Naher und Mittlerer Osten

Iran im Wandel

Blick über Teheran

Einleitung

Die Islamische Republik Iran gilt als einer der bedeutendsten Akteure im Mittleren Osten. Nach Jahren selbst gewählter Isolation spielt Teheran nun seit geraumer Zeit verstärkt die Rolle einer regionalen Mittelmacht: sowohl in Beziehung zu den angrenzenden Nachfolgestaaten der ehemaligen Sowjetunion als auch mit Blick auf die Golfregion und darüber hinaus, wie der aktuelle Atom-Poker mit Teheran verdeutlicht.

Die demokratischen Reformen waren bereits seit dem Wahlsieg der Konservativen bei den Parlamentswahlen im März 2004 ins Stocken geraten. Im Juni 2005 gewann zudem der als Hardliner bekannte ehemalige Teheraner Bürgermeister Mahmud Ahmadinedjad die Präsidentschaftswahlen in überraschender Deutlichkeit gegen den als Favoriten gehandelten Ex-Präsidenten Rafsandjani. Selbst wenn schon vor den Wahlen und auch am Tag danach viele kritische Beobachter auf Unregelmäßigkeiten verwiesen, ist dieses Ergebnis das vorläufige Ende des 1997 mit der Wahl von Ex-Präsident Chatami begonnenen "Reformfrühlings": Breite Bevölkerungsteile resignieren angesichts der offensichtlichen Reformunfähigkeit der Islamischen Republik. Vor allem jüngere IranerInnen – weit über 50% der Bevölkerung sind unter 25 Jahre alt – blicken pessimistisch in die Zukunft.

Trotzdem oder vielleicht gerade deshalb engagiert sich die Stiftung im Rahmen ihres regionalen Schwerpunkts Mittlerer Osten für einen verstärkten Austausch zwischen Iran und Deutschland. Dabei unterstützt die Stiftung dialogbereite Partnerinnen und Partner beider Seiten in dem Bemühen, politische, zivilgesellschaftliche und wissenschaftliche Kontakte und Beziehungen zu knüpfen und zu intensivieren.


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Der von der Stiftung seit 2002 publizierte, monatlich erscheinende Iran-Report bietet einen Überblick über die innenpolitische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Iran und die politischen Beziehungen zur EU, den USA und Deutschland.

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