Ein Gentresor am Ende der Welt

Der Svalbard Global Seed Vault auf der norwegischen Insel Spitzbergen ist eine Schatzkammer für den Katastrophenfall: Hier sind Saatkörner der zur Ernährung der Menschheit wichtigen Lebensmittel wie Reis, Mais, Weizen, Kartoffeln, Früchte, Nüsse und Wurzelgemüse eingelagert. Zur Nachzucht. Doch der Tresor ist selbst vom Klimawandel betroffen: Der ihn umgebende Permafrostboden schmilzt, das Schmelzwasser hat bereits Probleme verursacht.

Das Bauwerk ähnelt einem unterirdischen Bunker und reicht 120 Meter in den Fels hinein. Der Tresor befindet sich am Plateauberg in der Nähe der Stadt Longyearbyen.

Er ist die größte von weltweit 1.400 Aufbewahrungsanlagen dieser Art. Im Jahr 2008 wurde der Global Seed Vault eröffnet. Um den Betrieb des Saatguttresors kümmert sich der Welttreuhandfonds für Kulturpflanzenvielfalt.

Die drei Lagerhallen liegen 130 Meter über dem aktuellen Meeresspiegel und sind mit armiertem Beton und zwei dicken Stahltüren versehen – sie sollen auch einem Atomkrieg standhalten.

Nach Ankunft der gut verpackten Samenkisten auf dem Flugplatz von Spitzbergen werden diese vor Ort mit einem Röntgenscanner auf Fremdmaterialien geprüft,...

... auf kleine Trolleys umgeladen und dann von Mitarbeitern der Firma Nordgren zum Tresor gebracht.

Im Februar 2018 wurde die Eine-Million-Marke an gesammelten Samenproben erreicht.

Der Gentresor in Zahlen:
76 — Einleger
6.005 — Hinterlegte Arten
1.075.954 — Saatgutproben
92.430 — Entnahmen

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