China: Öffentlichkeit und Medien im Olympiajahr

Wache vor dem "Vogelnest", dem Ende 2007 fertiggestellten Nationalstadion von Peking, Foto: Montrasio International

Dossier

Einführung

Die Olympischen Spiele haben die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit auf China und seine Menschenrechts- und Minderheitenpolitik gelenkt. Während die internationale Presse die Olympischen Spiele zum Anlass nimmt, sich kritisch mit China auseinander zu setzen, will die chinesische Propaganda vor allem ein positives Chinabild vermitteln. Dissenz und Kritik in den Medien werden unterdrückt.

Trotz aktueller Restriktionen und Zensur ist die chinesische Medienlandschaft heute vielfältiger als je zuvor: Über 9.000 Magazine, 2.000 Tageszeitungen und 400 Fernsehanstalten haben sich auf das wachsende Informationsbedürfnis einer Milliarden-Bevölkerung eingestellt. Das Internet mit seinen eigenen Regeln bietet eine neue, kaum kontrollierbare Plattform für öffentliche Diskussionen: Blogs und Chats gelten schon heute als Orte kontroverser Öffentlichkeiten. 

Die Heinrich-Böll-Stiftung veranstaltet aus aktuellem Anlass am 20. Mai eine Konferenz in Berlin zum Thema „China: Öffentlichkeit und Medien im Olympiajahr 2008". Es folgen weitere Veranstaltungen am 21. Mai in Bonn und am 23. Mai in Dresden.

Deutsche Olympia- und Medienexperten, Sport- und Außenpolitiker werden auf dieser Konferenz gemeinsam mit chinesischen Referentinnen und Referenten über die Wechselwirkungen zwischen chinesischer Politik und Medien diskutieren: Wie stehen die Chancen für eine pluralistische Medienlandschaft in China, und wo finden sich Ansätze für einen deutsch-chinesischen Dialog im Medienbereich?

Gemeinsam mit chinesischen Journalisten und Medienwissenschaftlern fragen wir nach der Zukunft der Presseberichterstattung in China und beleuchten den Medienalltag im Olympiajahr: Wie haben Privatisierung und Kommerzialisierung die Rolle der Medien in China verändert? Wie berichten Chinas Journalisten zu kontroversen Themen wie Umweltschutz und Korruption?

In Medienpartnerschaften mit: tageszeitung und Deutsche Welle

Aktuelle Situation

Kommentar

Waren die Olympischen Spiele in Peking ein Erfolg?

28. August 2008 - Wenn China - nach dem Ende dieser Olympischen Spiele - versteht, dass Kritik nicht Zurückweisung, sondern Einladung zum Dialog bedeutet. Und wenn der Westen lernt, genauer hinzuschauen, besser zuzuhören und China und seinen Menschen den ihnen zustehenden Respekt zu erweisen. Dann wären diese Spiele schon ein großer Erfolg. Von Katrin Altmeyer mehr»

Kleine Umfrage

China 2020

- 28. April 2008 - Wie wird die Volksrepublik in 13 Jahren aussehen? Wie stellen sich die Chinesen ihre Zukunft vor? Wohlstand, Demokratie, Umwelt und Chinas Rolle in der Weltgemeinschaft – mit welchen Erwartungen und Ängsten, mit welcher Tatkraft oder Skepsis schauen die Menschen nach vorn? Die Weichen werden jetzt gestellt, auf welche mentalen Einstellungen stützt sich der neue Große Sprung nach vorn? Aufgezeichnet von Christiane Kühl und Martin Kühl mehr»

Demokratie und Menschenrechte, Öffentlichkeit und Medien

http://www.flickr.com/photos/russell-higgs/41253528/

"Erstens, du sollst keine Angst haben!"

23. April 2008 - Täglich gehen irgendwo in China Menschen gegen Behördenwillkür, Umweltverschmutzung und Ungerechtigkeit auf die Straße. Gerade darum braucht China unabhängige Medien, denen die Bürger vertrauen können und die Korruption und Amtsmissbrauch aufdecken. Die Vertuschung von Problemen führt zu Spekulationen, Gerüchten und Panik. Von Zhu Yi und Katrin Altmeyer mehr»

Arbeit, Soziales und Gender

Gender in China 2007

28. April 2008 - Chinas Wirtschaftsreformen haben grundlegende Auswirkungen auf die Struktur der chinesischen Gesellschaft, insbesondere auf die Rolle der chinesischen Frau. mehr»

Hintergründe

http://www.flickr.com/photos/shapeshift/2404140161/

Droht der nächste kalte Krieg?

- 11. Mai 2008 - Jede Generation braucht offenbar ihren eigenen Krieg, bevor sie fähig und weise genug ist, daraus ihre Lehren zu ziehen. Das gilt für die heißen, wie für die kalten Kriege. - In der Tibetkrise schwelt ein globaler Konflikt mit China, den keiner verhindern will. Von Dr. Antje Vollmer mehr»
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