Pressemitteilung

Befreiung Ingrid Betancourts

3. Juli 2008
Heinrich-Böll-Stiftung, Karoline Hutter, Pressesprecherin
Schumanstraße 8, 10117 Berlin-Mitte, gegenüber dem Deutschen Theater;
T 030-285 34 - 202 F 030-285 34 - 494
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Befreiung Ingrid Betancourts: Appell an die FARC, keine Vergeltungsmaßnahmen zu treffen, sondern Chance für Verhandlungen zu nutzen

Zur Befreiung der vor über sechs Jahren von der kolumbianischen FARC-Guerilla entführten grünen Politikerin und ehemaligen Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt erklärten Barbara Unmüßig und Ralf Fücks heute für den Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung:

"Mit großer Freude und Erleichterung haben wir die Nachricht über die erfolgreiche und offensichtlich gewaltlose Rettung Ingrid Betancourts zur Kenntnis genommen. Wir sind ebenfalls froh und erleichtert, dass bei der spektakulären Befreiungsaktion keine Opfer zu beklagen waren - das ist nicht selbstverständlich. Wir appellieren deshalb an die neue Führung der FARC-Guerilla, nun keine Vergeltungsmaßnahmen zu treffen, sondern die Chance für Verhandlungen zu nutzen. Der Jubel über die gelungene
Befreiungsaktion in der ganzen Welt, vor allem aber auf den Straßen Kolumbiens sind ein überdeutliches Signal. Wir hoffen nun sehr, dass für die restlichen 700 Geiseln, nach Möglichkeit auf dem Verhandlungsweg, ebenfalls eine schnelle Lösung gefunden werden kann - einige von ihnen befinden sich bereits seit fast zehn Jahren in Haft."

Kurz nach ihrer Entführung im Februar 2002 hatte die grüne Heinrich-Böll-Stiftung Ingrid Betancourt den Petra-Kelly-Preis verliehen und ihn in Abwesenheit an ihren Ehemann Juan Carlos Lecompte übergeben. Mit dem Preis würdigte die Stiftung Ingrid Betancourts herausragendes Engagement für ein Ende der seit Jahrzehnten andauernden Gewalt, der unzähligen Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien sowie ihren Kampf gegen Korruption und für eine transparentere Politik. In ihrer Eigenschaft als grüne Politikerin, die sich ohne Rücksicht auf persönliche Gefährdung unermüdlich für mehr Demokratie, die Wahrung der Menschenrechte und zivile Konfliktlösungen engagiere, stehe Ingrid Betancourt in direkter Kontinuität zu Petra Kelly, so damals die Begründung der Jury.

Für Hintergrundinformationen und Interviews zur Freilassung von Ingrid Betancourt steht Michael Alvarez, Leiter des Büros Cono Sur Santiago de Chile, zur Verfügung. Sie erreichen Ihn in Santiago de Chile telefonisch unter Tel.+ 56-2-3416441, mobil +56-9-74300674, mak@boell.cl

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