Hannah-Arendt-Preis

Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken

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Hannah-Arendt, Briefmarke der Deutschen Post zum 100. Geburtstag

Der Hannah-Arendt-Preis wird getragen von dem Verein Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken e.V.  Über die Vergabe des Preises, der mit 7.500 EUR dotiert ist, entscheidet eine unabhängige, internationale Jury. Das Preisgeld wird von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Senat der Freien Hansestadt Bremen gestiftet.

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken wurde 1994 ins Leben gerufen. Mit der jährlichen Vergabe des Preises soll nicht nur Hannah Arendts gedacht werden, sondern auch ihre Bedeutung für die Erneuerung des politischen Denkens weiterleben. Wie kaum sonst jemand hat Hannah Arendt sich den Herausforderungen ihrer Zeit und den Schattenseiten der politischen Moderne gestellt. Ohne ihre Fähigkeit, das Unerhörte und Unbekannte der Schrecken des 20. Jahrhunderts an sich heranzulassen, wäre ihr einzigartiger und radikaler Zugang zum Totalitarismus nicht denkbar gewesen.

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ist kein akademischer, sondern ein öffentlicher Preis.

Es werden Personen geehrt, deren Wirken und Werke in der Tradition Hannah Arendts zu öffentlichem politischen Denken und Handeln beitragen. Er richtet sich an Personen, die das "Wagnis Öffentlichkeit" angenommen haben und das Neuartige in einer scheinbar sich linear fortschreibenden Welt erkennen und mitteilen.

Aus aktuellem Anlass

von

Niemand konnte sich vorstellen, dass der Trägerverein des Hannah-Arendt-Preises für politisches Denken je in die Lage kommen würde, über eine nachträgliche Aberkennung des Preises nachzudenken.

Hannah-Arendt-Preis 2013

Der diesjährige Hannah-Arendt-Preisträger ist Timothy Snyder, Professor of History an der Yale University. Mit seinem Buch „Bloodlands. Europa zwischen Hitler und Stalin“ habe Snyder der Jury zufolge ein vergessenes und verdrängtes Kapitel der europäischen Geschichte aufgeschlagen. Der Preis wird am 6. Dezember überreicht.

Frühere Preisträger/innen

Yfaat Weiss ist nicht nur eine kluge Intellektuelle. Sie ist in jeder Hinsicht ein feiner Mensch: in ihrer genauen Beobachtungsgabe, ihrer gedanklichen und emotionalen Empfindsamkeit, ihrer Integrität als Historikerin und in der Genauigkeit ihrer Sprache.
 
Zusammen mit der Stadt Bremen verliehen wir am 7. Dezember 2012 den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken an die Historikerin Yfaat Weiss. Diese, so urteilte die Jury, schärfe den Blick für den ungewöhnlichen Verlauf der israelischen Geschichte und für das zivilgesellschaftliche Potential, das in ihrem Land vorhanden sei.
Zusammen mit der Stadt Bremen verleihen wir den Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken an Personen, die in ihren Interventionen das „Wagnis Öffentlichkeit“ angenommen haben. In diesem Jahr geht er an den Orientalisten und Schriftsteller Navid Kermani für seine lagerüberwindenden religionswissenschaftlichen und politischen Analysen. Am 2. Dezember wurde der Preis in Bremen überreicht.
Der Hannah-Arendt-Preis geht in diesem Jahr an den französischen Philosophen und Sinologen François Jullien. Der von der Stadt Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung gestiftete und mit 7.500 Euro dotierte Preis wird François Jullien am 3. Dezember 2010 um 18 Uhr im Bremer Rathaus im Rahmen einer Festveranstaltung überreicht.
Der Hannah-Arendt-Preis geht in diesem Jahr an den deutschen Philosophiehistoriker Kurt Flasch. Der von der Stadt Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung gestiftete und mit 7.500 Euro dotierte Preis wurde Kurt Flasch am 11. Dezember 2009 um 18 Uhr in Bremer im Rahmen einer Festveranstaltung überreicht.
Rede von Ralf Fücks, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung im Rahmen der Preisverleihung des Hannah-Arendt-Preises 2008 an den Soziologen Viktor Zaslavsky.
Als historisch ausgerichteter Soziologe habe ich mir drei Ziele gesetzt: erstens, die historischen Einzelheiten vorzustellen; zweitens, Interpretation dieses Ereignisses in einen weitaus größeren Zusammenhang totalitärer Strategien und Methoden zu stellen; und schließlich, zu erklären, wie eine derart massive Verfälschung über ein halbes Jahrhundert als „offizielle Version“ der Geschichte Bestand haben konnte. Festrede des Preisträgers Victor Zaslavsky.
Der Hannah-Arendt-Preis 2008 geht an den russischen Soziologen Victor Zaslavsky. Er wird für sein Werk „Klassensäuberung – Das Massaker von Katyn“ ausgezeichnet. Zu den Porträts und Würdigungen.

Wer wir sind

Die Heinrich-Böll-Stiftung ist eine Agentur für grüne Ideen und Projekte, eine reformpolitische Zukunftswerkstatt und ein internationales Netzwerk. Wir arbeiten mit über hundert Partnerprojekten in mehr als 60 Ländern zusammen und unterhalten derzeit Büros in 30 Ländern.

Kontakt

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Fax: (030) 285 34-109
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