Ohne Gentechnik geht es auch – zum Beispiel mit Agrarökologie

Die Agrarökologie versteht sich als Alternative zur Agrarindustrie, die viel Energie, Ressourcen und Geld verbraucht. Sie zielt darauf, die derzeitigen Agrar- und Ernährungssysteme grundlegend zu transformieren.

Die Agrarökologie versteht sich als Alternative zur Agrarindustrie, die viel Energie, Ressourcen und Geld verbraucht. Sie zielt darauf, die derzeitigen Agrar- und Ernährungssysteme grundlegend zu transformieren. Die Agrarökologie basiert auf einem wissenschaftlich fundierten Konzept, das ökologischen Prinzipen folgt und dem politischen Ansatz der Ernährungssouveränität und dem Recht auf angemessene Nahrung Rechnung trägt.

Agrarökologie basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz in der Landwirtschaft. Es geht darum, möglichst stabile Agrarökosysteme zu gestalten, mit hoher Selbstregulationsfähigkeit und bestmöglichen Synergien. Zu den Prinzipien zählen der Erhalt der Bodenfruchtbarkeit und das Arbeiten mit natürlichen Kreisläufen (Boden-Pflanze-Tier-Mensch). Ein möglichst großer Teil der eingesetzten Ressourcen soll wiederverwertet und der Einsatz externer Ressourcen grundsätzlich minimiert werden. Berücksichtigt werden auch die wechselseitigen Beziehungen der Pflanzen, indem Pflanzen zusammen angebaut werden,  die sich in ihren Nahrungsansprüchen oder ihrem Verhalten gegenüber Schädlingen positiv ergänzen.

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Agrarökologische Methoden sind das Gegenteil von Monokultur; sie zielen stets auf Diversität und Resilienz, d.h. sie versuchen Systeme zu erschaffen, die widerstandsfähig gegenüber Wetterextremen, Krankheiten und Preisschwankungen sind und nicht bei einem Ausfall eines zentralen Elements zusammenbrechen.

Agrarökologie verknüpft wissenschaftliche Erkenntnisse mit dem traditionellen Wissen und den bewährten Methoden sowie der Kultur vor Ort. Entscheidend ist, dass ökologische ebenso wie  soziokulturelle Zusammenhänge einbezogen werden.

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