Buch

Intelligent wachsen. Die grüne Revolution

25. Februar 2013
Ralf Fücks
Am 25. Februar 2013 erschien

Intelligent wachsen. Die grüne Revolution
ein Buch von Ralf Fücks, Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung

Wie vermeiden wir den ökologischen Kollaps einer Welt mit bald 9 Milliarden Menschen? In den Feuilletons ertönt der Ruf nach „Abschied vom Wachstumswahn“. Gleichzeitig schreit ganz Europa danach, die ökonomische Abwärtsspirale zu durchbrechen, und jenseits des alten Kontinents sind Milliarden Menschen auf dem Weg in die industrielle Moderne. Wenn "weiter so" ins Desaster führt und der Ruf nach Verzicht hilflos bleibt - was ist dann die Alternative?
Ralf Fücks skizziert die Umrisse einer grünen industriellen Revolution: vom ökologischen Raubbau zum 'Wachsen mit der Natur'. Es geht um den Aufbruch in eine ökologische Moderne, die an der Idee des Fortschritts festhält und sie neu erzählt. Wir sind an der Schwelle zu einer neuen Produktionsweise, deren Konturen bereits am Horizont auftauchen. Sie basiert auf der Kombination menschlicher Kreativität mit den Produktivkräften der Natur. Europa hat das Potential, zum Vorreiter dieser Transformation zu werden.

Ralf Fücks
Intelligent wachsen. Die grüne Revolution
Erscheinungsdatum: 25.02.2013
362 Seiten, 22,90 € 
ISBN 978-3-446-43484-4
Hanser Verlag

Einführung

Der Vortrag wurde im Rahmen der Buchpräsentation von 14. März 2013 aufgezeichnet. Den vollständigen Mitschnitt der Veranstaltung finden Sie auf unserer YouTube-Seite.

Pressespiegel

Deutschlandfunk am 25.02.2013


DIE ZEIT vom 7.03.2013

Deutschlandfunk am 26.03.2013

WirtschaftsWoche vom 3.04.2013

DIE WELT vom 9.04.2013

Radio Bremen vom 14.04.2013

Berliner Republik, Ausgabe 2/2013

  • Rezension von Matthias Machnig: "Öko-Kapitalismus" (PDF)
    Matthias Machnig (SPD) ist Wirtschaftsminister in Thüringen, ehemaliger Staatssekretär im BMU und gehört zum Beraterkreis von Sigmar Gabriel und Peer Steinbrück.
Ralf Fücks, Foto: Ludwig Rauch
Foto in höherer Auflösung bei Flickr.

Ralf Fücks - Vorstandsmitglied

Ralf Fücks, 1951 in Edenkoben (Pfalz) geboren, studierte Sozialwissenschaft, Ökonomie und Geschichte in Heidelberg und Bremen. Parallel engagierte er sich in der Studentenbewegung und in der außerparlamentarischen Opposition. Nach dem Studium arbeitete er als Lehrbeauftragter an der Universität Bremen und als Dozent in der Erwachsenenbildung. Für die Zeitschrift "Moderne Zeiten", die er 1980 mitgründete, war er als Redakteur tätig.

1982 schloss sich Fücks den GRÜNEN an, wurde wissenschaftlicher Mitarbeiter ihrer Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft und von 1985 bis 1989 selbst Abgeordneter und Fraktionsvorsitzender.

1989/90 wurde er als Co-Vorsitzender in den Bundesvorstand der GRÜNEN gewählt. Entschieden sprach er sich dafür aus, die GRÜNEN zu einer Regierungspartei zu machen und gemeinsam mit der SPD eine "neue geistige und politische Hegemonie" anzustreben. Nachdem die Partei in der ersten gesamtdeutschen Wahl 1990 an der 5 Prozent-Hürde scheiterte, veröffentlichte er das Buch "Sind die Grünen noch zu retten?".

1991 kehrte er in die Bremer Politik zurück und wurde Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz sowie zweiter Bürgermeister in der Bremer "Ampelkoalition", der ersten Koalition von Grünen, SPD und FDP in der Bundesrepublik. Sie zerbrach 1995 an Konflikten über Naturschutz und Stadtentwicklung.

Seit 1996 leitet Ralf Fücks die Heinrich-Böll-Stiftung. Er ist verantwortlich für die Inlandsarbeit der Stiftung sowie für Außen- und Sicherheitspolitik, Europa und Nordamerika. Außerdem betreut er das Studienwerk, die "Grüne Akademie", einen ‚think tank‘ von Wissenschaftlern und Politikern, sowie das Archiv "Grünes Gedächtnis", ein zeitgeschichtliches Archiv der Grünen und der neuen sozialen Bewegungen.

Über die Jahre hat sich Fücks mit zahlreichen Aufsätzen und Artikeln an der Debatte über Strategie und Programm der Grünen beteiligt. Als Mitglied der Grundsatzprogramm-kommission und anderer Beratungsgremien von Bündnis 90/Die Grünen hält er die Verbindung zwischen Stiftung und Partei. Er hat an mehreren Wahlprogrammen mitgewirkt.

1999 wurde er von der Bundesregierung in die „Unabhängige Kommission Zuwanderung“ unter Vorsitz von Prof. Rita Süßmuth berufen, die im Juli 2001 ihre Empfehlungen für eine moderne Einwanderungs- und Integrationspolitik vorgelegt hat.

Ralf Fücks publiziert in den großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen, in internationalen politischen Zeitschriften sowie im Internet zum Themenkreis Ökologie-Ökonomie, Politische Strategie, Europa und Internationale Politik.
Im Februar 2013 erschien sein Buch „Intelligent Wachsen – Die grüne Revolution“ im Hanser Verlag.

Reaktionen (1)

1_ Helmut Krüger
2. März 2013, 21:59 Uhr

Liebe Freunde im weitgehend Gleichgesinnten,
auch wenn ich der grundsätzlichen Auffassung bin, dass die ökologische Frage "größer" ist als die Grünen, die aus ihr entstanden sind.

In diesem Kontext also:
"Nullwachstum" klang seinerzeit eher nach Antipode, vielleicht - jenseits der Denunziation - nach Trotz und doch war es wichtig, neben dem überkommmenen, recht blinden Fortschrittsmodell anderes auf die Agenda zu setzen. Dabei geschah die Ablehnung des klassischen, überkommenen und antiquierten Fortschrittsmodells nach meiner Beobachtung viel eher rein gefühlsmäßig, als dass es seinerzeit schon verbal begründet gewesen wäre.

Um offen mein Eindruck zu äußern:
Bis jetzt hat kein einziger Ansatz es vermocht, Qualität und Quantität tatsächlich auseinanderzuhaltne und auch die zuständige Enquete-Kommission des Bundestags scheint mir da auf halbem Wege steckengeblieben.

Qualität ist Qualität, weil sie nicht Quantität ist, die - bezifferbare - Quantität ihr vielmehr nur folgt. So kann m. E. die Qualität Ursprung und Kern eines Wirtschaftens sein, währenddessen eine vorher und bereits vom ersten Gedanken favorisierte Quantität weder mit tragender Substanz, noch mit Nachhaltigkeit, sondern eher etwas mit Rausch zu tun hat.

Ich bitte, das nicht spitzfindig aufzufassen. Mir scheint die Schrift von Ralf Fücks auf der gefühlsmäßigen Ebene eher eine Rückkehr zum quantitativen Modell zu sein, als dass tatsächlich der Schritt vollzogen würde, die Qualität zur Grundlage zu nehmen, weil dies nämlich heißen würde, dass Wachstum oder das bloße Größerwerden als solches kein Ziel, vielmehr ggf. nur Folgewirkung sein kann.

Die Qualität, das wäre die schöpferische, innovative Idee, das wäre die Inspiration, die mehr ist als ein bemäntelter Begriff in einer PR-Broschüre und wer "Antennen" dafür hat, kann auch das bloß Zugelegte von Warmherzigkeit und loderndem Feuer eines Menschen unterscheiden.

Altbacken, antiquiert?

Dies im Sinne eines Begreifens und Verstehens, zuallererst individuell und dann gesellschaftlich:
Der Mut läge m. E. weit mehr im Abschied von einem handlungsleitenden Wachstumsbegriff, als darin, ihn umzudeuten.

Herzliche Grüße
Helmut Krüger





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