Zielgruppe des Programmes sind in erster Linie MitarbeiterInnen aus mittelamerikanischen NROs sowie engagierte und profilierte Frauen und Männer aus den sozialen Bewegungen. Das Programm richtet sich darüber hinaus an MitarbeiterInnen aus Forschungseinrichtungen und Universitäten.
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Seit Beginn der 80er Jahre erhöht sich die Anzahl der Hochschuleinrichtungen in den mittelamerikanischen Ländern stetig. Viele dieser Einrichtungen sind allerdings nach wie vor unzureichend ausgestattet. Die Dozenten sind beispielsweise aus finanzieller Not gezwungen, weitere Beschäftigungen anzunehmen; eine Forschungstradition existiert genauso wenig wie eine Publikationstradition.
Die Lage der Geisteswissenschaften ist besonders schwierig, da in vielen zentralamerikanischen Universitäten keine solchen Studienrichtungen existieren bzw. durch Privatisierung oder Mittelkürzung drastisch reduziert wurden. Nur wenige Universitäten bieten Postgraduierten-Studiengänge an.
Die Heinrich-Böll-Stiftung startete das Sur-Place-Stipendienprogramm mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Jahr 1997. Dahinter stand der Anspruch, dass sich das Fortbildungsangebot, den Bedürfnissen der StipendiatInnen entsprechend, durch Flexibilität, Aktualität und Konzentration auf die hauptsächlichen Probleme der Entwicklung in Mittelamerika auszeichnen sollte. Es geht darum, die Disparitäten im höheren Bildungsbereich abzubauen, um mit professionell ausgebildeten Fach- und Führungskräften und zivilgesellschaftlichen Akteuren den ökonomischen und politischen Herausforderungen in den Entwicklungsländern begegnen zu können.
Während des gesamten Programms wird den StipendiatInnen sowohl durch die Programmkoordinatorin unseres Regionalbüros in El Salvador als auch durch die jeweiligen TutorInnen der Masterstudiengänge fachliche und persönliche Unterstützung angeboten. Während ihres Aufenthaltes in Mexiko nehmen die StipendiatInnen an mehreren Veranstaltungen im Rahmen eines durch das Regionalbüro organisierten Begleitprogramms teil.
Insgesamt wurden bisher 42 Personen aus El Salvador, Nicaragua, Kuba und Guatemala als StipendiatInnen der hbs gefördert, 65% von ihnen sind Frauen. Von den Graduierten sind 100% berufstätig: Sie sind in Universitäten, Forschungszentren, NROs, namhaften Institutionen oder Ministerien beschäftigt.
E-Mail: becas@boell-latinoamerica.org.mx

