Fleischatlas extra: Abfall und Verschwendung

Fleischatlas extra: Abfall und Verschwendung

Heinrich-Böll-Stiftung
Veröffentlichungsort: Berlin
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2014
Seitenanzahl: 22
Lizenz: CC-BY-SA

Hinweis: Die gedruckte Version ist derzeit leider vergriffen.
 

Essen ist wertvoll. Aber häufig gehen wir so nicht damit um. Wenn nur noch die Filetstückchen auf unseren Tellern landen und der Rest des Tieres zur Energieproduktion oder als Düngemittel eingesetzt wird, hat das mit Wertschätzung wenig zu tun. Dabei hat ein schonender Umgang mit Nahrungsmitteln eine Schlüsselfunktion im Kampf gegen Hunger und Umweltzerstörung.

Gerade der heutige Fleischkonsum aus industrieller Produktion zehrt an den Ressourcen der Erde. Und er verschärft die Ungleichheit zwischen denen, die verschwenden können, und denen, die zu wenig haben, um satt zu werden. Um wertzuschätzen, ist Wissen nötig. Daher stellen wir Ihnen in diesem „Fleischatlas extra“ über Abfall und Verschwendung vor allem Informationen über die Tiere bereit, die Sie nicht essen.

 

Inhaltsverzeichnis: 

Die große Vergeudung (S.4)
von Christine Chemnitz
Nur knapp die Hälfte eines zur Schlachtung vorgesehenen Tieres landet als Fleisch und Wurst bei den Konsumentinnen und Konsumenten. Und selbst bei ihnen wird noch viel weggeworfen.

Der Tierverbrauch im Lebensverlauf (S.11)
von Dietmar Bartz
Wie viele Tiere verzehrt ein Mensch in seinem Leben? Eine Frage, die mehrere Antworten erlaubt – und einen Blick in die Statistiken erzwingt.

Kommentare

Das Problem ist nicht, dass Fleisch konsumiert wird. Das Problem sind die Massen an Fleisch, die konsumiert werden. Das ist, denke ich, heute wirklich jedem bewusst. Trotzdem sind die meisten nicht bereit, an ihrem Konsumverhalten irgend etwas zu ändern, entweder aus Bequemlichkeit, aus Unwissenheit (neue Rezepte ausprobieren, bzw. selbst kochen) oder aus Geldmangel (hochsubventioniertes Industrie-Fleisch ist tatsächlich billiger als hochwertiges Obst/Gemüse). Die körperliche Abhängigkeit (Sucht nach Fleisch) ist hier auch ein Thema, das gerne nicht als solches gesehen wird. Unter diesen Umständen leiden unsere Mitgeschöpfe, die Tiere. In Folge dessen aber auch der Konsument. Wer sich nicht darüber bewusst ist, dass Tierleid auch mitgegessen wird, hat von den Regeln des Lebens nichts verstanden. Deshalb lohnt es sich, den Konsumenten immer wieder vor Augen zu halten, wie ihr Stück Fleisch auf dem Teller entsteht (ich bin dafür Kindern bereits in der Grundschule den Film: "Wenn Schlachthöfe Wände aus Glas hätten" zu zeigen, oder noch besser mit deren Eltern direkt in einen Schlachthof zu fahren, um zu veranschaulichen, was genau dort vor sich geht).

Ich möchte den vorherigen Kommentar noch auf weitere Aspekte erweitern: Die "Sucht nach Fleisch" und nach Süßigkeiten usw. ist lediglich eine Gewöhnung der Geschmacksnerven. Indem man das nicht mehr ißt, entwöhnen sich unsere Geschmacksnerven nach einiger Zeit und können sich gleichzeitig an gesunde Nahrung gewöhnen. Die Umstellung fällt leichter, wenn man sich tagtäglich vor Augen hält, daß man als Fleischkonsument die schreckliche Tierquälerei in der Massentierhaltung fördert, und als Zuckerkonsument sehr schnell dick und krank wird. Der "Fleischatlas" und der "Appell" (auf der Webseite der UWG-Aachen) gibt wertvolle Infos!

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