They know: Mit den Augen der Überwacher

von
Auschnitt aus der fiktiven Überwachungssoftware des Projektes. Urheber: Christian Gross. All rights reserved.

Ein Potsdamer Student hat sich in die Rolle der Überwachenden hineinversetzt und eine fiktive Überwachungssoftware designt. Der Perspektivwechsel bringt neue Aspekte in die Debatte um Privatsphäre und Grundrechte.

Eine der großen Gefahren von Massenüberwachung ist, dass die überwachende Seite die falschen Schlüsse aus den gewonnenen Daten zieht. Christian Gross, Student der Fachhochschule Potsdam, hat den Blick der Überwacher im Rahmen seiner Bachelorarbeit "Interfacedesign in der staatlichen Überwachung zwischen Fiktion und Realität" jetzt deutlich gemacht.

Auf der gut gemachten Webseite "They Know" heißt es:

Dieses Projekt versucht durch die Gestaltung einer fiktiven Überwachungssoftware auf die möglichen Konsequenzen aufmerksam zu machen. Dabei steht die Frage im Vordergrund, wie ein normaler Bürger mit seinen persönlichen Daten in den Fokus der Geheimdienste geraten kann und wie diese unsichtbare Geheimdienstarbeit sichtbar gemacht werden kann.

Herzstück der Webseite ist die fiktionale Überwachungssoftware, deren inhaltliches Design auf den von Snowden veröffentlichten Dokumenten beruht.

Urheber: Christian Gross. All rights reserved.

Das Projekt zeigt sehr anschaulich die mannigfaltigen Metadaten, die gewonnen werden können und was diese über eine Person aussagen können. Oder eben auch nicht. Alle gewonnenen Metadaten werden anschaulich visualisiert und können auf der Webseite sogar als Poster heruntergeladen werden. Gleichzeitig gibt "They Know" auch Tipps, wie sich Menschen gegen die allgegenwärtige Überwachung selbst schützen können.

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