Dossier: Syrien fünf Jahre nach Beginn des Aufstands

Dossier: Syrien fünf Jahre nach Beginn des Aufstands

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Im März 2011 begann in Syrien der Aufstand gegen das Regime von Baschar al-Assad. Erste friedliche Proteste wurden vom Regime gewaltsam unterdrückt. Seitdem militarisierte sich der Konflikt zwischen dem Regime und den Aufständischen immer mehr. Mittlerweile sind diesem Konflikt Schätzungen zufolge mehr als 100.000 Menschen zum Opfer gefallen; Millionen von Syrerinnen und Syrern sind auf der Flucht.

Glaubhafte Lösungsansätze zur Befriedung sind noch immer nicht in Sicht. Unser Dossier vereint analytische Artikel und Interviews, die die Geschehnisse in Syrien aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten. Videos unserer Projektpartner/innen im Libanon bieten einen Einblick in die Perspektive syrischer Aktivist/innen. Und wir dokumentieren unsere Konferenzen und Veranstaltungen zum Thema.

Neueste Beiträge

Fernseher
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Wie viele Unterstützer hat Assad eigentlich noch? Offensichtlich nicht genug, um zwei kurze Fernsehclips mit unterschiedlichen Statisten zu besetzen.

Zerstörtes Häuser in Aleppo, Syrien
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Die Forderung, für die eingeschlossenen Bewohner der belagerten syrischen Stadt Aleppo Fluchtkorridore einzurichten, erweist sich angesichts der Rücksichtslosigkeit des Assad-Regimes als hoffnungsloses Unterfangen.

Barbara Unmüßig am Redepult
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Folter und sexualisierte Gewalt gehören zum Alltag in syrischen Gefängnissen. Doch bei den Friedensverhandlungen in Genf spielen die Menschenrechtsverletzungen des Assad-Regimes keine Rolle. Barbara Unmüßig fordert daher in ihrer Begrüßungsrede, dass auch Frauen als Verhandlerinnen an den Friedenstischen sitzen müssen.

UN Basisstation in Quneitra, Golanhöhen , Syrien
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Die Humanitäre Hilfe in Syrien wurde nicht dort geleistet, wo sie am meisten gebraucht wurde, sondern dort, wo das Regime sie zulässt. Die Vereinten Nationen scheinen sich den Bedingungen des syrischen Regimes untergeordnet zu haben.

17. Außenpolitische Jahrestagung der Heinrich-Böll-Stiftung
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Die südliche und die östliche Nachbarschaft Europas sind Zonen der Instabilität, gegen die wir uns nicht abschotten können: Europa muss zu einer neuen Balance zwischen außenpolitischem Idealismus und Realismus finden. Die Eröffnungsrede zur 17. Außenpolitischen Jahrestagung.

Dokumentation der Konferenz: Syrien in der Sackgasse?

US-Außenminister John Kerry und Österreichs Außenminister Sebastian Kurz im Gespräch, während der Syrien-Konferenz in Wien (Okt. 2015).
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Der Syrienkonflikt spitzt sich zu. Gleichzeitig wächst mit den Verhandlungen in Wien die Hoffnung auf eine politische Lösung. In Berlin diskutierten Experten/innen und Politiker/innen über die Intervention Russlands, deren mögliche Folgen für das Völkerrecht und die mangelnde humanitäre Hilfe für die Leidtragenden vor Ort.

Wladimir Putin
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Russlands Eingreifen in Syrien wird Diktator Assad nicht retten. Trotzdem kann es die Gewichte verschieben - zum Nachteil des Westens.

von

Am 21. August 2015 jährt sich der Giftgasangriff nahe Damaskus zum zweiten Mal. Trotz der 2013 beschlossenen Zerstörung der syrischen Chemiewaffen sterben in Syrien weiterhin Menschen durch den Einsatz von Gas.

Gefängnis
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Circa 200.000 Menschen wurden schon entführt und ihre Familien erpresst: Willkürliche Verhaftungen können in Syrien jeden treffen. Sie sind Teil des politökonomischen Kalküls der Geheimdienste.

Kloster in Maalula
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Der Assad-Clan schlägt Kapital aus der Multireligiosität des Landes und hält Minderheiten in fataler Abhängigkeit.

von

Im Gedonner des "Islamischen Staats" gehen alle anderen Akteure in Syrien unter. Bei der Konferenz "Syrien in der Sackgasse?“ wurde über sie gesprochen und über die Rolle Deutschlands und Europas im Konflikt.

Ar Raqqua, Syrien
von

Trotz Dschihad-Propaganda - der "Islamische Staat" sei eine rational agierende Bürgerkriegsmiliz, sagt Christoph Reuter. Am Rande der Konferenz "Syrien in der Sackgasse?" hat der Journalist sein neues Buch vorgestellt.

Konferenz: Syrien in der Sackgasse
von

Auf der internationalen Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung diskutierten Expertinnen und Experten die Rolle der Regionalmächte im Syrienkonflikt. Kaum jemand in der Region hält noch ernsthaft an Baschar al-Assad fest – und trotzdem ist ein Ende nicht in Sicht.

von

Daesh kann man nicht besiegen, ohne das Machtvakuum und den Mangel an Legitimität in Syrien und im Irak zu beenden, und in den Gegenden, in denen sich Daesh breit macht, legitime Machtstrukturen aufzubauen. Wie aber kann in Syrien eine solche politische Legimität entstehen?

Barbara Unmüßig während der Eröffnungsrede
von

Der Aufstand in Syrien geht nunmehr in sein fünftes Jahr und noch immer ist kein Ende in Sicht. Bis heute fehlen ernst zu nehmende Initiativen für politische Lösungen des Konflikts, so Barbara Unmüßig in ihrer Begrüßungsrede zur internationalen Syrien-Konferenz.

Frederic C. Hof
von

Der „Islamische Staat“ darf nicht weiter Wurzeln schlagen, sagt Frederic C. Hof, ein ehemaliger Berater der US-Regierung. Er fordert eine Stabilisierungstruppe für Syrien, die wenn nötig auch gegen das Assad-Regime kämpft.

Einführung

Cairo and Alexandria, Egypt at Night
Die Heinrich-Böll-Stiftung arbeitet im Nahen Osten und Nordafrika mit Büros in Beirut, Ramallah, Tel Aviv und Tunis und ist mit  Partnerprojekten in Libanon, Syrien, Irak, Palästina, Jordanien, Israel, Ägypten und Tunesien präsent. Von Berlin aus erfolgt die Arbeit zum Iran. 

Veranstaltungen

Aug 30
Liveschaltung nach Syrien: Abendveranstaltung im Rahmen der Ausstellung WARonWALL
Berlin
Sep 06
Diskussionsabend: Abendveranstaltung im Rahmen der Ausstellung WARonWALL
Berlin
Sep 25
Eine Fotoausstellung über den Krieg in Syrien auf der Berliner Mauer
Berlin

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Nachrichten und Analyse

Unser monatlich erscheinender Iran-Report von Bahman Nirumand bietet einen Überblick über die innenpolitische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Iran und der iranische Außenpolitik.

Dossier

Zum Dossier

Das englischsprachige Webdossier "Tough Love? The Future of US-Israel Relations" unseres Büros in Washington beleuchtet die Beziehungen zwischen USA und Israel.

Videos

Publikation

Millionen Syrer sind von ihrem Wohnort geflüchtet, entweder im Land selbst oder manchmal sehr fern der Heimat. Das Magazin beleuchtet einige Schwerpunkte der syrischen Flüchtlingsproblematik durch Betroffene, die diese Tragödie leben.

Stimmen aus der Region

Mohammad al-Attar, syrischer Dramatiker und Theatermacher
von
Das Regime darf für den Einsatz chemischer Waffen nicht ungestraft bleiben. Wenn die USA und ihre Alliierten nicht handeln, werden sich die Menschen noch isolierter fühlen als zuvor und sie werden erfahren, dass es keine Grenzen der Brutalität gibt.
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Der Appell des syrischen Schriftstellers und Systemkitikers Yassin al-Haj Saleh, veröffentlicht Anfang Juli in Le Monde, ging um die Welt. In seinem Aufruf bittet Saleh die Weltgemeinschaft, im Syrienkonflikt Stellung zu beziehen und die syrischen Revolutionäre zu unterstützen.
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Auch nach zwei Jahren Blutvergiessen haben die Syrer das Regime noch nicht gestürzt und ihre Freiheit erlangt. Welche Faktoren die Revolution beeinflussen und welche geostrategische Rolle die involvierten Staaten dabei spielen, erklärt der libanesische Professor und politische Autor Ziad Majed im Interview.
Sechs syrische Aktivistinnen und Aktivsten waren im Jahr 2012 zu Gast im Heinrich-Böll-Haus Langenbroich, dem ehemaligen Sommerhaus Heinrich Bölls. Zu ihrer persönlichen Situation, auch zu ihren Erwartungen an die internationale Gemeinschaft und an Organisationen wie die Heinrich-Böll-Stiftung sprachen sie mit Nevin Ekinci.
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Vielen Menschen in Deutschland ist klar, dass es um einen echten Befreiungskampf gegen eine brutale Diktatur und für Demokratie und Menschenrechte geht. Hier könnte ein Ansatz zu einem neuen Internationalismus liegen, der danach fragt, wofür die Menschen kämpfen und sie nicht erst einmal in ein geopolitisches Geflecht einordnet.
von
Größere Unterstützung in der globalen Zivilgesellschaft zu gewinnen, gelingt der syrischen Revolution in den täglichen Medien nicht. Islamophobie, eine herablassende Perspektive auf die arabische Welt, Verschwörungstheorien und Geopolitik verstellen den Blick auf den Kampf syrischen Bevölkerung gegen ein tyrannisches Regime.

Video: "Transitional Justice"

Video: "Minorities"

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Mustafa war seit 4 Jahren nicht mehr in der Schule, Libanon
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Pro Kopf hat der Libanon mehr Menschen in Not aufgenommen als alle anderen Nachbarstaaten Syriens. Als Flüchtlinge anerkannt sind sie dort nicht, entsprechenden UN-Konventionen ist das Land nicht beigetreten.

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Kürzlich dekorierte die Londoner Vertretung Moskaus einen Tweet über angebliche Lieferungen von Chemiewaffen an syrische Rebellen mit einem Bild aus dem Videospiel „Command and Conquer“. Solche fiktiven Bilder zur Illustration des Unfassbaren verbreiten sich wie ein Lauffeuer.

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In einem offenen Brief fordern zahlreiche Parlamentarier/innen aus Großbritannien, den Niederlanden, Frankreich und Deutschland ihre Regierungen auf, die von Versorgungsblockaden betroffenen Menschen aus der Luft zu versorgen.

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Fünf Jahre nach dem Beginn des Arabischen Frühlings ist die Aufbruchsstimmung der Ernüchterung gewichen. Angesichts der nicht enden wollenden Gewalt, der Wiederkehr autoritärer Herrschaftsformen oder gar des Staatszerfalls gilt die „Arabellion“ als gescheitert.

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Alle Jahre wieder wird von Genf aus ein Plan für die Machtübergabe in Syrien gefordert. Auch die Gespräche, die am 29. Januar beginnen sollen, sind nur ein öffentlichkeitswirksamer Ersatz dafür, endlich das humanitär Notwendigste zu tun. Assad kann mit seinem Krieg gegen die Opposition fortfahren.