Inhaltlich haben sich in den letzten Jahren folgende Themenbereiche als Arbeitsschwerpunkte herausgebildet:
- Partizipative Demokratie
- Geschlechterdemokratie
- Nachhaltige Entwicklung und Klimawandel
- Meinungsfreiheit und Medienvielfalt
- Dialog und Konfliktbearbeitung
Wir fördern besonders die Beteiligung der Jugend und von Frauen an den Programmen und Projekten. Der Schaffung von Querverbindungen zwischen z.B. Umwelt- und Genderfragen, zwischen Frauenförderung und Demokratieprojekten oder nachhaltiger Entwicklung und Konfliktbearbeitung gilt unser besonderes Augenmerk.
Das Regionalbüro Arabischer Naher Osten ist in den letzten Jahren zu einem zuverlässigen Partner für politische Bildung und regionale Vernetzung, für die Vermittlung von internationalen Kontakten und die Unterstützung des politischen Diskurses in der Region geworden.
Die Arbeit des Regionalbüros Arabischer Naher Osten wird im Wesentlichen aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ) im Rahmen des Programms „Förderung gesellschaftlicher Demokratisierungsprozesse“ finanziert. Bei einzelnen Projekten arbeiten wir mit Mitteln des Auswärtigen Amtes oder der Gesellschaft für technische Zusammenarbeit (GTZ). Mit Geldern der Europäischen Kommission fördern wir vor allem Frauenprojekte in der Region. Bei der Unterstützung vieler Projekte kooperieren wir mit anderen internationalen Geldgebern.
Ramallah, der Sitz des Regionalbüros Arabischer Naher Osten, hat sich in den letzten Jahren zum wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Zentrum der palästinensischen Gebiete entwickelt – trotz aller fortbestehenden Beschränkungen und Eingriffe der israelischen Besatzungsmacht und nicht zuletzt aufgrund des regionalen Bedeutungsverlustes des arabischen Ost-Jerusalem, das - von Israel annektiert und eingemauert - für die meisten PalästinenserInnen nicht mehr erreichbar ist. Viele der Partnerorganisationen der Stiftung sind in Ramallah angesiedelt, weil es seit Ausbruch der so genannten Zweiten Intifada (September 2000) wegen der Reisebeschränkungen, militärischen checkpoints und road blocks immer schwieriger geworden ist, andere Teile der Westbank zu erreichen. Das Stiftungsbüro ist sehr bemüht, in die Projekte auch die Regionen im Norden und Süden der Westbank einzubeziehen. Aktivitäten der Stiftung im Gazastreifen mussten leider eingeschränkt werden, da Gaza aufgrund der andauernden Grenzschließungen seit der Machtübernahme durch Hamas praktisch nicht mehr zugänglich und Reisen dort häufig mit erheblichen Gefahren verbunden sind.
Das Stiftungsbüro in Ramallah liegt nur wenige Minuten vom Stadtzentrum Ramallahs und der Muqata – dem ehemaligen Amtssitz Yassir Arafats – entfernt. Vom Balkon im fünften Stock des Wohn- und Bürohauses genießt man einen schönen Blick auf Ramallah und die judäischen Berge. Bei klarem Wetter kann man/frau im Süden Jerusalem (15 km) und im Westen Tel Aviv und das Mittelmeer (40 km) sehen. Aber auch der Nahost-Konflikt ist unübersehbar: Nicht weit entfernt liegt auf einem Hügel am Rande der Stadt die völkerrechtswidrig erbaute israelische Siedlung Psagot.
In der geräumigen Büroetage arbeitet das aus sechs MitarbeiterInnen bestehende Team.