Schriften zur Ökologie, Band 4

Grüne Wege aus der Autokrise

17. Juni 2009

Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister

Schriften zur Ökologie, Band 4:
Grüne Wege aus der Autokrise
Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister

Ein Strategiepapier von Weert Canzler und Andreas Knie
Herausgegeben von der Heinrich-Böll-Stiftung
Berlin, Juni 2009, 32 Seiten
ISBN 978-3-86928-005-9

 



Vorwort

"Die Produktions- und Absatzzahlen der Automobilhersteller brechen im ersten Quartal 2009 dramatisch ein." – "Daimler steigt mit einem Zehn-Prozent-Anteil beim kalifornischen Elektroauto-Startup Tesla Motors ein." – "Obama beendet Ära der Spritverschwendung."
Die Schlagzeilen der letzten Wochen signalisieren, dass die Autoindustrie sich nicht nur in einer tiefen Konjunkturkrise befindet. Es handelt sich vor allem um eine Strukturkrise. Sie erfordert einen weitreichenden Wandel der Branche.
Der Klimawandel, die tendenzielle Verknappung und Verteuerung von Öl, der Verkehrsüberdruck in vielen Städten und die neuen Mobilitätsbedürfnisse vieler Menschen werden die weltweite Nachfrage nach Automobilen stark verändern. Was gestern noch erfolgsträchtig schien – immer höher motorisierte, schwerere Autos zu bauen –, ist heute schon ein Auslaufmodell.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Autokrise hat die Heinrich-Böll-Stiftung Dr. Weert Canzler und Prof. Dr. Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin beauftragt, Mobilitätskonzepte der Zukunft zu beschreiben. Das Strategiepapier Grüne Wege aus der Autokrise: Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister analysiert die gegenwärtige Krise und zeigt, wie sich die Nachfrage nach Mobilität in den urbanen Regionen ändern wird.
Die Diagnose lautet: Wir brauchen, erstens, klimaneutrale Autos, deren Produktion und Betrieb nicht von der endlichen Ressource Öl abhängig ist. Zweitens: Es reicht nicht, nur den Antrieb des Autos auszutauschen. Das «grüne Auto der Zukunft» ist eingebettet in intermodale Verkehrskonzepte, die den problemlosen Wechsel der Verkehrsträger erlauben. Drittens muss das «grüne Auto der Zukunft» mit neuen Nutzungsmustern verbunden werden.
Nicht nur die Autoindustrie steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Neue Akteure kommen ins Spiel. Neben der Automobilbranche sind Energieunternehmen, die IT-Branche und Unternehmen des öffentlichen Nahverkehrs gefordert, bei der Entwicklung neuer Verkehrsdienstleistungen mitzuwirken. Zugleich muss der Staat den Mut haben, zukunftsweisende Rahmenbedingungen zu setzen.

Wir wollen mit dem vorliegenden Strategiepapier zur Debatte über den Umbau der Autoindustrie und zukunftsfähige Mobilitätskonzepte einen Beitrag leisten. Es geht darum, die aktuelle Krise als Chance zu begreifen, die bisherigen industriellen und politischen Strategien zu hinterfragen und die Weichen für zukunftsträchtige Fahrzeuge und Dienstleistungen zu stellen.

Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung
Dorothee Dick, Referentin für Ökologie und Nachhaltigkeit


Vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister -
Grüne Wege aus der Autokrise
   
Herausgeber/in Heinrich-Böll-Stiftung
Erscheinungsort Berlin
Erscheinungsdatum Juni 2009
Seiten 32
ISBN 978-3-86928-005-9
Bereitstellungs-
pauschale
kostenlos


17.6.09 / Veranstaltungs-Mitschnitt: Grüne Wege aus der Autokrise: vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister

Mi, 17.6.09 19 bis 21 Uhr Heinrich-Böll-Stiftung
Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin
Grüne Wege aus der Autokrise: vom Autobauer zum Mobilitätsdienstleister
Die Produktions- und Absatzzahlen der Automobilbranche sind im ersten Quartal 2009 dramatisch eingebrochen. Doch die aktuelle Autokrise ist nicht nur eine Konjunkturkrise. Sie offenbart auch eine Strukturkrise der Branche: Denn der Klimawandel, die Endlichkeit der fossilen Ressourcen, aber auch ein verändertes Mobilitätsbedürfnis in den Metropolen erfordern andere Autos und eine andere Art der Mobilität.

Die Mobilitätsforscher Andreas Knie und Weert Canzler haben im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung ein Strategiepapier erstellt mit dem Titel „Grüne Wege aus der Autokrise“. Darin analysieren die Autoren die aktuelle Krise und stellen ihre Vision von den „Mobilitätsprodukten der Zukunft“ für urbane Räume vor.

Das Elektroauto ist hier Bestandteil innovativer Mobilitätsdienstleistungen. Dank moderner IT-Technologien kann der Stadtbewohner zukünftig mit Hilfe des Mobiltelefons flexibel die Verkehrsträger zu wechseln: je nach Bedarf von Bus und Bahn ins Elektroauto und schließlich auf das Fahrrad.

Mit:
Winfried Hermann
, MdB, verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen
Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe
Frank Iwer, Bezirkssekretär der IG Metall, Baden-Württemberg
Klaus Bräunig, Geschäftsführer, VDA
Dr. Weert Canzler, Leiter Projektgruppe Mobilität am WZB
Prof. Dr. Andreas Knie, Leiter Projektgruppe Mobilität am WZB

Moderation:
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung

Ihr Warenkorb

 

Lieferbedingungen
Allgemeine Geschäftsbedingungen der Heinrich-Böll-Stiftung (AGB hbs)
Hier finden Sie Informationen rund um die Bestellung: Porto-Kosten, Hinweise zum Datenschutz, Ausnahmeregelungen oder die Nummer der telefonischen Beratung. mehr»
Hilfe
So bestellen Sie auf boell.de
Der Bestellvorgang auf boell.de Schritt für Schritt erklärt: Hier erfahren Sie ausführlich, wie Publikationen auf boell.de bestellt werden. mehr»
hochinklusiv
Blog: Green New Deal
loader
Video
Die Stiftung in Social Networks
Icon Facebook, CC-BY-SA jwloh01 at gmail dot com Facebook Icon Twitter, CC-BY-SA jwloh01 at gmail dot com Twitter
Icon YouTube, CC-BY-SA jwloh01 at gmail dot com YouTube Icon Flickr, CC-BY-SA jwloh01 at gmail dot com Flickr
Icon SoundCloud SoundCloud Icon RSS-Feed Feeds
Blog "Baustellen der Globalisierung" von Rainer Falk