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Doku: Verseuchtes Land - die Atomfabrik Majak

6. Dezember 2010
Norbert Röttgen (CDU) hat den umstrittenen Atommüll-Transport aus dem Zwischenlager Ahaus nach Russland vorerst gestoppt. Insgesamt sollten 951 Brennelemente, die ursprünglich aus einem DDR-Forschungsreaktor stammen, in das russische Atomkombinat „Majak“ (Leuchtturm) gebracht werden.

Das Gebiet (heute Osjorsk) um die radiochemische Fabrik „Majak“ soll noch stärker radioaktiv verstrahlt sein als Tschernobyl, wo es 1986 zum Gau gekommen war. Durch zahlreiche Unfälle und das wiederholte Freisetzen von Radioaktivität wurden in den vergangenen Jahrzehnten 272.000 Menschen hohen, gesundheitsschädlichen Strahlungen ausgesetzt. Die Region gilt heute als eines der am stärksten verstrahlten Gebiete weltweit. Dennoch werden noch immer radioaktive Brennstäbe nach „Majak“ gebracht. Weiterhin verseuchen die radioaktiven Abwässer aus der Anlage die Umwelt.

Der ergreifende Dokumentarfilm „Verseuchtes Land – die Atomfabrik Majak“ der Nichtregierungsorganisation "Greenworld" aus St. Petersburg zeigt die Situation heute und stellt die betroffenen Menschen in den Mittelpunkt. „Majak“ zeigt, wie menschenverachtend es ist, weltweit auf eine lebensgefährliche Technologie wie die Atomkraft zu setzen. Der Film kann auch als DVD bei www.videowerkstatt.de bestellt werden. Die Doku wurde mit Hilfe der Heinrich-Böll-Stiftung in deutscher Sprache untertitelt. 

Video "Verseuchtes Land - die Atomfabrik Majak"

Reaktionen (7)

1_ smoke
7. Dezember 2010, 17:22 Uhr

Der Film ist sehr erschreckend... Er zeigt nicht nur auf, welche Probleme ein Störfall verursacht, er zeigt vor Allem, was aus Abfällen wird, wenn eine ignorante Regierung für diese Abfälle verantwortlich ist... Wie kann man so mit seinen Mitmenschen umgehen? Wer kann schon sagen, wie wir in unserem Land in 20 Jahren regiert werden... Wie kann man da noch annehmen, dass solche Zustände bei uns nicht möglich sind? Auch in Deutschland gibt es bereits unbewohnbare Gegenden, wenn die Probleme hier auch bei solchen Bildern verblassen... Erschreckend...
2_ Brand
13. Dezember 2010, 11:13 Uhr

kann ich erst, wenn ich ihn gesehen habe
3_ OIKOS-BIT
31. Dezember 2010, 01:01 Uhr

Die Bilder aus Majak sind erschütternd! Eine riesige radioaktive Umweltverseuchung, unverantwortliche Gesundheitsschäden bei den Betroffenen, trotz bekannter und weiterhin andauernder Gefahren wird von der Regierung viel zu wenig unternommen. Ein einziger Albtraum!

Kernenergie ist wie die Büchse der Pandora. Nur ein vollständiger Ausstieg aus der Kernenergie kann uns helfen. Nutzen wir die Erneuerbaren Energien!

4_ Anonym
15. Januar 2011, 23:53 Uhr

Unmenschlich und Abstoßend!

Der Film zeigt wie in autoriäten Ländern mit dem Wohl der eigenen Bevölkerung umgegangen wird. Obwohl allen Beteiligten die Ursache bekannt ist, wird es ignoriert. Der Alltag geht weiter! Grauenhaft. Bei dem Leid der Bevölkerung am Tescha muss ich dennoch sagen, dass eine Übertragung auf Deutschland rein ideologisch ist. Das Problem ist nicht die Kernenergie sondern die Handhabung der sowjetischen/gus/russischen Regierung. Technisch ist können alle Radionuklide gegenüber der Umwelt abeschottet werden, was in Deutschland stets eingehalten wird. Schade, dass die Menschen am Tescha politisch instrumentalisiert werden für die Politik in Deutschland.

5_ tucker
19. März 2011, 19:22 Uhr

sehr bedrückend und zugleich gut gemacht. mir war mayak schon ein begriff, aber viel zu wenige kennen dieses problem. nach mayak, tschernobyl und jetzt fukushima können wir nur hoffen, dass die welt (speziell konservative politiker) endlich aufwachen.
die (ich sage gezielt) spinner, die in deutschland von umweltschutz reden, haben keine ahnung! Ach wie böse sind doch deutsche autos. man redet von umweltzonen für alte autos, wobei alt schon nach wenigen jahren der fall ist. es ist einfach nur noch lächerlich von tempolimit zu reden oder E10 einzuführen. es geht dabei nur um abzocke und lobby. man kann ja wieder neue technik teuer verkaufen.

zum teufel nochmal, es müssen endlich die WIRKLICHEN probleme bekämft werden. dieser film macht das einmal wieder deutlich.
vielen dank an die macher des filmes





6_ Mikkai
8. Mai 2011, 13:47 Uhr

Katastrophenminister Röttgen wird sicherlich wieder Atommüll dorthin schicken, wenn sich die Tsunami-Fukushima-Wogen geglättet haben. Wir und andere Länder tun das, einfach so. Der Unfall in Majak dauert für die Ewigkeit an. Ein Völkermord!
http://www.tekknorg.wordpress.com

7_ Bodylove
5. Oktober 2012, 01:37 Uhr

Sind es tatsächlich die Regierungen und Politiker, die für dies alles verantwortlich sind?

Die wahren Schuldigen sind hier jene, welche über das notwendige Wissen verfügten um Atomwaffen und damit die Plutoniumfabrik Majak überhaupt erst zu ermöglichen - Wissenschaftler, Techniker und Ingenieure. Gilt natürlich auch für die anderen Orte und Staaten mit solchen Anlagen. Auch die USA haben sich da nicht lumpen lassen.

Die bereits verstrahlten Menschen um Majak sind bereits verloren - deswegen siedelt sie auch niemand mehr um. Das selbe gilt auch für grosse Teile der Bevölkerung von Fukushima.

Leider fällt durch Radioaktiviät niemand sofort tot um - leider dauert es _Generationen_ bis die vererbten und akkumulierten Gendefekte sich manifestieren. In Form von Nachkommen, welche aufgrund ihrer Defekte kaum oder gar nicht mehr überlebensfähig sind.

Und natürlich gilt dies für alle komplexen Mehrzeller. Komplexe (Säuge)tiere sind auf einen funktionsfähigen Körper zum Lebensunterhalt angewiesen.

Entweder erkennt die Menschheit diesen einfachen Zusammenhang und handelt endlich, oder wir werden uns durch weitere Kontamination der Umwelt und Nahrungsketten irgendwann zusammen mit einem Grossteil der aktuellen Biossphäre ausrotten.

Im besten Fall sitzen unsere degnerierten Nachkommen wieder auf den Bäumen. Dort könnten sie dann wenigstens keinen weiteren Schaden mehr anrichten ;-)

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