Garage in San Francisco, Foto: Martin Bartholmy
Parkhaus in San Francisco. Foto: Martin Bartholmy
Einführung
Kulturindustrie und creative industries
Heute sind Kunst und Wirtschaft nicht mehr als polare Gegensätze zu denken, so wie dies die kritische Analyse der „Kulturindustrie“ (Adorno/Horkheimer) noch vorsah. Stattdessen stehen die „creative industries“ für die Verschmelzung von Kunst und Wirtschaft in spezifischen Produktions- und Konsumptionsprozessen. Durch die verstärkte Nachfrage nach symbolischen Gütern und wissensbasierten Dienstleistungen rücken kreative Tätigkeiten ins Zentrum der Wertschöpfung.

Der gegenwärtige Kult der Kreativität darf jedoch nicht gänzlich von der Empirie absehen. So macht etwa die Buntscheckigkeit der Beschäftigungsverhältnisse in den Kulturberufen den genauen Blick auf Organisations- und Arbeitsweisen erforderlich: Wie ist die soziale Lage von Alleinselbständigen? Was bedeutet Autorschaft im digitalen Zeitalter? Vor jedem Versuch einer politischen Regulierung der Kreativwirtschaft steht die dichte Beschreibung ihres Ist-Zustands.
Markus Beckedahl
Interview
11. August 2010 -

Die Netzneutralität gerät zunehmend unter Beschuss. Nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. Was Netzneutralität eigentlich ist, warum sie für alle Internetnutzer/innen wichtig ist und wie sie geschützt werden kann, erklärt Netzaktivist, Blogger und Enquête-Mitglied Markus Beckedahl im Interview.

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Lawrence Lessig (Foto: eschipul). Dieses Foto steht unter einer Creative Commons Lizenz.
Aus Liebe zur Kultur – Google, das Urheberrecht und unsere Zukunft13. April 2010 - Wir sind gerade dabei, jeden Zugriff auf unsere Kultur zu einem Fall rechtlicher Reglementierung zu machen – zugunsten von Anwälten und Lizenzen, aber mit Sicherheit zu Lasten auch ziemlich populärer Werke. Mit anderen Worten: Wir sind dabei, einen katastrophalen kulturellen Fehler zu begehen, warnt Lawrence Lessig mehr»
Innovation „Made in Africa“13. April 2010 - Beim Label "Made in Afrika" denken viele an Agrarerzeugnisse wie Baumwolle, Kakao, Erdnüsse oder Holzmasken und bunte Stoffe. Durch die zunehmende Verbreitung von Mobilfunk, Internet und Open Source Technologien zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab: "Made in Afrika" steht heute auch für lokal und global genutzte Informations- und Kommunikationslösungen. Von Geraldine de Bastion mehr»
Reader
Copy.Right.Now! Plädoyer für ein zukunftstaugliches Urheberrecht13. April 2010 - Das geltende Urheberrechtsregime reibt sich zunehmend an der digitalen Alltagswirklichkeit. Ein Ende der „Copyright Wars“ erfordert ein politisches und rechtstheoretisches Neudenken. Der Reader "Copy.Right.Now!" mit Texten von Lawrence Lessig, Cory Doctorow, Till Kreutzer, Ilja Braun und vielen anderen, steht jetzt als Download zur Verfügung. Von Jan Engelmann und Matthias Spielkamp mehr»
Gemeingüter stärken
Dossier
Commons, Allmende, Gemeingüter: Die Kraft des "Wir" – Zahlreiche Akademiker_innen und Protagonisten der sozialen Bewegungen bringen den Begriff der Gemeingüter auf der Suche nach Alternativen zu unserem Wirtschaftsmodell wieder in die gesellschaftliche Diskussion und politische Auseinandersetzung ein. Eine "Ökonomie des Teilens", in der das Gedeihen des gemeinsamen Besitzes im Vordergrund steht, erscheint greifbar. Zum Dossier»
Der Teufel steckt im Detail26. Januar 2010 - Die deutschen Presseverlage fühlen sich vom Internet bedroht und fordern deshalb ein gesetzlich abgesichertes „Leistungsschutzrecht“. Was damit gemeint ist und was die Verlage eigentlich erreichen wollen, scheint jedoch offen. Dieser Eindruck wurde auch während der Podiumsdiskussion "Gottes Werk und Googles Beitrag" bestätigt, zu der die Heinrich-Böll-Stiftung in Zusammenarbeit mit iRights.info am 20. Januar in ihre Berliner Zentrale geladen hatte. mehr»
Mut zur Lücke9. Oktober 2009 - Das Unternehmen Google leistet, was die öffentliche Hand gerne täte: Wissen für möglichst viele Menschen bereitzustellen. Eine Tagung erörterte die vielen Hoffnungen und Befürchtungen, die mit dem ambitionierten Vorhaben verbunden sind. Von Markus Berger mehr»
Ausstellungseröffnung: "nochnichtmehr - Handeln im unmarkierten Raum"10. September 2009 - Bis 10. Oktober versammeln Künstlerinnen und Künstler wie Nevin Aladag, Lucia Dellefant, Ralf Homann, Martin Kaltwasser, Andreas Mayer-Brennenstuhl, Yoko Ono, Elodie Pong, Oliver Ressler, Johannes Stüttgen, Albrecht Wild, Georg Winter und Hans Winkler ihre unterschiedlichen Positionen. Kunst, die nicht nur in einem geschlossenen Showroom funktioniert, sondern nach außen verweist. Ralf Fücks mehr»
Audio
Lawrence Lessig und die „Copyright Wars"15. Mai 2009 - Bei einer Veranstaltung der Heinrich-Böll-Stiftung sprach Prof. Lawrence Lessig über „Copyright Wars.Vergnügen und Unbehagen an der digitalen Kultur.“ Hier finden Sie Vortrag und Diskussion als Audio-Mitschnitte. mehr»
Dokumentation
Spielstand #10: „Die Nutzer sind verdorben“3. März 2009 - Filme für lau, Musikstücke ohne Entgelt: Befinden wir uns angesichts Tauschbörsen und Gratiskultur im Internet längst jenseits von Regeln? Spielstand #10 widmete sich der schwierigen Debatte über die Abstimmung von zeitgenössischer kultureller Produktion und zeitgemäßer politischer Urheberrechtsevolution. mehr»
Schriftenreihe Bildung & Kultur
Kreativen: Wirkung - Urbane Kultur, Wissensökonomie und kreative Stadtpolitik – Wo liegen die Reibungspunkten zwischen der „kreativen Stadt” als Slogan für den Standortwettbewerb und ihrem gesellschaftspolitischen Anspruch? mehr»
Dokumentation
Internationaler Kongress zur kreativen Stadtentwicklung27. August 2008 - Ist die „Global City Frankfurt“ auch eine kreative Stadt? Ein Konferenzbericht. Von Jan Engelmann und Sabine Drewes mehr»
"Eingebrannte Bilder" Von Ernst Volland
Dossier
„Eingebrannte Bilder“ – Zum 20. Jahrestag des Mauerfalls geht die Ausstellung des Künstlers Ernst Volland „Eingebrannte Bilder“ auf die Bedeutung des Jahres 1989 ein. Was können wir anhand dieser Bilder, ihrer Wirkmächtigkeit und  über unsere Erinnerungskultur lernen? mehr»
Veranstaltungsreihe
Wissen, was wirkt! Die Campustour 2010 der Heinrich-Böll-Stiftung