Roundtables der Grünen Akademie
Werden die Grünen bevorzugt von Frauen gewählt – und hat das etwas mit ihrem Anspruch als feministische Partei zu tun? Dies waren Themen der Roundtable-Debatte mit Mitgliedern der Grünen Akademie und dem Arbeitskreis „Gender und Wahlen“, moderiert von Anne Ulrich.
Die „Newcomer-Partei“ die Linke und der „Linksruck“ der Gesellschaft werfen Fragen auf. Welches sind die Gemeinsamkeiten von Bündnis 90/Die Grünen mit der SPD und der Linken? Und wo liegen die Differenzen? Trotz inhaltlicher Schnittmengen scheinen die Wählermilieus gar zu verschieden, als das ein Linksbündnis realisierbar wäre. Dennoch: Regierungsfähige Mehrheiten müssen gefunden werden. Ein Beitrag von Dieter Rulff.
Wer Bündnis 90/Die Grünen einfach dem linken Lager zuschlägt, hat die strategische Positionierung der Grünen im Parteienwesen offenbar verkannt. Beispielhaft erläutert Lothar Probst das politische Selbstverständnis der Partei in Bremen.
Mit der Bundestagswahl 2005 etablierte sich die Linke im bundesdeutschen Parteienwesen. Doch welchen Einfluss hat eine – bisher – oppositionelle Protestpartei auf Wählerbewegungen und Lagergrenzen? SPD, aber auch Bündnis 90/Die Grünen sehen neue Herausforderungen.
Existenziell ist Bündnis 90/Die Grünen an einer Regierungs-Koalition interessiert und die steht ihnen auch offen – in jedweder Couleur. Doch was numerisch möglich ist, ist politisch nicht ohne weiteres realisierbar. Mögliche und wechselnde Koalitionen stellen die Grünen als Programmpartei vor neue inhaltliche und personelle Herausforderungen.
Die Parteien stehen in einem Dilemma: Wenden sie sich den neuen Wählerschaften zu, so können Verluste in den tradierten Wähler-Milieus entstehen und umgekehrt. Die „Modernisierungsfalle“ betrifft nicht nur die Volksparteien, auch die grüne Wählerschaft scheint weniger homogen als zu vermuten wäre. Melanie Haas und Richard Stöss in: Stachelige Argumente Nr. 161/2006
Facts & Figures zur Berliner Abgeordnetenwahl: Wählerschaften und Wahlmilieus: ein Überblick von Melanie Haas und Richard Stöss.
Die NPD - eine Partei zwischen Propaganda und medialen Schlägereien? Doch mit zehn Mandaten allein in Mecklenburg-Vorpommern lässt sich durchaus fragen, wie sich der parlamentarische Alltag ihrer Abgeordneten eigentlich gestaltet. Eine Studie der Uni Greifwald versuchte der Frage nachzugehen. Eine Rezension von Anne Ulrich.

