Massai in Kenia

Einführung

Die Afrika-Arbeit der Heinrich-Böll-Stiftung

Für Pessimisten ist Afrika nach wie vor ein „verlorener Kontinent“ - eine Sichtweise, die durch Negativmeldungen über Armut oder anhaltende Konflikte berechtigt erscheint. Optimisten hingegen verweisen auf positive Entwicklungen, die Anlass zu der Hoffnung geben, dass sich zumindest in einigen Ländern die Lebenssituation für die Bevölkerung nachhaltig verbessert hat. mehr»

Aktuelles

Ein paar Gedanken zur Korruption

24. Mai 2012 - Nelson Mandela und das beeindruckende Verhandlungsteam des ANC haben in den 1990er Jahren die Hoffnung geweckt, dass Südafrika erspart bleiben könnte, was in den Nachbarländern zu beobachten war: Ehemalige Befreiungsbewegungen erliegen bald den Verlockungen des guten Lebens, sie erweisen sich als korrupt und regieren autoritär. Dafür gibt es aber inzwischen auch in Südafrika viele Beispiele. Njabulo S. Ndebele mehr»

Studie

Grenzwertig: Eine Analyse der neuen Grenzüberwachungsinitiativen der Europäischen Union

- 24. Mai 2012 - Die von der Heinrich-Böll-Stiftung und der grünen Europaabgeordneten Ska Keller in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die neuen Europäischen Grenzüberwachungsinitiativen keinen erkennbaren Nutzen für die EU bedeuten. Die geplanten Überwachungssysteme führen derweil zu massiven Eingriffen in die Grundrechte von Nicht-EU-Bürgern und zu großen Aufträgen für europäische Rüstungskonzerne.  mehr»

Julius Malema und der "Lumpenradikalismus"

- 23. Mai 2012 -

Mit Julius Malema ist 2008 ein junger Politiker hervorgetreten, der die Unzufriedenen am Rand der Gesellschaft anzusprechen versteht, vielen anderen Südafrikanern aber einen kalten Schauer über den Rücken jagt. Achille Mbembe analysiert dieses Phänomen im Kontext der südafrikanischen Geschichte: als Ergebnis der Entrechtung der schwarzen Bevölkerung und spezifischen Formen des Widerstandes dagegen.

Achille Mbembe mehr»

Die holperigen Straßen der Freiheit

- 23. Mai 2012 - Die Ärztin, Unternehmerin und ehemalige Weltbank-Direktorin Mamphela Ramphele begibt sich auf den Weg in ihre Heimat in die südafrikanische Provinz. Ihr Bericht zum Roadtrip durch die Provinz Limpopo wirft einen ernüchternden Blick auf ein gespaltenes Land. Mamphela Ramphele mehr»

Dossier

Dossier

100 Jahre ANC - Moral und Macht

Am 8. Januar 2012 wurde Afrikas älteste und vielleicht berühmteste Befreiungsbewegung, der African National Congress (ANC) 100 Jahre alt. Wir blicken zurück und erinnern uns an die Befreiungsbewegung und ihre Persönlichkeiten, den politischen Protest, den bewaffneten Kampf und das Exil. In unserem Dossier wollen wir Sie an der aktuellen Debatte teilhaben lassen. mehr»

Dossier

Afrika: 50 Jahre Unabhängigkeit

- Das Jahr 1960 war für viele Afrikaner_innen ein Jahr der Hoffnungen. 17 Länder erlangten die Unabhängigkeit von den kolonialen Mächten. Mit persönlichen „Blitzlichtern“ und Hintergrundartikeln von renommierten Autoren, sowie Auszügen aus den Reden, Schriften und Kurzporträts soll dieses Dossier eine Rückschau bieten und in die Aufbruchstimmung von 1960 zurückversetzen. mehr»

Special

Afrika im Internet: Jenseits der Digitalen Kluft

- Jenseits der digitalen Kluft floriert auf dem afrikanischen Kontinent eine lebhafte Blogosphäre, werden Innovationen auf Grundlage von Open Source vorangetrieben und über das Netz politische Bewegungen organisiert. Dieses Special räumt mit Vorurteilen auf und gibt einen neuen Blick auf die Computer- und Internetnutzung in verschiedenen Ländern Afrikas. mehr»

Demokratie

v.l.o.n.r.u.: Eddah Gachukia, Janet Semple, Julia Ojambo, Joan Mjomba
Engendering Leadership
In den vergangenen 50 Jahren haben viele afrikanischen Länder nationale Gendermechanismen eingerichtet und Quotenregelungen eingeführt, um den Zugang von weiblichen Vertreterinnen zu offiziellen politischen Institutionen zu beschleunigen. Die Ergebnisse sind recht eindrucksvoll: während im Jahr 1960 nur 1 Prozent der politischen Vertreter Afrikas Frauen waren, liegt die Zahl 2009 bei fast 20 Prozent. mehr»
Foto des sudanesischen Präsidenten Omar al Bashir

Trotz Haftbefehl wegen Völkermord: Staatspräsident Sudans in Kenia

- Zenhntausende Bürger nehmen an den Feierlichkeiten zu Kenias neuer Vefassung teil. Auf der Tribüne sitzen zahlreiche Staatsmänner der Nachbarländer. Mitten unter ihnen lächelt der sudanesische Präsident Omar al Bashir in die Kameras - er wird wegen Völkermordes international gesucht. Von Kirsten Maas-Albert mehr»

Bericht

Von Null auf Zwei: Genderarbeit der Heinrich-Böll-Stiftung in Somaliland

- "Wir sind gekommen, um nach einer Zeit der Entbehrungen und Schwierigkeiten in Frieden zu leben" – so lässt sich das somalische Wort NAGAAD umschreiben. Und genau das wollen die Frauen des Dachverbandes NAGAD in Somaliland erreichen. Seit mehr als einem Jahrzehnt unterstützt die Heinrich-Böll-Stiftung die Dachorganisation. Renate Wilke-Launer mehr»

Ökologie

Bild: CIAT International Center for Tropical Agriculture. Lizenz: Creative Commons BY-SA 2.0. Original: Flickr.
Climate Governance in Africa – Ein Projekt
Die Büros auf dem afrikanischen Kontinent und das Afrika-Referat der Heinrich-Böll-Stiftung arbeiten seit 2008 am gemeinsamen Projekt „Climate Governance in Africa“. Das Projekt versteht sich als Initiative, die Konsens- und Kapazitätsbildung für weitere Klima-Verhandlungsrunden zu unterstützen. mehr»
Hand mit trockenem Sand

Studie

Die Afrikanische Entwicklungsbank unter der Lupe

9. Januar 2012 - Anfang 2011 gab die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) die Absicht bekannt, einen Africa Green Fund – einen Afrikanischen Grünen Fonds – einzurichten und zu verwalten. Die Studie untersucht die tatsächliche Erfolgsbilanz der Bank in den für den Klimawandel relevanten Sektoren. Lindlyn Tamufor, Joshua Klemm, Liane Schalatek mehr»

Weltklimapolitik im Kongobecken

- Die Emissionen, die bei der Zerstörung und Abholzung von Wäldern entstehen, machen rund 20 Prozent der durch den Menschen verursachten Treibhausgase aus. Aufgrund der globalen Bedeutung des Tropenwaldes im Kongobecken betrachten die Geberländer die dortigen Staaten als Spitzenkandidaten für das REDD-Programm – einem Programm zur Verringerung von Emissionen aus Entwaldung und Walddegradierung. mehr»

Interview

Südafrikas Atompolitik nach Fukushima

- Tristen Taylor, Projekt-Koordinator von Earthlife Africa in Johannesburg, im Gespräch über Südafrikas Atompolitik nach dem Atomunfall in Fukushima.  Jochen Luckscheiter mehr»

Konfliktbearbeitung

Migration wegen Klimawandel: Menschenrecht statt Sicherheitsfrage

16. Dezember 2011 - Weltweit fliehen hunderttausende Menschen vor Umweltproblemen und den Folgen des Klimawandels. Immer höhere Zäune und repressive Immigrationspolitik sind keine Lösung dagegen. Stattdessen muss die Ursache der Klimaflucht bekämpft werden: Klimawandel, der Lebensgrundlagen zerstört. Anna Basten, Georg Kössler mehr»
Schädel in einer Gedenkstätte in Ruanda erinnern an den Völkermord von 1994.

Frauen im Völkermord in Ruanda: Mütter oder Monster?

- 30. Juni 2011 - In Ruanda sitzen zurzeit etwa 2.000 Frauen wegen Beteiligung am Völkermord in Haft, unter ihnen Bäuerinnen, Richterinnen, Journalistinnen. Ihre Geschichten belegen: Frauen waren nicht nur Opfer des Völkermords. Sie waren auch Täterinnen. Nicole Hogg mehr»
Im Panzi-Hospital in der kongolesischen Stadt Bukavu. Hier werden viele Opfer von sexueller Gewalt behandelt.

Das Promi-Problem

- 30. Juni 2011 -

Kriegsopfer ist im Kongo nicht gleich Kriegsopfer. Dank prominenter Fürsprecher wird vergewaltigten Frauen bevorzugt geholfen. Die Wurzeln der Gewalt entfernt man so nicht.

Andrea Böhm mehr»

Internationale Beziehungen

Bild: Fir Z. Lizenz: Creative Commons BY-NC-SA 2.0. Original: Flickr.
China und Afrika
Chinas rasant anwachsendes Engagement in Afrika seit Ende der 1990er Jahre bietet Anlass zu ausreichender Diskussion. Einerseits bietet China mit seiner rasanten Ausweitung des Handels, Investitionen und einer liberaler Kreditgewährung ihren afrikanischen „Partnern“ neue Möglichkeiten – und wird somit zu einem willkommenen politischen Gegengewicht zum Westen. Andererseits sind die sozialen, ökonomischen und ökologischen Auswirkungen dieser Entwicklungen bisher nur schwer vorhersehbar. Zudem wird Chinas Berufung auf das Prinzip der „Nichteinmischung“ oft als Freifahrtschein für Regierungen gesehen, denen die demokratische Legitimation fehlt und die die natürlichen Ressourcen ihrer Länder nicht im Interesse der Bevölkerungen nutzen. mehr»

» China-African Civil Society Dialogue (Konferenzbericht, engl.)

Mann im Anzug steht vor wolkigem Himmel auf einem Labyrinth

Konferenz & Dossier

Deutsche Entwicklungspolitik im Spannungsfeld globaler Krisen

Klimawandel, Welternährungskrise, Armut und Finanzkrise: Die deutsche Entwicklungspolitik steht vor Herausforderungen, die nur ressortübergreifend gelöst werden können. Nach einem Jahr schwarz-gelber Regierungsarbeit will die Heinrich-Böll-Stiftung das Spannungsfeld nationaler, europäischer und internationaler Entwicklungspolitik kritisch ausleuchten und Reformperspektiven für die Entwicklungszusammenarbeit aufzeigen. mehr»

E-Paper

G20 Update #11: Occupy G20?

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Die politische und wirtschaftliche Macht in der Welt verschiebt sich. Nicht mehr nur die Industrieländer allein entscheiden, Entwicklungs- und Schwellenländer bekommen mehr Gewicht. Diese Entwicklung lässt sich auch an der Agenda der G20 ablesen. Mehr dazu in unserem aktuellen G20 Update, einem englischsprachigen Newsletter zu Themen rund um die G20-Staaten.

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Publikationen

Studie

Grenzwertig: Eine Analyse der neuen Grenzüberwachungsinitiativen der Europäischen Union

24. Mai 2012 - Die von der Heinrich-Böll-Stiftung und der grünen Europaabgeordneten Ska Keller in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Ergebnis, dass die neuen Europäischen Grenzüberwachungsinitiativen keinen erkennbaren Nutzen für die EU bedeuten. Die geplanten Überwachungssysteme führen derweil zu massiven Eingriffen in die Grundrechte von Nicht-EU-Bürgern und zu großen Aufträgen für europäische Rüstungskonzerne.  mehr»
Cover: Perspectives 2011

Perspectives 03/2011

Politik, Prinzipien, Praxis: Simbabwes Diamanten und der Kimberley-Prozess

- 27. Oktober 2011 - Mit geschmuggelten Diamanten werden noch immer Kriege in Afrika finanziert. Seit 2003 gibt es mit dem Kimberley-Prozess ein System, das den Handel mit diesen Blutdiamanten unterbinden soll. Doch aktuelle Berichte von Gewalt, Menschenrechtsverletzungen und Schmuggel wecken Zweifel an der Glaubwürdigkeit und Wirksamkeit des Prozesses. Dr. Antonie Katharina Nord und Jochen Luckscheiter mehr»
Cover der englischen Ausgabe der Perspectives 01/2011

Perspectives 01/2011

Ernährungssicherheit in Afrika

- 8. Juni 2011 - In Subsahara-Afrika, der Region mit dem höchsten Bevölkerungswachstum der Welt, leiden 239 Millionen Menschen unter extremer Hungersnot. Die Autoren der Perspectives 01/2011 analysieren die Ursachen und geben Empfehlungen für geeignete Maßnahmen zur Gewährleistung der Ernährungssicherheit, zur Bekämpfung von Hunger und zur Förderung nachhaltiger Konzepte für die Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen. mehr»
Cover "Die Freiheit im Kopf"

Schriftenreihe Demokratie, Band 23

Die Freiheit im Kopf

- 28. Dezember 2010 - Das Jahr 1960 war für viele Menschen in Afrika ein Jahr der Hoffnungen. 17 Länder erlangten die Unabhängigkeit von den kolonialen Mächten. Die nun veröffentlichte Rückschau zeigt mit Blitzlichtern, Hintergrundartikeln, Auszügen aus Reden, Schriften und Kurzporträts die Aufbruchstimmung von damals. mehr»

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