RALF FÜCKS
Ralf Fücks, 1951 in Edenkoben (Pfalz) geboren, studierte Sozialwissenschaften, Ökonomie und Geschichte. Er engagierte sich in der Studentenbewegung in Heidelberg und in Bremen und gehörte in den 70er Jahren zu einer ultralinken Gruppe. Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Lehrbeauftragter an der Universität Bremen und als Dozent in der Erwachsenenbildung. Für die Zeitschriften "hefte für demokratie und sozialismus" und "Moderne Zeiten", die er 1980 mitgründete, war er als Redakteur tätig.
1982 schloss sich Ralf Fücks den Grünen an. 1985-1989 war er Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, dem Parlament des Landes Bremen. 1989 wurde er zum Sprecher des Bundesvorstandes der Grünen gewählt. Entschieden setzte er sich dafür ein, die Grünen zu einer reformerischen Partei zu machen und gemeinsam mit der SPD eine neue politische Mehrheit zu bilden.
1991 kehrte er in die Bremer Politik zurück und wurde Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie Bürgermeister in der Bremer "Ampelkoalition", die 1995 am Konflikt mit der FDP über die Stadtentwicklungs- und Flächenpolitik zerbrach.
Seit 1996 amtiert Ralf Fücks als Vorstand der neuen Heinrich-Böll-Stiftung, die aus der Fusion von drei Vorläufer-Stiftungen hervorging. Nach Jahren stürmischen Wachstums der Stiftung und ihrer internationalen Aktivitäten wurde die Aufbauphase im September 2008 mit der Einweihung des neuen Stiftungshauses in der Mitte Berlins abgeschlossen. Schwerpunkte seiner Arbeit liegen auf den Themen Nachhaltige Entwicklung, Grüne Ökonomie, Migration, Zukunft Europas und Internationale Politik. Er ist verantwortlich für Strategie und Programmentwicklung in den Bereichen politische Bildung Inland, Europa und Nordamerika, für die Grüne Akademie, das Studienwerk der Heinrich-Böll-Stiftung sowie für das Archiv "Grünes Gedächtnis".
Ralf Fücks war Mitglied der Grundsatzprogrammkommission von Bündnis 90/Die Grünen und Mitautor des neuen Parteiprogramms, das im Frühjahr 2002 verabschiedet wurde. Während der rot-grünen Koalition gehörte er der "Unabhängige Kommission Zuwanderung" an, die ein Konzept zur Reform der Einwanderungs- und Integrationspolitik erarbeitete.
1991 gab er das Buch "Sind die Grünen noch zu retten?" heraus. Er ist Autor zahlreicher Beiträge für Zeitungen, Buchveröffentlichungen und politische Zeitschriften.

