Lateinamerika

Drei Menschen halten sich an einem Eisenbahnwaggon fest
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Entlang der Fluchtrouten in Mexiko hat sich Organisierte Kriminalität etabliert und macht mit der Not der Menschen gigantische Geschäfte. Wie brutal mit ihnen umgegangen wird, erfuhr die Öffentlichkeit, als 2012 ein Massengrab gefunden wurde.

Trauernde Frau
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50 Morde pro Monat zählten die Behörden in der mexikanischen Grenzstadt Ciudad Juárez dieses Jahr – deutlich weniger als im Jahr 2010. Das wird als Erfolg gewertet, doch es bleibt eine erschreckend hohe Zahl.

Gedenkstätte
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Brasilien blickt am 10. Dezember, dem Tag der Internationalen Menschenrechte, gespannt auf den Abschlussbericht der Nationalen Wahrheitskommission. Vorab berichteten Paulo Moraes und Sara Fremberg in der Heinrich-Böll-Stiftung von der Aufarbeitung der Militärdiktatur im Bundesstaat Pernambuco.

Dossier: Neo-Extraktivismus in Lateinamerika

In unserem Dossier finden Sie die Dokumentation der Konferenz „Rohstoffausbeutung und die Zukunft der Demokratie in Lateinamerika“ sowie Texte und Interviews zum Thema Neo-Extraktivismus.

Gender

San Lorenzo in Ciudad Juárez
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Auch wenn die Zahl der Frauenmorde in Ciudad Juárez statistisch zurückgegangen ist, lebt die Angst weiter. Ist die Stadt sicherer geworden? Ein Gespräch mit dem Sozialwissenschaftler Héctor Antonio Padilla Delgado.

Frauen beim Seminar "World Cup 2014 – Welche Rolle spielen Frauen?" in Salvador (Bahia)
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Elisangela Sena ist eine von vielen Frauen, die als Familienoberhaupt in Favelas und in den Peripherien brasilianischer Städte leben und von den Zwangsräumungen für die Bauten der Fußball-WM betroffen sind. Im Interview erzählt sie, wie sie ihr Haus verloren hat.

An diesem Ort war einst die Siedlung Campinho
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Antonieta Rodriguês wohnte einst in Campinho, einer Favela im Norden Rio de Janeiros. Die Siedlung musste für den Bau der Schnellstraße Transcarioca geräumt werden. Im Interview erzählt sie, wie brutal sich die Zwangsräumung abgespielt hat.

Demokratie

Protest Iguala
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Unsere Partnerorganisation, das Menschenrechtszentrum Tlachinollan, begleitet die Familien der 43 verschwundenen Studenten in Guerrero, Mexiko. Ein Interview über die Lage vor Ort und die Verantwortung der internationalen Politik.

Belo Horizonte 2014
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Amtsinhaberin Rousseff hat in Brasilien die Präsidentschaftswahlen knapp für sich entschieden. Die Politik der Armutsreduzierung scheint gesichert, doch einem Projekt für das 21. Jahrhundert fehlen entscheidende Elemente.

Wahlplakate am Straßenrand
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In Brasilien kommt es am 26. Oktober 2014 zu einer Stichwahl zwischen Amtsinhaberin Dilma Rousseff und Herausforderer Aécio Neves um das Präsidentenamt. Doch der eigentliche Sieger der Wahl steht schon fest.

Ökologie

von

Vom 1. bis 12. Dezember findet im peruanischen Lima die 20. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) statt. Im Interview gibt Barbara Unmüßig Einschätzungen zum internationalen Prozess, dem neuen Klimafinanzierungs-Fonds und Lateinamerikas Rolle im Klimaschutz.

von

Vergangene Woche hat die Große Koalition für die Fortsetzung der Atomkooperation mit Brasilien gestimmt. An dem Widerspruch, im eigenen Land aus der Atomkraft auszusteigen, andere Länder aber aktiv beim Ausbau der Atomkraft zu unterstützen,  stört sich nur die Opposition.

von

Der mexikanische Ölsektor wird nach 76 Jahren privatisiert. Dies ist nur ein Teil der kürzlich verabschiedeten Energiereform - mit gravierenden Auswirkungen für die mexikanische Landbevölkerung.

Internationale Beziehungen

Nationalkongress in Brasilia
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Trotz der ähnlichen rechts- und sozialstaatlichen Institutionen wird Brasilien von der EU kaum als Vermittler zwischen dem Globalen Norden und dem Globalen Süden gesehen. Es ist an der Zeit, hier umzudenken.

Chico Whitacker
von

Der deutsch-brasilianische Atomvertrag erhalte als Relikt einer unheilvollen Kooperation Brasiliens "Atomträume" am Leben, so Chico Whitaker im Interview. Der Träger des Right Livelihood Awards engagiert sich aktiv dafür, dass der Atomvertrag dieses Jahr gekündigt wird.

Jürgen Trittin
von

Der Ausstieg aus dem anachronistischen deutsch-brasilianischen Atomvertrag sei längst überfällig. Denn: Wer im eigenen Land den Atomausstieg beschließe, mache sich unglaubwürdig, wenn er weiterhin mit dem Verkauf von Atomtechnologien Geschäfte macht. Ein Interview mit Jürgen Trittin.

Dossiers

Massenproteste, Zwangsräumungen, Umweltzerstörung. Die teuerste WM aller Zeiten wird zu 80 Prozent aus öffentlichen Mitteln finanziert – trotz andauernder Misere im öffentlichen Bildungs- Gesundheits- und Transportwesen. Das WM-Dossier beleuchtet die Probleme und fragt: Was bringt diese WM und wem nützt sie?

In Zeiten der Globalisierung ist die organisierte Kriminalität längst unverzichtbarer Bestandteil wirtschaftlicher Transaktionen. Geldwäsche, Korruption, Menschenhandel - das organisierte Verbrechen gefährdet die Legitimität des Staates und stellt, je nach Weltregion, eine schleichende oder auch offene Bedrohung demokratischer Strukturen dar. Die Heinrich-Böll-Stiftung lädt Sie ein, diese Problematik öffentlich zu diskutieren.

20 Jahre nach dem ersten Erdgipfel traf sich die Weltgemeinschaft vom 20. bis 22. Juni 2012 ein zweites Mal in Rio de Janeiro. Für die Stiftung ist Rio+20 Anlass und Gebot, sich aktiv in die politischen Debatten und die Suche nach Lösungen für die drängendsten Probleme unserer Zeit einzumischen.

Publikationen

Cover E-Paper

Das Paper fasst zwei Webbeiträge zu den Wahlen in Brasilien im Oktober 2014 von Dawid Danilo Bartelt zusammen, Leiter des Brasilienbüros der Heinrich-Böll-Stiftung. Der erste Artikel erschien zwischen den beiden Wahlgängen, der Kommentar nachdem die Bevölkerung am 26. Oktober Dilma Rousseff mit knapper Mehrheit das Mandat für eine zweite Amtszeit erteilte.

Cover: Neo-Extraktivismus als Entwicklungsmodell für Lateinamerika

Ausgehend von der historischen Einbindung Lateinamerikas in den Weltmarkt als Primärgüterlieferant erläutert Edgardo Lander die Unterschiede und Gemeinsamkeiten des „alten“ und des „neuen“ Extraktivismus, die Fallstricke dieses Entwicklungsmodelles und Widersprüche im politischen Diskurs.

Wie teuer die Weltmeisterschaft für die Brasilianer/innen wird und was die FIFA an dem Turnier verdient, hat das Institut PACS (Instituto Políticas Alternativas para o Cone Sul) in einer Studie im Auftrag der Heinrich-Böll-Stiftung untersucht.

Alle Publikationen zu Lateinamerika

Einführung

Die Arbeit der Stiftung in Lateinamerika setzt an regionalen Herausforderungen wie ökologische Nachhaltigkeit, demokratische Teilhabe und Geschlechtergerechtigkeit an. Ziel ist es, einen wichtigen und wirksamen Beitrag zur Konsolidierung demokratischer und nachhaltiger Gesellschaften zu leisten. 

Kontakt

Kontakt zu unserem Lateinamerika-Team und zu unseren Auslandsbüros.

Veranstaltungen

15. Jan.
Vernissage
Berlin

Video

Interview mit Abel Barrera von unserer Partnerorganisation Tlachinollan zur aktuellen Lage in Guerrero in Mexiko.

Mitschnitt

Publikation

cover factsheet rohstoffe lateinamerika

Eine große Weltmarktnachfrage nach mineralischen, fossilen und agrarischen Rohstoffen und die damit einhergehenden hohen Rohstoffpreise führen seit Mitte der 1990er Jahre zu einem Boom des Rohstoffsektors in Lateinamerika. Unser Factsheet präsentiert in Form von Grafiken die Zahlen und Fakten zum Thema.

Video: was ist eigentlich Neo-Extraktivismus?