Engagement im grünen Gesellschaftsvertrag
© Heinrich-Böll-Stiftung
Einführung
Engagement im grünen Gesellschaftsvertrag
Wir erleben in den letzten Jahren eine starke Aufwertung des Themenfelds Bürgerschaftliches Engagement von Regierungsseite, gern begleitet vom Tenor „Helfen als Bürgertugend“. Diese Indienstnahme aber verzerrt das Selbstverständnis des bunten Engagements im grünen Milieu - zwischen public space, Freiwilligendiensten, kommunaler Politik, dog watch-Initiativen, Ehrenamtsbörsen, Bürgerstiftungen bis hin zu selbstorganisierten Senioren-WG´s. Gelebt und gefordert wird hier Empowerment zur Selbstorganisation, die Gestaltung von „gutem Leben“ in einer lebendigen demokratischen Zivilgesellschaft.Zwei parallele Entwicklungen haben uns veranlasst, uns intensiver mit dem Thema Bürgerschaftliches Engagement zu befassen:
- Die staatliche Indienstnahme von Engagement (from voice to service) als Herausforderung des Selbstverständnisses Aktiver Engagierter und
- Grüne Identitätsprobleme im konzeptionellen und programmatischen Umgang mit dem Feld – Ist der Aufruf zum Engagement ein Beitrag zur Legitimierung neoliberalen Sozialstaatsabbaus? Wie können Politikfelder für Engagement geöffnet werden? Wie ist das Verhältnis zwischen aktiver Bürgerschaft und politischen Institutionen zu gestalten?

