Hannah-Arendt-Preis
Hannah-Arendt, Briefmarke der Deutschen Post zum 100. Geburtstag
Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken
Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken wurde 1994 ins Leben gerufen. Mit der jährlichen Vergabe des Preises soll nicht nur Hannah Arendts gedacht werden, sondern auch ihre Bedeutung für die Erneuerung des politischen Denkens weiterleben. Wie kaum sonst jemand hat Hannah Arendt sich den Herausforderungen ihrer Zeit und den Schattenseiten der politischen Moderne gestellt. Ohne ihre Fähigkeit, das Unerhörte und Unbekannte der Schrecken des 20. Jahrhunderts an sich heranzulassen, wäre ihr einzigartiger und radikaler Zugang zum Totalitarismus nicht denkbar gewesen.

Der Hannah-Arendt-Preis für politisches Denken ist kein akademischer, sondern ein öffentlicher Preis.

Es werden Personen geehrt, deren Wirken und Werke in der Tradition Hannah Arendts zu öffentlichem politischen Denken und Handeln beitragen. Er richtet sich an Personen, die das "Wagnis Öffentlichkeit" angenommen haben und das Neuartige in einer scheinbar sich linear fortschreibenden Welt erkennen und mitteilen.

Der Hannah-Arendt-Preis wird getragen von der Landesstiftung Bremen der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Senat der Freien Hansestadt Bremen. Über die Vergabe des Preises, der mit 7.500 EUR dotiert ist, entscheidet eine internationale Jury. Das Preisgeld wird von der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Senat der Freien Hansestadt Bremen gestiftet.

Preisverleihung 2010 | Aktuelles
4. August 2010 - Der Hannah-Arendt-Preis geht in diesem Jahr an den französischen Philosophen und Sinologen François Jullien. Der von der Stadt Bremen und der Heinrich-Böll-Stiftung gestiftete und mit 7.500 Euro dotierte Preis wird François Jullien am 3. Dezember 2010 um 18 Uhr im Bremer Rathaus im Rahmen einer Festveranstaltung überreicht. mehr»