Schriftenreihe Gunda-Werner-Institut, Band 6
Frieden, Sicherheit und Geschlechterverhältnisse
Feministische Positionen und Perspektiven zur Friedens- und Sicherheitspolitik
» English versionDie Strategien der internationalen Sicherheitspolitik haben sich mit dem Ende des Ost-West-Konflikts, den Herausforderungen durch den internationalen Terrorismus und der Zunahme globaler Ungleichheiten grundlegend gewandelt. Auch in frauenpolitischen und feministischen Netzwerken ist das Interesse an außen- und sicherheitspolitischen Konzepten in den letzten Jahren gewachsen. Nicht zuletzt durch das Engagement und die Verabschiedung der UN-Resolution 1325, mit der zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen eine völkerrechtlich bindende Vorgabe zur Beteiligung von Frauen an Entscheidungen über Krieg und Frieden gemacht wurde. Schließlich: Bewaffnete Konflikte hängen auch mit ungerechten Geschlechterverhältnissen zusammen.
Mit der vorliegenden Publikation präsentiert das Gunda-Werner-Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung ein ausführliches Positionspapier für die internationale Debatte zur Friedens- und Sicherheitspolitik. Das Papier fußt auf einem Diskussionspapier aus dem Jahre 2006, das umfassend aktualisiert und überarbeitet wurde.
Schriften des Gunda-Werner-Instituts, Band 6:
Frieden, Sicherheit und Geschlechterverhältnisse
Feministische Positionen und Perspektiven zur Friedens- und Sicherheitspolitik
Hrsg. von der Heinrich-Böll-Stiftung
Berlin, Oktober 2009, 80 Seiten
ISBN 978-3-86928-007-3
Vorwort
Im Jahre 2006 erschien erstmals das Diskussionspapier "Frieden und Sicherheit für alle" als "feministische Kritik der gegenwärtigen Sicherheitspolitik", herausgegeben vom damaligen Feministischen Institut in der Heinrich-Böll-Stiftung. Die Broschüre erfuhr eine erfreulich große Nachfrage, was das Interesse ebenso wie den Bedarf an einer grundsätzlichen feministischen Positionierung in der Friedens- und Sicherheitspolitik belegt. Auch drei Jahre später ist dieses Positionspapier immer noch aktuell. Das zeigt, wie mühevoll und langsam Fortschritte in diesem Bereich sind. Leider.
Dennoch hat sich in den letzten Jahren in der internationalen Sicherheits-, Friedens-und Entwicklungspolitik einiges geändert. Europa ist mehr denn je zum internationalen Akteur geworden; es gibt eine Verschärfung der Sicherheitslage in Afghanistan, insbesondere auch für die Frauen; die USA ist im Irak auf dem Rückzug; und nicht zuletzt: Ein demokratischer Präsident ist mit Barack Obama ins Weiße Haus eingezogen.
Wir, das Gunda-Werner-Institut für Geschlechterdemokratie und Feminismus, die Nachfolgeinstitution des Feministischen Institutes, haben uns für die zweite Auflage für eine Aktualisierung entschieden, die den neuen, internationalen Veränderungen und Politikstrategien Rechnung trägt, auch wenn die grundlegenden feministischen Positionen davon unberührt bleiben. Die Aktualisierung wurde von der Journalistin Ute Scheub durchgeführt, die bereits der ersten Arbeitsgruppe des Feministischen Instituts "Gender in der Friedenspolitik" angehörte. Diese ehrenamtliche Arbeitsgruppe hat den grundlegenden fachlichen Input für dieses Positionspapier geleistet. Ihnen und besonders Ute Scheub noch einmal an dieser Stelle ein herzlicher Dank.
Berlin, im Sommer 2009
Gitti Hentschel, Leiterin Gunda-Werner-Institut für Feminismus und Geschlechterdemokratie in der Heinrich-Böll-Stiftung
Das Vorwort aus der Netzausgabe von Frieden, Sicherheit und Geschlechterverhältnisse. Feministische Positionen und Perspektiven zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Schriftenreihe Gunda-Werner-Institut).
| Feministische Positionen und Perspektiven zur Friedens- und Sicherheitspolitik - Frieden, Sicherheit und Geschlechterverhältnisse |
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| Herausgeber/in | Heinrich-Böll-Stiftung |
| Erscheinungsort | Berlin |
| Erscheinungsdatum | Oktober 2009 |
| Seiten | 80 |
| ISBN | 978-3-86928-007-3 |
| Bereitstellungs- pauschale |
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