Baustelle Klimaschutz (Mitigation)

Nur die USA haben das Kyoto Protokoll abgelehnt. Bild: Alinor und E Pluribus Anthony, veröffentlicht unter der GNU Free Documentation License

Um den Ausstoß an CO2 und anderen Klimagasen zu reduzieren und damit eine Temperaturerhöhung von 2 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Niveau nicht zu überschreiten, sind erhebliche Anstrengungen nötig. Bei der Diskussion um den Schutz des Klimas (Mitigation) wird oft übersehen, dass es erheblich günstiger wäre, schnellstmöglich in effektive Strategien zur CO2-Vermeidung zu investieren, als langfristig mit den Schäden und damit verbundenen Folgekosten umzugehen.

Bei der Konferenz in Poznan gingen einige Entwicklungs- und Schwellenländer wie Südafrika, China, Mexiko und Südkorea mit gutem Beispiel voran. Sie stellten ambitionierte Programme auf nationaler Ebene vor und setzten damit einige Industriestaaten gewaltig unter Druck. Sollte es gelingen, die Schwellenländer in Reduktionsverpflichtungen für ein Post-Kyoto-Abkommen einzubeziehen, müssten die großen Industrienationen ebenfalls nachziehen.

Eine weitere zentrale Frage in Poznan war zudem, ob Emissionsreduktionen durch vermiedene Entwaldung in den Clean Development Mechanism mit einbezogen werden. Die Community ist bei dieser Frage stark gespalten.

1,5 Milliarden Tonnen CO2 werden jährlich durch Entwaldung freigesetzt – das sind 20 Prozent der globalen Emissionen. Welche Anreizsysteme sind sinnvoll, um Entwaldung zu vermeiden? Die Frage wurde im August auf dem Fachgespräch „Wälder im Klimaregime“ in der Heinrich-Böll-Stiftung diskutiert.

Einige Länder blockieren mit ihrer Haltung ein Vorankommen der Klimaverhandlungen. Das größte von ihnen ist Russland. Oldag Caspar, Berater des Moskauer Büros der Heinrich-Böll-Stiftung erklärt warum: Russlands blinder Fleck - Die Motive für die russische Bremserrolle beim Klimaschutz

Weitere Publikationen zum Klimaschutz (Mitigation):

  • Die IPCC Working Group III beschäftigt sich mit dem Thema "Mitigation of Climate Change"
  • Der CO2-Ausstoß kann durch den Einsatz Erneuerbarer Energien im Strom-, Wärme- und Kraftstoffmarkt stark gesenkt werden. In einer Machbarkeitsstudie plädieren Lutz Mez und Michaele Schreyer für die Gründung einer Europäischen Gemeinschaft für Erneuerbare Energien – ERENE - zur Freisetzung ungenutzter Energiepotentiale und rechnen vor, wie dies gelingen kann.
  • Germanwatch hat allgemeine Informationen zum Klimaschutz auf seiner Website bereit gestellt.
  • Die Landwirtschaft verursacht unmittelbar zwischen 10 und 12 Prozent der CO2-Äquivalente jährlich. Greenpeace hat in der Studie „Cool Farming“ die Ursachen genauer betrachtet und zeigt Reduktionspotenziale auf.
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