Schriften zur Demokratie, Band 26

Braune Ökologen - Hintergründe und Strukturen am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns

10. Januar 2012


Dass Ökologie und Umweltschutz von völkisch-nationalistischen und rechtsextremistischen Ideologien vereinahmt werden, ist kein Phänomen der letzten Jahre. Zeugnisse dafür finden wir bereits in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts. Neueren Datums sind Versuche, Ideologie und Praxis zu verbinden. Zu beobachten ist, dass Sympathisanten Grundstücke und Immobilien in Siedlungen und auch ganze Höfe und Ländereien erwerben – vorrangig in wirtschaftlich abgehängten Regionen und somit auch in Mecklenburg-Vorpommern. Gleichzeitig versucht man, Zugang zu den Produktions- und Vertriebsnetzen der Bio-Branche zu bekommen.

Wir möchten mit dieser Publikation Informationen zu diesem Phänomen liefern und den Austausch und die Vernetzung im Kampf gegen Rechtsextremismus und Rassimus unterstützen. Wie können die Netzwerke und Strukturen erkannt werden? Was verbirgt sich hinter den Begriffen „germanisch“ und „artgerecht“? Wo können weiterführende Informationen und Unterstützung eingeholt werden? Gerade für die zivilgesellschaftlichen Akteure vor Ort sind Strategien und das Wissen um Handlungsmöglichkeiten wichtig. Interviews mit Engagierten vor Ort zeigen, dass Widerstand gelingen kann.

Natürlich gibt es nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern Versuche, Heimstätten für braune Ideologien aufzubauen. Deshalb vermittelt die Publikation neben den regionalen Besonderheiten auch entsprechendes Grundlagenwissen über Geschichte und Ideologie.

Entstanden ist die Studie in Kooperation mit der Heinrich-Böll-Stiftung Mecklenburg-Vorpommern, der Evangelischen Akademie Mecklenburg-Vorpommern und der Arbeitsstelle Politische Bildung der Universität Rostock. Sie knüpft an die langjährige Arbeit im Stiftungsverbund der Heinrich-Böll-Stiftung an, in der u.a. die Publikationen Gefährliche Liebschaften. Rechtsextremismus im kleinen Grenzverkehr und Nazis in Parlamenten. Eine Bestandsaufnahme und kritische Analyse aus Thüringen erschienen sind. Denn die Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus und die Entlarvung seiner Strukturen ist wesentlich bei der Verteidigung und Festigung unserer freiheitlichen und demokratischen Grundwerte.
Braune Ökologen - Hintergründe und Strukturen am Beispiel Mecklenburg-Vorpommerns
   
Herausgeber/in Heinrich-Böll-Stiftung
Erscheinungsort Berlin
Erscheinungsdatum Januar 2012
Seiten 112
ISBN 978-3-86928-062-2
Bereitstellungs-
pauschale
kostenlos


Reaktionen (2)

1_ wisgard
22. September 2012, 15:56 Uhr

Ich glaube nicht, daß "Nazi-Bio-Kartoffeln" weniger Bio sind als "linke-Bio-Kartoffeln" oder "christliche-Bio-Kartoffeln" Das Biosiegel bekommt man für Qualität und nicht für seine religiöse oder politische Einstellung. Zumindest dachte ich das bisher.
Glauben sie nicht, daß der "Kampf gegen Rechts" immer öfter sehr seltsame Blüten treibt? Ich will ja nicht anecken, aber das ganze klingt mir doch sehr nach: "Kauft nicht bei Juden". Das ist doch keine Demokratie!

mit freundlichen Grüßen, wisgard

2_ Fritz Vokuhl
27. November 2012, 09:02 Uhr

Es ist erschreckend wie sich Nazis und andere Rechtsextreme betätigen. Danke für die Veröffebtlichung der Broschüre.
1-Wisgard: Es geht nicht um die Produkte, sondern um die von den Nazis vertretene Weltsicht. Wir wollen keine Naziideologie.

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