Pressemitteilung

Stellungnahme von Ralf Fücks zur Einladung, in der Atomkommission mitzuarbeiten

27. März 2011

Stellungnahme von Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, zur Anfrage von Bundesumweltminister Norbert Röttgen, in der Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung mitzuarbeiten:

"Bei den Wahlen am letzten Wochenende wurde auch über die Atompolitik der Bundesregierung abgestimmt. Das Ergebnis ist eindeutig. Die große Mehrheit der Bürgerinnen und Bürger befürwortet einen beschleunigten Ausstieg aus der Kernenergie. 

Das muss der Ausgangspunkt für einen neuen Atomkonsens sein. Wenn die Bundeskanzlerin ernstlich an einer überparteilichen Verständigung interessiert ist, muss sie auf die Opposition zugehen und den Bundesrat beteiligen.

Dafür reicht es nicht, aus dem Kanzleramt heraus eine Kommission einzusetzen, zumal darin wichtige Stimmen fehlen, die für einen neuen Atomkonsens unverzichtbar sind. Das gilt insbesondere für die Umweltverbände und die Anti-Atom-Bewegung. 

Unter diesen Vorzeichen macht meine Mitarbeit in der Kommission wenig Sinn. Dessen ungeachtet wünsche ich Klaus Töpfer und den anderen Mitgliedern viel Erfolg."

Die von Bundeskanzlerin Angela Merkel berufene Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung soll erstmals am 4. April 2011 zusammentreten.

Reaktionen (4)

1_ H. Z.
1. April 2011, 09:34 Uhr

Es ist bezeichnend wenn eine Christin, zudem Partorentochter wie Frau Merkel zur ethischen Bewertung der Atomkraft eine Kommission braucht, die letztendlich eigentlich nur verkünden kann, was eh die Spatzen seit Jahrzehnten von den Dächern pfeifen: Atomkraft ist unethisch. Oder auch "das vermessenste Projekt der Zivilisationsgeschichte", wie Herrmann Scheer es formulierte.

2_ Beatrix Wupperman
4. April 2011, 22:39 Uhr

Gut reagiert, Ralf, Gruß Beatrix
3_ manfred iba
7. April 2011, 15:48 Uhr

ich frage mich schon seit jahren, was eigentlich das "c" im namen der regierungspartei cdu aussagen soll.

ursprünglich stand es für "christlich", das scheint aber von den entscheidungsträegern dieser partei unsäglicherweise vergessen oder verdrängt worden zu sein.

diese leute sind doch nur noch marionetten der wirtschaftsbosse, insbesondere der energiewirtschaft.
eine solche verlogene kehrtwendung in der frage der schon immer tödlichen atomenergie nach soeben erst verlängerter laufzeiten hinzulegen, ist schon beinahe chizophren zu bezeichnen.

das war hoffentlich der anfang vom ende dieser korrupten regierung, man kann es nur hoffen.

aber was dann, die grüne energiewende soll kommen. da kann ich die grüne partei nur ermuntern, sich auf die seite des leider bereits verstorbenen genialen hermann scheer zu schlagen.

verinnerlichen sie sich sein letztes buch "der energethische imperativ" und setzen sie sich mit den dort beschriebenen visionen auseinander.

diese weitsicht des "solarpapstes" kann man nur bewundern.


4_ Thilo Götze Regenbogen
14. April 2011, 22:46 Uhr

Volle Zustimmung! Weg mit den Feigenblättern einer verfehlten Energiepolitik. Sollen sie doch ruhig nackt im Wind stehen, der von Stuttgart weht.
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