Gedanken, die uns heute bewegen, standen da längst auf dem Papier. Fragen, die uns damals umtrieben, sind heute drängender denn je. So entstand die Idee, daraus ein Konzept zu machen: eine Ausgabe, die zeigt, was bleibt – und was sich noch immer nicht erledigt hat.
Unter den vielen sehr relevanten Texten konnten wir nur einige auswählen – weil sie etwas berühren, das über ihren Anlass und die damit einhergehenden Fakten hinausreicht. Weil sie zeigen, dass die großen Themen – Klimaerhitzung, Gerechtigkeit, Feminismus, Demokratie, Teilhabe – keine abgeschlossenen Kapitel sind, sondern offene Prozesse.
Vielleicht liest man einige dieser Texte heute anders: mit größerer Sorge, mit mehr Erfahrung, vielleicht auch mit mehr Zweifel. Sie alle zeugen aber davon, wie früh bestimmte Fragen gestellt wurden. Die Autor*innen haben ihre Texte für diese Ausgabe erneut gelesen, kommentiert und damit sichtbar gemacht, wie aktuell viele dieser Fragen nach wie vor sind.
So ist diese Ausgabe kein Rückblick, sondern ein Innehalten. Ein Versuch, Linien sichtbar zu machen zwischen damals und heute. Und eine Einladung, weiterzudenken: Was hat Bestand? Was braucht neue Worte? Und was müssen wir – endlich – verändern?
Ihre böll.thema-Redaktion