Begegnungsreise der Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung
Mindestens einmal jährlich organisiert die Heinrich-Böll-Stiftung eine politische Begegnungsreise ins Ausland, die in der Regel zu Auslandsbüros der Stiftung führt. Dabei besteht die Gelegenheit, sich über die Arbeitsfelder und Aktivitäten zu informieren, mit Projektpartnerinnen und -partnern der Stiftung ins Gespräch zu kommen, das Büro und Projekte vor Ort zu besichtigen. Politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen und aktuelle politische Debatten werden in Gesprächen aufgegriffen und diskutiert. Die Reise richtet sich an die Freundinnen und Freunde sowie an Ehrenamtliche der Heinrich-Böll-Stiftung.
Unsere bisherige Reisen gingen in die Ukraine, nach Israel und Palästina, Irland, in den südlichen Kaukasus, in die Türkei, nach Südafrika, Brasilien, Nordamerika und Russland sowie nach Brüssel, Polen und Prag. Im vergangenen Jahr waren wir in Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien.Unsere letzte Reise führte uns in der ersten November-Hälfte 2012 nach Thailand und Kambodscha.
- Programm der Reise (PDF)
Begegnungsreise nach Thailand und Kambodscha vom 3. bis 18.11.2012
Die Begegnungsreise 2012 führte die Freundinnen und Freunde bis nach Asien, wo die Gruppe durch das Regionalbüro Südostasien und das Länderbüro Kambodscha in ihre Arbeit eingeführt wurde. In vier äußerst intensiven Tagen in Bangkok und zehn in Kambodscha traf die Gruppe mit Aktivist/innen, Politiker/innen, Botschaftern und Botschaftsangehörigen, Partner/innen der Heinrich-Böll-Stiftung und ihren Mitarbeiter/innen zusammen, die vielfältige Einblicke in die komplexen Strukturen Thailands, Myanmars und Kambodschas und in aktuelle Probleme der Region ermöglicht haben: von Umweltschutz und Verteilungsfragen in der Mekong-Region angefangen, bis hin zu den hochaktuellen und bestürzenden Problemen mit Landgrabbing in Kambodscha. Neben der thailändischen Hauptstadt besuchte die Gruppe Phnom Penh, bereiste den Nordosten Kambodschas mit Stationen in der Provinz Mondulkiri und Kratie sowie zum Abschluss Siem Reap mit den Tempelanlagen von Angkor.
Begegnungsreise nach Bosnien-Herzegowina, Serbien und Kroatien vom 28.9. bis 8.10.2011
Die Begegnungsreise 2011 führte die Freundinnen und Freunde in drei Länder des ehemaligen Jugoslawien. Betreut wurde die Gruppe jeweils ganz exzellent von den Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Sarajevo, Belgrad und Zagreb. Neben den drei Hauptstädten führte die Reise die Gruppe nach Srebrenica, Novi Sad und Vukovar und erlaubte berührende, bestürzende und hoffnungsvolle Ein- und Ausblicke in die drei Nachfolgestaaten, die sich auf ganz unterschiedlichen Positionen auf dem Weg in die EU befinden. Die Aussichten auf eine Mitgliedschaft in der EU und die nötigen (Reform-)Voraussetzungen dafür waren - neben der Aufarbeitung der Kriegsfolgen - ein Schwerpunkt in den Gesprächen mit Menschenrechtlerinnen, LGBTI-Aktivist_innen, Politikern und anderen Partnern der Böll-Stiftung vor Ort.
- Den ausführlichen Reisebericht können Sie hier lesen (pdf, 107kB)
Politische Begegnungsreise nach Kiew, 2.-7. September 2010
In der ersten Septemberwoche 2010 fuhren die Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung nach Kiew, um die Details der Stiftungsarbeit vor Ort kennen zu lernen, die innen- und außenpolitische Lage der Ukraine besser zu verstehen und Einblicke in Demokratisierungsprozesse, Menschenrechtsdiskurse und Klima- und Energiepolitik zu erhalten.Den gesamten Reisebericht können Sie hier lesen. Im Rahmen der Begegnungsreise entstanden auch zwei Radiobeiträge von Christoph Richter:
Begegnungsreise nach Israel und Palästina vom 13. bis 23. März 2010
Wegen der großen Nachfrage in 2009 wurde die Reise wiederholt und stieß wieder auf sehr starke Resonanz. In den internen Diskussionen gab es Kritik an der rabiaten Machtpolitik der Israelis. Aber es gab auch Verständnis für diese Machtpolitik: Keine Macht der Welt wird auf die Durchsetzung eigener Interessen mit Hilfe seiner Macht verzichten, wenn er für den Verzicht der Machtpolitik keine Gegenleistung erhält. Wieweit ist Deutschland verpflichtet, sich als Land der Täter gegenüber den Opfern zurück zu halten oder hat es gerade die Verantwortung, eine solche Machtpolitik zu kritisieren? Die Auffassungen auch dazu waren in der Gruppe sehr different. Reiseimpressionen und Reflexionen von den Mitreisenden Sybille Volkholz und Uwe Günther.
Der Reisebericht als PDF zum Download (7 Seiten, 36 KB)
Begegnungsreise nach Israel und Palästina vom 5. bis 15. März 2009
Freundinnen und Freunde der Heinrich-Böll-Stiftung (Gremienmitglieder, Vertrauensdozentinnen sowie andere überwiegend in Politik, Verwaltung und Wissenschaft Tätige) fuhren nach Israel und Palästina, um die Stiftungsarbeit vor Ort kennen zu lernen und in Gesprächen, Diskussionen und Besichtigungen ein tieferes Verständnis der aktuellen politischen Entwicklungen zu erlangen. Die Reise fiel sieben Wochen nach dem Gaza-Krieg und drei Wochen nach den Knesset-Wahlen in die Zeit der israelischen Regierungsbildung und der Verhandlungen der Hamas und der Fatah über eine Einheitsregierung. Der Nahost-Konflikt und die weitere politische Entwicklung standen somit im Zentrum der Gespräche mit israelischen und palästinensischen PartnerInnen der Stiftung, PolitikerInnen, WissenschaftlerInnen und JournalistInnen. In deren Verlauf vermittelten sich immer mehr Facetten des Konflikts und der verschiedenen Perspektiven darauf und die Bedingungen und Hindernisse für eine Zwei-Staaten-Lösung oder einen multinationalen Staat wurden deutlich.Der Reisebericht als Download (PDF, 2 Seiten, 108 kB)
Begegnungsreise nach Irland vom 28. April bis 5. Mai 2008
Die Reise vom 28.4.-5.5.2008 führte nach Irland und stellte als literarisch-politische Begegnung mit Irland und Heinrich Böll eine Besonderheit dar. Anlass war das 50. Jubiläum des Irischen Tagebuches von Heinrich Böll. Die Reise führte zu von Heinrich Böll literarisch beschriebenen Orten, integrierte das Weekend Event auf Achill Island und vermittelte Impressionen von Landschaften.Der Reisebericht als Download (PDF, 4 Seiten, 2.39 MB)
Begegnungsreise nach Georgien und Aserbaidschan vom 6. bis 14.Oktober 2007
Stationen der Reise waren Tbilisi und Baku. Die Reise in den südlichen Kaukasus führte in eine Region mit großen Demokratisierungsproblemen und mit drei offenen ethnopolitischen Konflikten, aber auch in eine Region, die in den letzten Jahren im Zuge des weltweiten geopolitischen Wettstreits um Energieressourcen und -transportwege einen hohen Bedeutungszuwachs erfuhr. Auf dem Programm standen der Besuch des Stiftungsbüros in Tbilisi und Begegnungen mit ProjektpartnerInnen. Es wurden Gespräche über die aktuelle Entwicklung, insbesondere über Themen wie Stand der Demokratisierung, Abchasien-Konflikt, Europäische Nachbarschaftspolitik, Öl und Menschenrechte und der Karabach-Konflikt mit Vertretern von NGOs geführt, u.a. Green Alternative, Women’s Political Resource Centre, Assoziation zum Schutz der Frauenrechte, Aserbaidschanisches Menschenrechtszentrum und Society for the Defence of Women´s Rights.Begegnungsreise in die Türkei vom 30. September bis zum 8. Oktober 2006
Stationen der Reise waren Istanbul, Ankara und Diyarbakir. Das Programm beinhaltete den Besuch des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung in Istanbul, Begegnungen mit ProjektpartnerInnen, Gespräche mit MitarbeiterInnen von Think Tanks, mit JournalistInnen und mit VertreterInnen der Regierung, der Europäischen Kommission und der Parteien. Zu den Themenschwerpunkten gehörten der EU-Beitrittsprozess und die europäische Nachbarschaftspolitik, die Lage der Menschenrechte und von Minderheiten, Islam und Politik. Großen Eindruck bei der Reisegruppe hinterließ die von den meisten Gesprächspartnern geäußerte Hoffnung auf einen zügigen Verhandlungsprozess mit der EU bzw. auf einen EU-Beitritt.Begegnungsreise nach Südafrika vom 2.bis 14. Oktober 2005
Ziel der Reise war es, die Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung in der Region kennen zu lernen. Im Vordergrund standen die Themen Energie- und Frauen-/Genderpolitik; dabei insbesondere das Problemfeld Gewalt gegen Frauen, das in Südafrika eng mit dem Thema Aids verknüpft ist. Zum Programm gehörten Besuche bei ProjektpartnerInnen, Gespräche und Diskussionen mit PolitikerInnen über die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation sowie Exkursionen zu einem Atomkraftwerk, in ein Weinanbaugebiet und in einen Nationalpark. Stationen der Reise waren Johannesburg, Pretoria und Kapstadt.Der Reisebericht als Download (PDF, 10 Seiten, 59 kB)
Begegnungsreise nach Brüssel vom 29. Mai bis 01. Juni 2005
In den Gesprächen mit wichtigen Akteuren in Brüssel, mit den grünen EU-Parlamentariern Dany Cohn-Bendit, Gisela Kallenbach, Heide Rühle, Sepp Kussttascher und Milan Horacek, mit VertreterInnen der EU-Kommission und von Nichtregierungsorganisationen bekamen die Reisenden innerhalb von drei Tagen einen guten Überblick über die wichtigsten Themen. Ebenso gelang es ihnen, ein wenig hinter die Kulissen der großen politischen Bühne zu schauen. Der Besuch der grünen EU-Fraktion während ihrer aktuellen politischen Debatte über die Ablehnung der EU-Verfassung in Frankreich am Tag zuvor war ein Höhepunkt der Reise. Der Besuch des Büros der Heinrich-Böll-Stiftung und ein historisch-politischer Stadtrundgang durch Brüssel waren weitere Programmpunkte.Der Reisebericht als Download (PDF, 2 Seiten, 15 kB)

