Naher Osten & Nordafrika

Zerstörter Straßenzug in Aleppo

Der syrische Aktivist und Autor Yassin al-Haj Saleh findet "es verwirrend, dass viele Menschen im Westen die Lage in Syrien verwirrend finden. Liegt es an fehlenden Informationen, mangelndem Wissen?" Ein Interview von Danny Postel und Nader Hashemi.

 

Häuser mit Satellitenschüsseln
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Seit mehreren Jahren lässt das Assad-Regime im syrischen Staatsfernsehen erzwungene "Geständnisse" ausstrahlen, um seine Version der Geschehnisse in Syrien unters Volk zu bringen. Haid Haid ist Programm-Manager der Heinrich-Böll-Stiftung in Beirut. In seinem Beitrag nimmet er einige der "Geständnisse" unter die Lupe.

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Der Film "We Come as Friends" wurde mit dem Friedensfilmpreis 2014 ausgezeichnet. Als politischer Friedensfilm ist es nicht möglich, ihn zu feiern, ohne an die Kriege zu erinnern, die in unserer Nachbarschaft stattfinden. Hierzu das Grußwort von Ralf Fücks.

Dossiers

Anlässlich der am Mittwoch begonnenen Syrien-Konferenz: Unser Dossier dokumentiert seit über einem Jahr durch Artikel, Interviews und Videos von Aktivist/innen die Geschehnisse in Syrien und beleuchtet sie aus unterschiedlichen Perspektiven.

Unsere Konferenz vom 11. und 12. Dezember beschäftigte sich mit dem globalen Problem der sexualisierten Gewalt in Konflikten und Transformationsprozessen. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Rollen von Frauen als politischen Akteurinnen in arabischen Umbruchsländern. Hier finden sie Berichte, Interviews, Videos und Fotos zur Konferenz.

Am 14. Juni haben die Präsidentschaftswahlen im Iran stattgefunden. Nur acht von knapp 700 Anwärtern wurden zur Wahl zugelassen, darunter keine der 30 Frauen, die sich um das Amt bewerben wollten. Die Bevölkerung hat das Vertrauen in die Politik verloren. Einzige Motivation zu wählen war die Hoffnung,  die momentan katastrophale Wirtschaftssituation zu verbessern und die internationale Isolation des Iran zu beenden.

Publikationen

Cover: Iran-Report 04/2014

Eine Studentin wird zu Sieben Jahren Haft verurteilt. Für den monatlichen Iran-Report wertet der deutsch-iranische Autor und Publizist Bahman Nirumand Nachrichten aus verschiedenen Quellen aus. Damit erhellt er die Meldungen aus dem Land und gleicht die Einschränkungen der journalistischen Arbeit aus.

Cover: Iran-Report 03/2014

Revolutionsführer Ali Chamenei richtet scharfe Attacken gegen die USA. Für den monatlichen Iran-Report wertet der deutsch-iranische Autor und Publizist Bahman Nirumand Nachrichten aus verschiedenen Quellen aus. Damit erhellt er die Meldungen aus dem Land und gleicht die Einschränkungen der journalistischen Arbeit aus.

Cover: Iran-Report 02/2014

Präsident Hassan Rohani erläutert erneut seine Politik der Vernunft und Mäßigung. Für den monatlichen Iran-Report wertet der deutsch-iranische Autor und Publizist Bahman Nirumand Nachrichten aus verschiedenen Quellen aus. Damit erhellt er die Meldungen aus dem Land und gleicht die Einschränkungen der journalistischen Arbeit aus.

Mehr Publikationen zu Naher Osten und Nordafrika

Film

"Dear Lebanon" von Raphael Schanz (ca. 35 Min/englisch)
In dem Film "Dear Lebanon" sprechen acht libanesische Teenager über ihre Erwartungen an den Staat, über Anschläge, Religion und Politik. Der Dokumentarfilm von Raphael Schanz entstand während eines Praktikums in unserem Büro in Beirut.

Demokratie

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Vor gut drei Jahren nahm der Arabische Frühling seinen Anfang. Die Serie von Demonstrationen, Aufständen und Revolutionen hat die Länder Nordafrikas sowie des Nahen und Mittleren Ostens grundlegend verändert. Daran hatten insbesondere Frauen einen großen Anteil.

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In Tel Aviv haben zu Beginn des Jahres tausende illegale Migrantinnen und Migranten gegen die Kriminalisierung von Asylsuchenden demonstriert. Die Proteste haben eine öffentliche Debatte über den Umgang mit Geflüchteten provoziert, doch die Regierung stellt sich stur.

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"Auch wenn es heute mehr Aufmerksamkeit gegenüber geschlechtsspezifischer Gewalt gibt, wird sie immer noch viel zu häufig tabuisiert", betont Barabara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung in Ihrer Rede zur Konferenz "(K)ein Frühling für Frauen?".

Gender

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Syrische Frauen sind nach ihrer Flucht aus dem Krisenland keineswegs in Sicherheit. Viele von ihnen müssen sich in ihren Ankunftsländern verheiraten lassen um zu überleben, sexuelle Ausbeutung ist an der Tagesordnung. Ein Blick auf die aktuelle Situation.

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Sexualisierte Gewalt, die in politischen Umbruchsituationen als Waffe eingesetzt wird, ist ein globales Problem. Zugleich sind Frauen aktive Gestalterinnen politischen Wandels, was sich auch in den Transformationsprozessen der arabischen Länder zeigt. Ein Interview mit Barbara Unmüßig.

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Frauenfußball ist im Libanon bislang noch eine Randerscheinung, gewinnt aber an Boden. Der Sport stärkt nicht nur das Selbstbewußtsein vieler junger Frauen, sondern baut auch Brücken zwischen verschiedenen Religionen und sozialen Klassen. Doch es wird noch eine Weile dauern, bis er übergreifende Akzeptanz in der libanesischen Gesellschaft findet.

Ökologie

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Es war schon eine Kunst, die ohnehin sehr geringen Erwartungen an den Klimagipfel in Doha mit dem mageren Ergebnis auch noch zu unterbieten. Ein Scheitern und Versagen nennen es viele Nichtregierungsorganisationen, als einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung bezeichnen es die EU und Deutschland.  Eine Auswertung der Ergebnisse des Klimagipfels.
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Das demokratische Erwachen in der MENA-Region ist ins Stocken geraten. Das Risiko politischer und wirtschaftlicher Instabilität ist hoch. Deshalb müssen Investitionen in nachhaltige Entwicklung setzen, um die Region auf dem Weg in eine CO2-arme und resiliente Zukunft zu unterstützen.
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Israel exportiert erfolgreich Solartechnologie, setzt daheim aber kaum auf erneuerbare Energien. Der Klimawandel ist kein großes Thema. Doch gerade in einem Land mit großen Wüstenflächen, Wasserknappheit und immer mehr Klimaflüchtlingen ist es höchste Zeit, den Rückstand im Klima- und Umweltschutz endlich aufzuholen. 
 

Bildung & Kultur

Kinder mit einem gemalten Bild im Klassenraum
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Der Libanon beherbergt heute 748.000 registrierte syrische Flüchtlinge. Unter ihnen sind 400.000 Kinder im Schulalter, von denen nur ca. jedes vierte Kind eine Schule besucht. Doch ohne Schule und Bildung droht eine ganze Generation junger Syrerinnen und Syrer verloren zu gehen.

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Die „Weiße Stadt“ Tel Aviv steht vor einer Zerreißprobe zwischen Denkmal- und Katastrophenschutz. Während historische Gebäude verfallen, ringen Imobilienwirtschaft, Politik und Zivilgesellschaft um die Zukunft der UNESCO-geschützen Bauten. Eine große Konferenz beschäftigte sich Anfang Mai mit den historischen, politischen und bautechnischen Aspekten der Sanierung Tel Avivs.

Die von unserem Beirut-Büro geförderte Anthologie „Writing Revolution: The Voices from Tunis to Damascus” ist  mit dem „English PEN Award for Outstanding Writing in Translation“ für das Jahr 2013 ausgezeichnet worden. Der Preis ehrt übersetze Literatur, die zu interkulturellem Verständnis beiträgt und die Meinungsfreiheit fördert.