Außen- und Sicherheitspolitik durchlaufen seit dem Ende der Block-Konfrontation einen tiefgreifenden Wandel, der nach dem 11. September 2001 noch einmal beschleunigt wurde. Die traditionelle Sicherheitspolitik der Abschreckung und Eindämmung wird ersetzt durch Risikoprävention, Krisenintervention und Ordnungspolitik. Außen-, sicherheits- und entwicklungspolitische Fragen verschränken sich zunehmend. Die Rolle der Europäischen Union in der Welt wächst. Wir tragen dazu bei, die Rolle Europas in der Welt, zivilgesellschaftliche Initiativen und alternative Konzepte zur Diskussion zu stellen.
10. Dezember 2012 -
Ein gemeinsamer Haushalt wäre eine gute Ausgangslage, um zukünftige Stabilisierungsmaßnahmen in der Europäischen Währungsunion tragfähig zu machen. Eigene Einnahmequellen für die EU und eine europaweite Arbeitslosenversicherung sind dabei gute Instrumente, um zyklische Schwankungen zwischen den Euro-Ländern abzufedern.
Daniela Schwarzermehr»
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Nichts bräuchte Europa derzeit mehr als eine starke Identifizierung der Menschen mit der Staatenunion. Doch der Zusammenhalt bröckelt. Camille de Toledo und Ulrike Guérot sehen in der Vielsprachigkeit der EU eine Ursache für das mangelnde Wir-Gefühl. Ihre Vorschläge zur Überwindung der Sprachbarrieren sind jedoch sehr gegensätzlich.
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- 30. November 2012 -
Deutschland sollte gewarnt sein - Selbstüberschätzung kann in diesen Zeiten fatale Folgen haben. Durch die verkürzte Wahrnehmung der Krise als "Euro-" Krise manövriert sich Deutschland immer weiter in die Isolation, während wichtige Partner wie England oder Schweden abgedrängt werden. Zum Schaden des europäischen Projekts.
Rainer Emschermannmehr»
- 27. November 2012 -
Was Deutschland und die deutsche Europapolitik betrifft, hat die tschechische Politik keine einheitliche Linie. Einerseits ist man sich weitgehend einig darüber, dass Deutschland für das Land wichtig ist. Andererseits sind Tschechiens Beziehungen zu Deutschland europapolitisch nicht verankert. Eine Bestandsaufnahme.
Vladimír Handlmehr»
- 23. November 2012 -
Das im Sommer von Präsident Putin unterzeichnete neue NGO-Gesetz ist diese Woche in Kraft getreten. Das Gesetz, das Mitarbeiter ausländischer Organisationen zu "Agenten" des Westens macht, zeigte promt Wirkung. In der Nacht zum 22. November wurden die Türen und Wände gleich mehrerer Menschenrechtsorganisationen beschmiert.
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6. Dezember 2012 -
Afghanistans Frauen fürchten, dass der Abzug der internationalen Truppen ihre gesellschaftlichen Fortschritte aufs Spiel setzt. Eine Studie der Heinrich-Böll-Stiftung hat die Haltung von Abgeordneten zur Transition des Landes untersucht.
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- 4. Dezember 2012 -
Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus 26 Staaten diskutierten über den Umgang mit dem politischen Islam, die geopolitischen Zusammenhänge der Arabellion und mögliche Handlungsstrategien der EU. In den Äußerungen der Gäste aus Ländern des Arabischen Frühlings wurde immer wieder deutlich: künftige Beziehungen werden nicht von der Höhe der Finanzhilfen, sondern von einem respektvollen Verhältnis auf Augenhöhe geprägt sein.
Torsten Arndtmehr»
- 4. Dezember 2012 -
6. November 2012 - Der monatlich erscheinende Iran-Report bietet einen Überblick über die innenpolitische, wirtschaftliche und soziale Entwicklung im Iran und die iranische Außenpolitik. Er wertet Nachrichten verschiedener Quellen aus.
Bahman Nirumandmehr»
- 3. Dezember 2012 -
Im Rahmen der Studie wurden 25 Frauenrechtlerinnen und Parlamentarierinnen in qualitativen Interviews befragt. Themen waren die Probleme, Anliegen, Interessen und Agenden in der Zeit nach der Intervention von 2001 und für die Zeit nach dem Übergang 2014 sowie Fragen nach der weiteren Transition und der Rolle der Internationalen Gemeinschaft nach 2014. Die Studie liegt bislang nur in englischer Sprache vor.
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- 21. November 2012 - Über 1.200 Raketen wurden auf Israel geschossen. Das israelische Militär hatte wiederrum mehr als 1.500 Ziele im Gaza-Streifen bombardiert. Dabei kamen auf palästinensischer Seite 130 Menschen ums Leben. Mit dem am 21. November erreichten Waffenstillstand sind die grundlegenden Probleme des Konflikts noch nicht gelöst. Marc Bertholdmehr»
Der Vortrag wurde im Rahmen der Sommertagung der Grünen Akademie: "Kapitalismuskritik reloaded" am 22.06.2012 gehalten. Joseph Vogl ist Professor für Literatur- und Kulturwissenschaft und Medien an der Humboldt-Universität zu Berlin und Autor des Buches "Das Gespenst des Kapitals".
- 11. Juni 2012 - Am 1. Juli wählt Mexiko einen neuen Präsidenten. Dieser wird vor großen Herausforderungen stehen, denn die Gewalt im mexikanischen Drogenkrieg wird immer brutaler. Doch was müsste eigentlich geschehen? Gibt es von Seiten der Präsidentschaftsaspirant/innen neue Vorschläge, wie Mexiko befriedet und vor dem Schicksal eines gescheiterten Staates bewahrt werden kann? Stefan Schaafmehr»
- 24. Januar 2012 -
Der Internationale Währungsfonds (IWF) will es wissen: Die finanziellen Ressourcen sollen von derzeit 385 Mrd. US-Dollar auf 1 Billion US-Dollar aufgestockt werden, um auf die potenziellen Krisen der nächsten beiden Jahre adäquat reagieren zu können. Die Mitgliedsländer des Fonds sollten sich darauf einlassen, aber nicht ohne Bedingungen.
Rainer Falk und Barbara Unmüßigmehr»
- Der diesjährige Bericht zur Lage der Welt plädiert für lokale, einfache Innovationen und Investitionen in die Landwirtschaft als Schlüssel zum Abbau von Armut und Hunger. Mit Unterstützung führender Agrarexperten aus aller Welt stellt er 15 praktische und nachhaltige Beispiele vor, die zur Ernährungssicherung beitragen können. mehr»
- 15. Februar 2011 - Vom 6. bis zum 11. Februar 2011 fand das zehnte Weltsozialforum in der senegalesischen Hauptstadt Dakar statt. Trotz organisatorischem Chaos war das Treffen ein großer Erfolg. Ein zusammenfassender Bericht von Sven Giegoldmehr»
Die politische und wirtschaftliche Macht in der Welt verschiebt sich. Nicht mehr nur die Industrieländer allein entscheiden, Entwicklungs- und Schwellenländer bekommen mehr Gewicht. Diese Entwicklung lässt sich auch an der Agenda der G20 ablesen. Mehr dazu in unserem aktuellen G20 Update, einem englischsprachigen Newsletter zu Themen rund um die G20-Politik.
3. Dezember 2012 -
"Publish What you Pay" setzt sich für Transparenz im Rohstoffsektor ein. Die Kampagne fordert, dass Unternehmen offenlegen müssen, wem sie Geld zahlen. Mittlerweile ist die Kampagne das größte Bündnis von NGOs im Rohstoffsektor - und hat viele seiner Ziele erreicht. Ein Rückblick und ein Blick nach vorn.
Heidi Feldtmehr»
- 7. November 2012 -
Angesichts Qatars politischer Rolle in Vermittlungsprozessen in der Region, seinem Mitmischen in Ländern des „arabischen Frühlings“ sowie der Bedrohung des Gastgeberlandes der COP 18 durch den Klimawandel stellt sich die Frage: Kann Qatar nicht nur politisch, sondern auch ökologisch eine progressive Kraft in der Region werden?
Wael Hmaidanmehr»
- 7. November 2012 -
Die MENA-Region ist wegen ihrer langen Küstenlinie, der hohen Aridität und knapper Wasserressourcen besonders durch den Klimawandel gefährtet. Die Zahl von Dürren und Überschwemmungen wird steigen. Doch bisher fehlt es an Bemühungen, den Auswirkungen des Klimawandels und der weiteren Verknappung von Wasser zu begegnen.
Nadim Farajallahmehr»
- 23. Oktober 2012 -
Der afghanische Staat bekennt sich zunehmend zu Transparenz im Ausbau des Rohstoffsektors. Doch bei der Erschließung der Kupferlagerstätte in Mez Aynak werden nun bekannte Fehler wiederholt: die lokale Bevölkerung ist weder in den Prozess eingebunden noch scheint sie von dem Vorhaben zu profitieren. So könnte sich der wachsende Rohstoffsektor weiter destabilisierend auf das Land auswirken.
Marion Regina Müllermehr»
- 17. Oktober 2012 -
Fast sechs Wochen haben Bergarbeiter in den südafrikanischen Platinminen von Marikana im August und September gestreikt. Am Ende waren 46 Menschen tot. Die Arbeiter haben eine kräftige Tariferhöhung erzwungen, doch an ihrer Misere wird das wenig ändern. Das „neue Südafrika“ mit seinen Veränderungen hat ihr Leben nicht besser, sondern schwieriger gemacht.
Renate Wilke-Launermehr»
- 20. Juni 2012 -
Die natürlichen Ressourcen sind wieder auf der Tagesordnung. Die englischsprachige Publikation betont mit dem Zusammenwirken von Knappheiten kritischer Ressourcen eine neue Dimension der internationalen Beziehungen und plädiert für neue Ansätze im Rahmen einer internationalen Ressourcenpolitik.
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16. November 2012 -
Dagmar Dehmer vom "Tagesspiegel" sprach mit Barbara Unmüßig über die Schließung des Büros in Äthiopien, die Arbeitsbedingungen von Nichtregierungsorganisationen und die Grenzen von Entwicklungszusammenarbeit.
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- 5. September 2012 -
In Burma/Myanmar häufen sich die Protestaktionen der Zivilgesellschaft, die nun nicht mehr vom Militär niedergeknüppelt werden. Ein Bericht aus einem erwachenden Land.
Rainer Einzenbergermehr»
Am 8. Juli 2012 tagte die internationale Gebergemeinschaft in Tokyo, um mit der afghanischen Regierung über finanzielle Zusagen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit zu entscheiden. Da die Unterstützung für das Land langfristig geringer ausfallen wird, erscheint der Rohstoffabbau vielen Akteuren als rettender Ausweg. Doch er birgt auch Risiken.
- 29. Februar 2012 -
Ein Jahr Regierung Dilma Roussef: ein Spagat zwischen ökonomisch dirigierendem Staat, orthodox-monetärer Wirtschaftspolitik, einer erfolgreichen Armutsbekämpfungs- und Sozialpolitik und massiver Unterstützung großer Unternehmen. Unübersehbar ist auch, dass die Wachstumspolitik im Konfliktfall stets Vorrang vor dem Umweltschutz hat. Dawid Danilo Barteltmehr»
- Am 8. Januar 2012 wurde Afrikas älteste und vielleicht berühmteste Befreiungsbewegung, der African National Congress (ANC) 100 Jahre alt. Wir blicken zurück und erinnern uns an die Befreiungsbewegung und ihre Persönlichkeiten, den politischen Protest, den bewaffneten Kampf und das Exil. In unserem Dossier wollen wir Sie an der aktuellen Debatte teilhaben lassen. mehr»
- 13. Dezember 2011 -
Auf der internationalen Entwicklungskonferenz im südkoreanischen Busan präsentierten sich neue Akteure in der Entwicklungshilfe wie China und Indien. Doch alte und neue Gebernationen haben völlig unterschiedliche Vorstellungen.
Thilo Hoppemehr»
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