betreffen die Ausgestaltung und Umsetzung des bedingungslosen Grundeinkommens oder der Grundsicherung, während die Rahmenbedingungen das eigentliche Instrumentarium für geschlechtergerechte Politik darstellen. mehr»

V. Bedarfsorientierte Grundsicherung

Chancen und Risiken der bedarfsorientierten Grundsicherung

- 7. April 2008 - Je nach Modell kann auch die bedarfsabhängige Grundsicherung ein wirksames Modell für eine geschlechtergerechtere Ausgestaltung unserer Sozialsysteme sein. Gerade der Entwurf der Grünen für die Grundsicherung enthält viele Forderungen, die aus frauenpolitischer Sicht begrüßenswert sind: ein eigenständiger Rechts- und Leistungsanspruch als zentraler Punkt nimmt Frauen und Männer als Individuen ernst und subsummiert sie nicht unter die Leistungen ihrer jeweiligen PartnerInnen oder der Familie. mehr»

! Literatur und Links

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