Ressourcen

Röntgenbild eines Fisches
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Wir brauchen keine „Versöhnung von Ökonomie und Ökologie“, sondern ein klares Nein gegen zerstörerische und ausbeuterische Projekte und Politiken – und eine Repolitisierung der ökologischen Debatte.   

COP22 in Marrakech
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Trotz der Wahl von US-Präsident Trump (oder gerade deswegen?) ist die Staatengemeinschaft auf der UN-Klimakonferenz COP 22 in Marrakesch näher zusammengerückt. Das Tempo bei der Umsetzung des Paris-Abkommens muss jedoch deutlich zunehmen, sonst ist das 1,5-Grad-Limit nicht mehr zu schaffen.

Auf dem UN-Klimagipfel, der vom 7. bis 18. November in Marrakesch stattfindet, geht es nun um die Ausgestaltung des Pariser Klimavertrags. Viele strittige Punkte stehen bei der COP 22 auf der Agenda.

Schwerpunkt

Obwohl die Energiewende ein Erfolgsprojekt ist, wird in Deutschland immer mehr Strom durch Kohlekraftwerke produziert. Das passt mit der Vorreiterrolle beim Klimaschutz nicht zusammen. Der Schwerpunkt fasst Publikationen und Artikel der Stiftung zum Thema zusammen.

Ein Viertel der deutschen Treibhausgase stoßen alleine die 30 größten Kohlekraftwerke aus. Der Kohlehunger der Industriestaaten führt zu dramatischen Schäden an Umwelt und Menschen. Unser Dossier zum Kohleatlas mit allen Texten und Infografiken.

Fossile Brennstoffe

Braunkohle – Irrläufer der deutschen Stromerzeugung

Die Erneuerbaren Energien haben zwar den Wegfall des Atomstroms mehr als kompensiert, aber auf dem heutigen Strommarkt werden die klima-schädlichsten Kapazitäten bevorzugt; in Deutschland ist das vor allem Strom aus Braunkohle. Die Publikation gibt Einblick in die Gründe dieses sogenannten „Energiewendeparadoxes“.

cover schiefergas

 Schiefergas und die für seine Gewinnung genutzte Technologie des Fracking werden heiß diskutiert. Das Buch zeigt Risiken auf und resümiert die bisherigen Erfahrungen in den USA und vergleicht diese mit der Situation in Europa.

cover marginal oil

Schriften zur Ökologie 29: Das vorliegende Papier beschreibt die treibenden Kräfte hinter den Investitionen in Marginal Oil und gibt einen Überblick über bestehende und mögliche Projekte rund um den Globus.

Das italienische Energieunternehmen ENI plant den Abbau von Teersanden und die Schaffung von Palmölplantagen im Kongobecken. Eine aktuelle Studie internationaler NGOs belegt, dass die Pläne große Risiken für das zweitgrößte Tropenwaldgebiet der Erde und seine Bevölkerung bergen.

Publikationen

Cover böll.brief "Am Ende ohne Kohle"

Wer trägt die Folgekosten des Braunkohlebergbaus? Ob das Finanzierungsmodell der unternehmensinternen Rückstellungen sicherstellt, dass die Kosten tatsächlich von den Verursachern getragen werden, ist äußerst fraglich. Der vorliegende böll.brief befasst sich daher mit den Risiken der bisherigen Rückstellungspraxis und Schritten zu deren Begrenzung.

Im Dezember findet in Mexiko die 13. COP der Biodiversitätskonvention (UNCBD) statt. Zu welchen Schlüsselthemen dringend Beschlüsse gefasst werden müssen, damit die synthetische Biologie nicht alle drei Ziele der Konvention gefährdet, erklärt dieses Briefing.

Politische Optionen für Klimaschutz und Kohleausstieg

In diesem böll.brief erörtern wir, welche Maßnahmen im Stromsektor ergriffen werden können – vor dem Zieldreieck Klimaschutz, Versorgungssicherheit und vertretbarer Preise. Wir konzentrieren uns dabei auf regulatorische Ansätze zur Eindämmung der Kohleverstromung. Zudem beleuchten wir den Vorschlag, einen Runden Tisch zur Herstellung eines "Nationalen Kohlekonsens" einzuberufen.

Alle Publikationen aus dem Ressort Ressourcen

Weitere Artikel

Little Red Flying Foxes (Pteropus Scapulatus) Boonah, Qld.

Der Handel mit Kompensationsgutschriften ist ein Paradebeispiel dafür, wie Abstraktionen Umweltpolitik beeinflussen. Nur die  Reduzierung einzigartiger Lebensräume auf einige wenige messbare Indikatoren macht den Handel mit Biodiversitätsgutschriften möglich.

Infografik: Emissionsgutschriften der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO)

Kompensationsgutschriften legalisieren die Überschreitung von Grenzwerten und die Zerstörung von geschützten Feuchtgebieten. Den Handel mit ihnen haben auch Wirtschaftsbranchen für sich entdeckt, die große Mengen an Treibhausgasen freisetzen.

Das Eon-Steinkohle-Kraftwerk Scholven, Gelsenkirchen

Konzerne, deren Geschäftsmodell mit Raubbau an der Natur verbunden ist, bieten zunehmend Produkte an, die sie als urwaldfrei oder kohlenstoffneutral vermarkten. Möglich wird dies durch das Prinzip „kompensieren statt reduzieren“. Wie funktioniert das?

Infografik: Handel mit Renaturierungsgutschriften an der "Grünen Börse"" in Brasilien

Die Grüne Ökonomie verspricht, ein Dilemma aufzulösen: die Lebensbedingungen auf der Erde erhalten ohne dabei das Wirtschaftswachstum einzuschränken. In Wahrheit geht es ihr jedoch darum, Natur marktkonform neu zu definieren.

Wenn der Wald zum 'Naturkapital' wird: Unser Dossier beschreibt, was sich hinter dem Konzept 'Neue Ökonomie der Natur' verbirgt und warum der Ansatz gerade in den letzten Jahren auf breites Interesse in Wirtschaft und Politik trifft.

Ressourcen

Der Wettlauf um Zugang und Kontrolle von knappen fossilen Energierohstoffen, strategischen Metallen, aber auch um Land, genetische Ressourcen und Wasser zerstört nicht nur Umwelt und verletzt Menschenrechte. Wir beobachten auch eine zunehmende Einschränkung demokratischer Handlungsspielräume. Wie nutzen und verteilen wir unsere natürlichen Ressourcen? Und wer entscheidet darüber? Das sind für uns Kernfragen einer gerechten und nachhaltigen Ressourcenpolitik – in Deutschland und global.

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