ARNIM VON GLEICH

Arnim von Gleich, 1949 geboren, studierte Biologie und Pädagogik an der Universität Tübingen. Von 1983 bis 1985 koordinierte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der 1. Bundestagsfraktion der Grünen den Arbeitsbereich Umwelt, zu dem unter anderem die Teilgebiete Naturschutz, Forschung und Technologie, Energie und Verkehr sowie Raumplanung und Landwirtschaft gehörten.

Er war Mitbegründer des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) gGmbH (http://www.ioew.de/) in Berlin, arbeitete im Anschluss an seine Tätigkeit bei der grünen Fraktion dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter und war viele Jahre Mitglied des Institutsvorstands.

Nach seiner Promotion zum Dr. phil. im Fach Politikwissenschaft am Fachbereich Sozial- und Geisteswissenschaften der Universität Hannover wechselte von Gleich nach Bremen als Mitglied in die vom Senat der Stadt eingesetzten Projektgruppe "Wirtschaftsstrukturpolitische Anforderungen an die wissenschaftliche Infrastruktur" zur langfristigen Forschungsinfrastrukturplanung mit dem Ziel regionaler Innovationsförderung.

Nach einer Gastprofessur am Wissenschaftlichen Zentrum "Mensch-Umwelt-Technik" der Universität Gesamthochschule Kassel sowie einer Professur für das Lehrgebiet Technikbewertung an der Fachhochschule Hamburg im FB Maschinenbau und Chemieingenieurwesen hat Arnim von Gleich nunmehr die Professur für Technikgestaltung und Technologieentwicklung am FB Produktionstechnik der Universität Bremen inne. Er ist dort auch Mitglied des Forschungszentrums für Sustainability Studies Arbeit-Umwelt-Technik (artec, http://www.artec.uni-bremen.de/).

Neben diversen Gutachtertätigkeiten war und ist Arnim von Gleich in zahlreichen Forschungsprojekten insbesondere im Umkreis der Themen Innovation, Stoffstrommanagement, Technik und Umwelt engagiert. Zu nennen sind hier unter anderem die Leitung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms "Modellprojekte für nachhaltiges Wirtschaften - Innovation durch Umweltvorsorge" geförderten Verbundprojekts "Nachhaltige Metallwirtschaft - Effizienzgewinne durch Kooperation bei der Optimierung von Stoffströmen und der Region Hamburg" (http://www.nachhaltige-metallwirtschaft.de/) sowie des Projekts "SubChem - Gestaltungsoptionen für handlungsfähige Innovationssysteme zur erfolgreichen Substitution gefährlicher Stoffe" (http://www.subchem.de/). In einem weiteren Projekt beschäftigtw er sich mit den absehbaren nachhaltigkeitsrelevanten Wirkungen der Nanotechnologie (http://www.bmbf.de/pub/nano_nachhaltigkeit_ioew_endbericht.pdf). Derzeit beschäftigt er sich mit zwei Projekten zur Bionik ('Perlmutt - Vorbild für nachhaltige Werkstoffe', 'Potentiale und Trends der Bionik').

Von seinen vielfältigen Beratungstätigkeiten seien die Mitgliedschaft von Gleichs in der Enquête-Kommission "Schutz des Menschen und der Umwelt - Ziele und Rahmenbedingungen einer nachhaltig ukunftsverträglichen Entwicklung" (1995-1998) genannt und seine im September 2000 erfolgte Berufung in die Risikokommission der Bundesregierung zur "Neuordnung der Verfahren und Strukturen der Risikobewertung und Standardsetzung im gesundheitlichen Umweltschutz der Bundesrepublik Deutschland". Er ist derzeit Mitglied im beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales angesiedelten Auschuss für Gefahrstoffe (http://www.baua.de/prax/ags/index.htm).

Eine Übersicht über die zahlreichen Veröffentlichungen Arnim von Gleichs, darunter Bionik - ökologische Technik nach dem Vorbild der Natur? (2001), Hazardous Chemicals in Products and Processes - Substitution as an Innovative Process (2005), Sustainable Metals Management (2006) findet sich auf den Seiten der Universität Bremen unter http://www.tecdesign.uni-bremen.de/von-gleich

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